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Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 24820
Erfahrung:  Notfallmedizin,Psychosomatik,Innere- und Allgemeinmedizin
61885400
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Dr. Gehring ist jetzt online.

Sehr geehrte Herr/Frau Doktor! Kurz zu meiner Vorgeschichte

Beantwortete Frage:

Sehr geehrte Herr/Frau Doktor!
Kurz zu meiner Vorgeschichte zum besseren Verständnis:
34, männlich, Gaumenmandeln bereits als Kind entfernt
Am 05.09. diesen Jahres hatte ich Oralverkehr mit einer mir unbekannten Person. Am 09.05. bekam ich plötzlich sehr starke Halsschmerzen. Diese waren in der Intensität so stark, dass ich nicht mehr schlucken konnte. Am 12.05. bekam ich Amoxicilin verabreicht. Die Beschwerden besserten sich leicht, jedoch gingen nie ganz weg. Vor allem bzw. eigentlich nur auf der rechten Seite blieben die Schmerzen ständig bestehen. Am 08.06. wurde Blut abgenommen. Blutwerte alle normal, HIV Test negativ. Da die Schmerzen immer schlimmer wurden, bekam ich am 23.06. Augmentin verabreicht, was wiederum keine Besserung nach sich brachte. Gleichzeitig wurde ich zu diesem Datum bereits mit Verdacht auf Reflux mit PPI behandelt. Am 13.07. wurde mir wieder ein Antibiotikum verschrieben, diesmal Ciprofloxacin. Wirkung = 0. Am 15.08. wurde ich zwei Tage stationär aufgenommen zur Refluxabklärung. Ein sehr leichter Zwerchfellbruch ist zwar vorhanden, jedoch ergab die 24 Stunden Säuremessung keine Auffälligkeiten.
Daraufhin wurde eine Sonografie meines Halses durchgeführt und an der rechten Seite, wo die Schmerzen sich manifestieren, ein 2,5 cm großer Lymphknoten mit fehlendem Hilus diagnostiziert und eine Biopsie empfohlen. Nach anschließend durchgeführten CT sowie MR kamen die Ärzte der HNO Klinik zur Ansicht, dass es sich nicht um Krebs bzw. um einen gutartigen Tumor, sondern vielmehr um einen reaktiv vergrößerten Lymphknoten handelt. Die Entfernung wurde auf mein Drängen für den 17.10. vereinbart, lt. den Ärzten wäre es aber nicht erforderlich.
Nun zu meiner Frage: Diese Schmerzen im rechten Halsbereich gehen einfach nicht weg. Kann ein durchgehend entzündeter Lymphknoten diese Beschwerden verursachen (es schmerzt nicht nur der Lymphknoten an sich, sondern auch das gesamte Gebiet um ihn herum)? Vor allem längere Gespräche bereiten mehr große Schmerzen. Kann es sich um eine Infektion handeln, die nicht auf gängige Antibiotika anspricht? Ist es möglich, dass durch die Entfernung die Schmerzen weggehen bzw. kann man durch die Entfernung nur eine mögliche Ursache diagnostizieren und dann eine weitere Behandlung starten?
Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar.
Gepostet: vor 30 Tagen.
Kategorie: Medizin
Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 30 Tagen.

Guten Tag,

Eine bakterielle Infektion ist nach all der Antibiose kaum vorstellbar, und eine virale hätte auch längst abklingen müssen. Insofern ist eine Infektion kaum vorstellbar. Der dicke Lymphknoten allein erklärt die Schmerzen nicht, schon gar nicht, weil die großflächiger sind. Insofern habe ich wenig Hoffnung, dass die Entfernung die Schmerzen beendet. Mit Ausnahme einer bösartigen Veränderung (von der wir ja nicht ausgehen) wird der Lymphknoten auch keinen Hinweis auf dessen Ursache bieten. Man wird entzündetes, gereiztes Gewebe finden, aber mehr nicht.

Wie sehen die Blutwerte aus? Sind die Zähne gesund? Wurde der Kehlkopf gespiegelt? Ist der Rachen gerötet?

Kunde: hat geantwortet vor 30 Tagen.
Zähne sind gesund lt. Zahnarzt. Ob der Kehlkopf gespiegelt wurde, weiß ich nicht. Mir wurde sehr oft mit einem Spiegel in den Rachen gefahren, sofern das eine Kehlkopfspiegelung darstellt. Rachen ist mittlerweile nicht mehr gerötet. Anbei meine Befunde. Vll. können Sie sich ja einen Reim daraus machen. Vielen Dank für die rasche Antwort.
Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 30 Tagen.

Danke, ***** ***** wurde gespiegelt. Interessant ist der hohe IgG Wert für Eppstein Barr, so dass man hier an eine chronische Infektion denken konnte (eine akute ist durch das normale IgM ausgeschlossen): http://www.pluspatient.de/expertensprechstunde/epstein-barr-virus/.

Hier könnte es tatsächlich eine Besserung geben, wenn der Lymphknoten entfernt wird. Sonst gibt es leider keine Therapie außer Schonung. Auf keinen Fall sollten Ihnen weiter Antibiotika verabreicht werden, wenn kein bakterieller Infekt gesichert ist, weil Antibiotika die körpereigene Abwehr schwächen und somit der Heilung entgegen stehen.

Alles Gute!

Dr. Gehring und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.