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Dr. Christoph Pies
Dr. Christoph Pies, Arzt
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 160
Erfahrung:  Niedergelassener Arzt at Urologische Gemeinschaftspraxis
62108749
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Urologie/Geriatrie: Überlaufblase Meine Mutter war nach

Beantwortete Frage:

Urologie/Geriatrie: Überlaufblase
Meine Mutter war nach einem Beckenbruch in einer Geriatrischen Reha. Dort wurde ihr wegen einer überlaufblase ein Katheder gelegt. Damit wurde sie auch entlassen, in ein Pflegeheim. Im Entlassungsbrief steht die Diagnose Überlaufblase und es wird empfohlen, das Katheder dauerhaft zu belassen. Wir Kinder bezweifeln diese Diagnose und Empfehlung. Die Hausärztin kann sich das wegen Überlastung nicht vor Ort im Pflegeheim anschauen. Was können wir tun, um diese Diagnose und Empfehlung zu verifizieren? Wie wird überhaupt eine Überlaufblase diagnostiziert, welche Geräte braucht man dafür, kann das jemand mobil machen oder muss meine Mutter dafür wieder in ein Krankenhaus?
Gepostet: vor 4 Monaten.
Kategorie: Medizin
Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Meine Mutter ist 90 Jahre alt und kam nur wegen dem Beckenbruch zuerst ins Krankenhaus und danach in die Geriatrie-Reha. Operiert wurde nichts. Sie hat keine Vorerkrankung der Blase und konnte bis dato ihre Ausscheidungen ohne Probleme selbst kontrollieren. Wir würden ihr ein Leben mit dauerhaftem Katheder gern ersparen.
Experte:  hat geantwortet vor 4 Monaten.

Guten Tag! Ursachen für Blasenentleerungsstörungen bei Frauen höheren Alters sind ein chronischer Hormonmangel der Scheide, ein möglicher Diabetes mellitus, eine Harnröhrenenge oder eine Blasensenkung. Im Fall Ihrer Mutter ist auch der Beckenbruch eine mögliche Ursache (mögliche Verletzung der Blasennerven oder von Blase und Harnröhre). Das Problem bei Frauen ist, dass es nicht wie bei Männern (wegen der Prostata) Medikamente zum Öffnen der Blase gibt. Und Medikamente, die die Blasenentleerung verbessern sollen, sind nicht sehr gut wirksam und nebenwirkungsreich. Natürlich kann man nochmal einen Katheterauslassversuch machen, aber das ist mit logistischem Aufwand verbunden. Dazu muss (meist nach antibiotischer Vorbehandlung) morgens früh im Pflegeheim gezogen werden. Danach sollte dann nachmittags oder an einem der folgenden Tage ein Ultraschall der Blase zur Restharnbestimmung durchgeführt werden. Hierzu müsste Ihre Mutter aus dem Pflegeheim in eine geeignete Praxis gebracht werden. Wenn dann der Restharn größer als 50-100 ml ist, muss wieder ein Dauerkatheter gelegt werden und das meist auch als Dauerlösung. Eine Alternative wäre das mehrfach tägliche Entleeren der Blase mit einem Einmalkatheter durch das Pflegepersonal. Jedoch kenne ich kein Pflegeheim, das diesen Aufwand betreiben könnte. Bei jüngeren Patienten würde man sicherlich eine aufwendige weitere Diagnostik mit Blasendruckmessung und neuro-urologischer Untersuchung machen, da sich bei Nachweis einer Blasenlähmung die Möglichkeit eines Blasenschrittmachers eröffnet, der aber mit 90 sicher nicht zur Diskussion steht. Ich hoffe, ich habe Ihnen die Situation einleuchtend geschildert, auch wenn die Möglichkeiten sicherlich eingeschränkt sind. Gute Besserung für Ihre Mutter, Dr. Christoph Pies

Dr. Christoph Pies und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.