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Ortho-Doc Nowi
Ortho-Doc Nowi, Dr. med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 2169
Erfahrung:  Arzt f. Orthopädie, 36 J. Praxis; Unfallchir., Sportmed.,
48582017
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Ortho-Doc Nowi ist jetzt online.

Welche Auswirkungen haben Methan, Kohlendioxid,

Beantwortete Frage:

Welche Auswirkungen haben Methan, Kohlendioxid, Schwefelwasserstoff und Ammoniak beim Einatmen auf die Lunge?
Gepostet: vor 8 Monaten.
Kategorie: Medizin
Experte:  Ortho-Doc Nowi hat geantwortet vor 8 Monaten.

Willkommen bei Justanswer. Könnten Sie evtl. mehr Hintergrundinformationen geben, damit ich weiß, auf was es Ihnen ankommt. Warum möchten Sie das wissen? Geht es um Ihren Arbeitsplatz? Was für eine Arbeit haben Sie? Welche zusätzlichen Krankheiten haben Sie? Lungen- Bronchial-KH, andere?

Experte:  Ortho-Doc Nowi hat geantwortet vor 8 Monaten.

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Kunde: hat geantwortet vor 8 Monaten.
Hallo, an meiner neuen Arbeitsstelle komme ich immer in Kontakt mit diesen 4 Gasen. Welche Auswirkungen hat dies auf meine Atemwege?
Experte:  Ortho-Doc Nowi hat geantwortet vor 8 Monaten.

Vielen Dank für die Rückmeldung.

Für Arbeiten an derart belasteten Arbeitsplätzen gibt es gesetzliche Vorschriften mit der maximalen Arbeitsplatzkonzentration (MAK-Werte-Liste), die durch entsprechende Vorschriften (Luftabzug) eingehalten werden müssen. Gegebenenfalls wenden Sie sich an die zuständige Berufsgenossenschaft. Im folgenden habe ich Ihnen mal die Wirkungen der 4 Gase aus dem Internet zusammengestellt:

Ammoniak ist ein stechend riechendes, farbloses Gas, das aus einem Stickstoff- und drei Wasserstoffatomen aufgebaut ist.

Hauptbildungsstätte von freien Ammoniak ist der Darm. Insbesondere im Dickdarm wird durch bakterielle Einwirkung aus nicht verdauten Eiweiß Ammoniak freigesetzt und auch absorbiert. Bei intakter Leberfunktion erfolgt eine rasche Aufnahme und Entgiftung dieses vorwiegend im Pfortaderblut erscheinenden Ammoniaks durch die Leber. Bei Leberschäden führen Proteinmahlzeiten zu sogenannter Ammoniakintoxikation. Das Pfortaderblut gelangt unter diesen Bedingungen unter Umgehung der Leber direkt in den großen Kreislauf. Die toxische Wirkung des Ammoniaks wird vorwiegend auf das Zentralnervensystem (ZNS) ausgeübt. Bei der Ammoniakintoxikation kommt es zu Desorientiertheit und zu zerebralen Krämpfen.

Ammoniak kommt durch Düngung und Massentierhaltung in die Atemluft. Dort wandelt er sich in Ammoniumsulfat und -nitrat um, was maßgeblich dazu beiträgt, dass Feinstaubpartikeln entstehen. Die Landwirtschaft ist dadurch Ursache für 40 % aller Todesfälle durch Luftverschmutzung in Deutschland.[]

Einige Wissenschaftler bezeichnen das Ammoniak als ursächlich für die Entstehung des langlebigen Feinstaubs. Ammoniak fördert zudem zusammen mit Stickstoffoxiden die Bildung von bodennahem Ozon.

