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Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 25094
Erfahrung:  Notfallmedizin,Psychosomatik,Innere- und Allgemeinmedizin
61885400
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Dr. Gehring ist jetzt online.

Dermatologie/Chirurgie: Stichworte: Fäden ziehen

Kundenfrage

Dermatologie/Chirurgie: Stichworte: Fäden ziehen Narbenkorrektur, Wundheilung
Sachstand: es ist heute der 23.Tag nach OP und die nicht selbst auflösenden Fäden müssen doch dringend raus? Narbe bisher gut verheilt; (OP Bericht: Z-Plastik, Wundverschluss mit mehreren 6.0 Ethilon-Nähten Einzelkopf mit kleinen Abständen). Die Fäden sind teils blutüberkrustet und daher nicht sichtbar! Der Arzt meint, die Krusten müssten erst von alleine abfallen, so dass die restlichen Fäden erkennbar sind und gezogen werden können? Frage: kann das so stimmen? Ich habe da so meine Zweifel. Bitte geben Sie mir Auskunft, wie es um Fäden (die ja gezogen werden müssen)steht, die mit getrocknetem Blut überkrustet sind.
Gepostet: vor 7 Monaten.
Kategorie: Medizin
Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 7 Monaten.

GUten Tag,

Das halte ich für groben Unfug!

Man zieht die Fäden normalerweise spätestens 10 bis 14 Tage nach der OP, im Gesicht schon ab dem 5. Tag. Wenn man so lange wartet, wachsen sie ein und sind schwerer zu entfernen. Bis die Krusten abfallen, kann ja noch eine Woche dauern.

Normalerweise kann man die Kruste nach so langer Zeit vorsichtig abheben, um an die Fäden zu kommen. Alternativ mit NaCl Lösung aufweichen, das ist aber fast nie nötig, weil man mit der Pinzette die bröckelige Kruste gut entfernen kann,wo es nötig ist.

Ja, die Fäden müssen dringend raus, und wenn dieser Arzt es nicht macht, sollte es ein anderer tun.

Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Gibt es eigentlich Leit- oder Richtlinien (standardisiert) für`s Fäden ziehen? Und: kann es auch sein, dass sich die Fäden dann entzünden und rauseitern oder würden sie im schlimmsten Fall "nur" einwachsen?
Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 7 Monaten.

Natürlich: http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/006-129l_S1_Wunden_Wundbehandlung_2016-06.pdf

Rauseitern tun sie nur, wenn man sie über viele Wochen drin lässt, aber das Ziehen wird natürlich unangenehmer, wenn man es zu spät macht, und die Fäden reizen ja auch das Gewebe; dann bilden sich kleine Entzündungen und größere Narben.

Dr. Gehring und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Danke für Ihre Auskunft! Ich wünsche einen schönen Tag!
Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 7 Monaten.

Sehr gern geschehen, den wünsche ich Ihnen auch!

Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Moin Frau Dr.Höllering, nun konnte gerade noch verhindert werden, dass der Karren gegen die Wand fährt, danke! Noch eine abschließende Frage: was wäre passiert, wenn die versteckten Fäden unter den Krusten noch z.B. 2 Wochen drin geblieben wären (der 2. bis 3.Faden war ja überkrustet!). Was wäre passiert bzw. entstanden. Wünsche Ihnen viel Erfolg, die "Beurteilung" mach ich schnellstmöglich!
Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 7 Monaten.

Das Ziehen wäre schmerzhaft geworden, evtl. hätten sich die Stellen um die Fäden entzündet.

Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Habe mal ein bisschen im Internet recherchiert: es dreht sich dann um eine sekundäre Wundheilung, wo die Wundränder nicht mehr Naht an Naht aneinander sitzen. Wenn die Fäden dann rauseitern und komplett draußen sind, will der Körper die Wunde schnell verschließen. Deswegen wuchert das Gewebe mit einem minderqualitativen Fasermaterial, das dann die sog. hypertrophe Narbe darstellt. Fazit: eine sekundäre Wundheilung zieht also immer eine hyperthrope Narbe nach sich. Hab`ich das richtig recherchiert und verstanden?
Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 7 Monaten.

Nein.