So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an docexpert1.
docexpert1
docexpert1, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 1058
Erfahrung:  Facharzt für Innere Medizin, langjährige Erfahrung in eigener Praxis, Diabetologie,Rheumatologie,Kardiologie,HNO,Derma
76282548
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Medizin hier ein
docexpert1 ist jetzt online.

Hallo, Mein Sohn (2j) leidet seit vielen Wochen unter

Kundenfrage

Hallo,
Mein Sohn (2j) leidet seit vielen Wochen unter Durchfall/oder breiigen Stuhl. Auslöser waren Rotaviren, danach eine Bronchitis mit AB-Gabe. Außerdem ist mir aufgefallen, dass er auf Kuhmilcheiweiß reagiert. Sind Wegen hohem Calprotectin von 1450 in die Klinik, nach auffälliger Sonographie und dort Calprotectin 2100 Gastro- und Koloskopie. Mit Diagnose Morbus Crohn und Magensonde entlassen. Nun der Befund der sich für mich widerspricht.
Was sagen Sie?
Befund Makroskopisch:
Leichtes Analekzem zirkulär
Kolon/Ileum:
Eingesehen wurde bis in das Terminale Ileum. Das Lumen ist nicht eingeengt. Im Terminkalen Ileum kommt eine pflastersteinartige Entzündung mit deutlichen Fibrinausschwitzungen. Die Bauhinsche Klappe ist deutlich verschwollen.
Im Coecum, C. Ascendens, C. Transverusm, C. Deszendenz und proximales Sigma vereinzelnd Fibrinausschwitzungen und sehr prominente Lymphfollikel. Schleimhaut insgesamt sehr blass.
Diagnose: Ileocolitis Crohn mit makroskopischen Zeichen mittlerer Aktivität
Befund Histologie:
Jejunum
Nur teilweise Orthographie erfasster Schleimhaut aus Jejunum mit gering vermehrtem Nachweis von intraepithelialen Lymphozyten, wobei wir zur genauen Quantifizierung noch eine weiterführende immunhistochemische Untersuchung durchführen werden, die Schleimhautarchitektur weitgehend erhalten, geringgradig ödematöses Schleimhautstroma, kein Nachweis von epitheloidzelligen Granulomen und histomorphologisch ohne Anhaltspunkte für eine Giardiasis oder einen Morbus Whipple
Duodenum
Nicht Orthografie erfasster Schleimhaut aus dem Duodenum mit vermehrten Nachweis von intraepithelialen Lymphozyten, wobei wir zur genauen Quantifizierung noch eine weiterführende immunhistochemische Untersuchung durchführen werden, mit vermehrter Epithelregeneration in den Krypten im Sinne einer Krypten-Hyperplasie
Bulbus Duodeni mit auch einem minimal floriden granulozytären Entzündungszellinfiltrat, ohne Nachweis von epitheloidzelligen Granulomen
Antrum und Korpus
Einer mäßiggradig chronischen, teils lymphofollikulären, nicht floriden Gastritis (Aktivitätsgrad 0, Heliobacter pylori auch immunhistochemisch negativ) der nicht in voller Breite erfassten Magenschleimhaut vom Antrumtyp, ohne eindeutig miterfasster Magenschleimhaut vom Korpustyp, ohne Nachweis von epitheloidzelligen Granulomen
Ösophagus
Oberflächlich erfassten, plattenepithelial überkleideten Schleimhautbiopsieus dem Ösophagus mit einer geringgradig chronischen Entzündungsreaktion, ohne Nachweis von eosinophilen Granulozyten, ohne Nachweis von epitheloidzelligen Granulomen
Kommentar
Die bisher beschriebenen Veränderungen sind für sich allein genommen unspezifisch, wie beschrieben, werden wir von den Einsendungen 1-3 noch eine weiterführende immunhistochemische Untersuchung bezüglich der Quantifizierung intraepithelialen Lymphozyten durchführen, ein Nachbericht folgt. Anhaltspunkte für eine Mitbeteiligung des oberen Gastrointestinaltraktes bei einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung ergeben sich nicht.
Ileum
Lediglich oberflächlich erfassten Ileumschleimhautbiopsien
Mit Nachweis von Lymphfollikeln mit aktivierten Keimzentren, mit einem geringgradigen Schleimhautödem und einer geringgradig floriden Entzündungsreaktion, ohne wesentlichen Becherzellverlust und ohne wesentliche Schleimhautarchitekturstörung, ohne Nachweis von epitheloidzelligen Granulomen
Dickdarm- bzw. Rektumschleimhautbiopsien
ohne wesentliche Entzündungsreaktion, mit teilweise Nachweis von einzelnen intramukosalen Lymphfollikeln und allenfalls geringgradiger Ödemsklerose, ohne wese
Gepostet: vor 4 Monaten.
Kategorie: Medizin
Experte:  docexpert1 hat geantwortet vor 4 Monaten.