Toxikologie

Durch den unangenehmen Geruch, der schon bei niedrigen Konzentrationen wahrnehmbar ist, existiert eine Warnung, so dass Vergiftungsfälle mit Ammoniak selten sind. Symptome einer Ammoniakvergiftung

Gasförmiges Ammoniak kann vor allem über die Lungen aufgenommen werden. Dabei wirkt es durch Reaktion mit Feuchtigkeit stark ätzend auf die Schleimhäute. Auch die Augen werden durch die Einwirkung von Ammoniak stark geschädigt. Beim Einatmen hoher Konzentrationen ab etwa 1700 ppm besteht Lebensgefahr durch Schäden in den Atemwegen (Kehlkopfödem, Stimmritzenkrampf, Lungenödeme, Pneumonitis) und Atemstillstand. Beim Übergang substantieller Ammoniakmengen ins Blut steigt der Blutspiegel von NH4+ über 35 µmol/l, was zentralnervöse Erscheinungen wie Tremor der Hände, Sprach- und Sehstörungen und Verwirrung bis hin zum Koma und Tod verursachen kann. Die pathophysiologischen Mechanismen sind noch nicht eindeutig geklärt, Ammoniak scheint vor allem die Astrozyten im Gehirn zu schädigen. Akute Ammoniakvergiftungen können außer durch Einatmung auch infolge von Leberversagen (→ Hepatische Enzephalopathie) oder bei Enzymdefekten auftreten, da dann im Stoffwechsel anfallende N-Verbindungen nicht zu Harnstoff umgebaut und ausgeschieden werden können („endogene Ammoniakvergiftung“).[65] Eine mögliche Erklärung für die nerventoxische Wirkung von Ammoniak ist die Ähnlichkeit von Ammonium mit Kalium. Durch den Austausch von Kalium durch Ammonium kommt es zu Störungen der Aktivität des NMDA-Rezeptors und in Folge davon zu einem erhöhten Calcium-Zufluss in die Nervenzellen, was deren Zelltod bewirkt.[66] Das Zellgift[67] Ammoniak wirkt vorwiegend auf Nerven- und Muskelzellen.

Methangas

Methan ist ungiftig, die Aufnahme von Methan kann allerdings zu erhöhten Atem- (Hyperventilation) und Herzfrequenzen führen, es kann kurzzeitig zu niedrigem Blutdruck, Taubheit in den Extremitäten, Schläfrigkeit, mentaler Verwirrung und Gedächtnisverlust, alles hervorgerufen durch Sauerstoffmangel, führen. Methan führt aber nicht zu bleibenden Schäden. Wenn die Symptome auftreten, sollte das betroffene Areal verlassen und tief eingeatmet werden, falls daraufhin die Symptome nicht verschwinden, sollte die betroffene Person in ein Krankenhaus gebracht werden.

Schwefelwasserstoff ist ein Gas

Bei Kontakt mit Schleimhäuten und Gewebeflüssigkeiten bilden sich stark reizende Hydrogensulfide (HS-)

Die Folgen sind Wassereinlagerungen wie z.B. Lungenödeme.

H2S zerstört Hämoglobin in dem es vermutlich mit dem im Hämoglobin komplexierten Eisenreagiert:

Dabei geht man heute davon aus, dass eine Komplexierung stattfindet und dieser Komplex eine bessere Komplexbildungskonstante besitzt, als die koordinative Bindung zwischen Eisen und den Häm-Untereinheit. Somit kann das Eisen aus Hämoglobin extrahiert werden. Die Folge ist die Lähmung der intrazellulären Atmung, da ohne Hämoglobin kein Sauerstofftransport statffindet. Der genaue Reaktionsmechanismus ist jedoch noch unklar.

Bei Kontakt mit Schleimhäuten und Gewebeflüssigkeiten bilden sich stark reizende Hydrogensulfide (HS-)

Die Folgen sind Wassereinlagerungen wie z.B. Lungenödeme.