Willkommen auf just answer,
Ich bin Experte auf dem von Ihen angefragten Gebiet und werde Ihnen helfen.
Ich melde mich gleich noch einmal bei Ihnen.

Experte:  docexpert1 hat geantwortet vor 4 Monaten.

Aus meiner Sicht ist der Befund nicht widersprüchlich, sondern deutet sehr stark auf einen M.Crohn mit (typischem) Befall des terminalen Ileums hin. Die Tatsache, dass der histologische Befund nicht beweisend ist, liegt vermutlich daran, dass die Biopsien nur oberflächlich erfasst wurden.

Bei einem Erwachsenen würde man eventuell die Coloskopie wiederholen, um zu einer aussagefähigen Histologie zu gelangen. Bei einem Kleinkind erscheint mir dies nicht vertretbar, so dass man sich wohl auf Verdacht zu einer Crohn Therapie entschliessen wird.

Experte:  docexpert1 hat geantwortet vor 4 Monaten.

Haben Sie noch Fragen? Ich antworte gerne.

Experte:  docexpert1 hat geantwortet vor 3 Monaten.

Wenn Sie keine weiteren Fragen mehr haben und ich Ihnen helfen konnte bitte ich um Ihre positive Bewertung.

Vielen Dank

Ihr Experte

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Entschuldigen Sie, dass ich jetzt erst zum Antworten komme.
Passt denn der Histo-Befund nicht auch zu einer Zöliakie?
Experte:  docexpert1 hat geantwortet vor 3 Monaten.

Danke für Ihre Rückmeldung.

Typisch für die Zoeliakie wäre in Duodenmu der histologische Nachweis einer Zottenatrophie mit Kryptenhyperplasie. Dieser Befund wird nicht beschrieben. Ausserdem würde es genügen im Blut die Endomysium Antikörper zu bestimmen. Sind diese nicht nachweisbar, ist eine Zoeliakie praktisch ausgeschlossen.

Für mich erscheint der Verdacht auf einen M.Crohn ausreichend gesichert. Vermutlich werden sich die behandelnden Kollegen zu einer entsprechenden Therapie entschliessen.

Ich darf Sie nochmal um Ihre freundliche Bewertung meiner Tätigkeit bitten, denn ansonsten erhalte ich keinerlei Honorar, was sicherlich nicht in Ihrem Sinne ist.

Vielen Dank ***** ***** Gute für Ihren Kleinen.

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Mein Sohn hat einen selektiven IGA-Mangel. Damit ist der Nachweis von Zöliakie über Endomysium-Antikörper ja nicht aussagekräftig. Und eine Kryptenhyperplasie im Duodenum wird erwähnt.
Kann eine Milcheiweiß-Allergie auch diese Beschwerden hervorrufen?
Experte:  docexpert1 hat geantwortet vor 3 Monaten.

Die mir zur Verfügung gestellten Befunde sind am ehesten mit einem M Crohn vereinbar. Natürlich eine sehr eingreifende Diagnose mit nachfolgender Dauertherapie, weshalb man sich nicht sicher genug sein kann. Eine erneute Endoskopie mit aussagefähigerer Histologie ist bei einem so kleinen Kind andererseits eine schwierige Entscheidung.

Die angesprochene Milcheiweiss Allergie halte ich für spekulativ. Eine entsprechende Eliminationsdiät könnte hier ohne weitere Untersuchungen Klarheit schaffen.