H2S zerstört Hämoglobin in dem es vermutlich mit dem im Hämoglobin komplexierten Eisenreagiert:

Dabei geht man heute davon aus, dass eine Komplexierung stattfindet und dieser Komplex eine bessere Komplexbildungskonstante besitzt, als die koordinative Bindung zwischen Eisen und den Häm-Untereinheit. Somit kann das Eisen aus Hämoglobin extrahiert werden. Die Folge ist die Lähmung der intrazellulären Atmung, da ohne Hämoglobin kein Sauerstofftransport statffindet. Der genaue Reaktionsmechanismus ist jedoch noch unklar.

Schwefelwasserstoff schädigt das zentrale Nervensystem, wobei in Studien selten auch eine Schädigung des peripheren Nervensystems beobachtet wurde.

Die Konzentration und die Expositionsdauer entscheiden über die Toxizität von H2S. Unter 250 ppm leidet man an Reizungen und geringfügigen Beschwerden wie Benommenheit, Schwindel oder Übelkeit. Ab 250 ppm werden die Geruchsrezeptoren betäubt, so dass der weitere Anstieg der Konzentration fast immer unbemerkt bleibt. Dies ist eine der größten Gefahrenpotentiale dieses Gases. Ab 500 ppm tritt nach Übelkeit, Schwindel und Krämpfen die Bewusstlosigkeit ein. Der lebensgefährliche Zustand wird bei einer Konzentration von 500 ppm nach 30 minütiger Expositon erreicht. 1000 ppm ist in wenigen Minuten lebensgefährlich. Ab Konzentrationen von 0,1% (1000 ppm) tritt die Bewusstlosigkeit nach wenigen Atemzügen ein. Bei einer Konzentration von 5000 ppm tritt der Tod nach wenigen Sekunden ein.

Schwefelwasserstoff schädigt das zentrale Nervensystem, wobei in Studien selten auch eine Schädigung

des peripheren Nervensystems beobachtet wurde.

Die Konzentration und die Expositionsdauer entscheiden über die Toxizität von H2S. Unter 250 ppm leidet man an Reizungen und geringfügigen Beschwerden wie Benommenheit, Schwindel oder Übelkeit. Ab 250 ppm werden die Geruchsrezeptoren betäubt, so dass der weitere Anstieg der Konzentration fast immer unbemerkt bleibt. Dies ist eine der größten Gefahrenpotentiale dieses Gases. Ab 500 ppm tritt nach Übelkeit, Schwindel und Krämpfen die Bewusstlosigkeit ein. Der lebensgefährliche Zustand wird bei einer Konzentration von 500 ppm nach 30 minütiger Expositon erreicht. 1000 ppm ist in wenigen Minuten lebensgefährlich. Ab Konzentrationen von 0,1% (1000 ppm) tritt die Bewusstlosigkeit nach wenigen Atemzügen ein. Bei einer Konzentration von 5000 ppm tritt der Tod nach wenigen Sekunden ein

Kohlendioxid

ist ein Gas, das normalerweise in der Luft vorkommt und bei der Ausatmung in die Luft abgegeben wird. In höheren Konzentrationen führt es zum Erstickungstod.

Im Blut gelöstes Kohlenstoffdioxid aktiviert in physiologischer und leicht gesteigerter Konzentration das Atemzentrum des Gehirns.

In deutlich höherer Konzentration führt es zur Verminderung oder Aufhebung des reflektorischen Atemanreizes, zunächst zur Atemdepression und schließlich zum Atemstillstand. Ab etwa 5 % Kohlenstoffdioxid in der eingeatmeten Luft treten Kopfschmerzen und Schwindel auf, bei höheren Konzentrationen beschleunigter Herzschlag (Tachykardie), Blutdruckanstieg, Atemnot und Bewusstlosigkeit, die so genannte Kohlenstoffdioxid-Narkose. Kohlenstoffdioxid-Konzentrationen von 8 % führen innerhalb von 30 bis 60 Minuten zum Tod.

Ortho-Doc Nowi und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.