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Dr.Scheufele
Dr.Scheufele, Arzt
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 20337
Erfahrung:  Allgemeinmedizin, Gynäkologie u. Geburtshilfe, über 20-jährige Praxiserfahrung
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Dr.Scheufele ist jetzt online.

Hallo, ich habe ein kleines Problem und zwar: Ich habe mich

Beantwortete Frage:

Hallo,
ich habe ein kleines Problem und zwar:
Ich habe mich letztes Jahr in Panama bei meinem Expartner mit Herpes Genitalis angesteckt und habe jetzt einen tollen Mann kennengelernt und wir können uns beide eine ernsthafte Beziehung vorstellen, allerdings habe ich ihm von dem Herpesvirus erzählt der sich in meinem Körper befindet, aber nicht aktiv ist und er macht sich große Sorgen, dass er sich irgendwann mal anstecken könnte, wenn wir in unserer Beziehung ohne Kondom Sex hätten (was ihm wichtig ist).
Ich habe mich im Internet und auch bei 3 Ärzten erkundigt und weiß, dass man da Virushemmende Medikamente nehmen kann, damit der Herpes nicht mehr auftaucht bzw. kontrolliert (ich habe sowieso keine Probleme damit,;es könnte auch sein,,dass ich nie wieder einen Herpesausbruch bekomme, aber er macht sich über das Virus im Körper Sorgen).
Wenn ich diese Tabletten nehmen würde, Sport mache, mich gesund ernähre usw. und wir immer dann Verhüten wenn ich merke ich habe Stress/bekomme eine Erkältung etc. und danach auch, dann müsste es doch kein Problem sein und er hätte doch damit keine Probleme. Zusätzlich würde ich darauf achten, dass ich mein Immunsystem gut "pflege" und es keine Probleme gibt.
Aber muss die Beziehung scheitern, nur weil ich das Virus (das evtl. nie wieder ausbricht und es irgendwann eine heilbare Lösung gibt) in mir trage und die Möglichkeit besteht, dass es wieder ausbricht.
Ihm ist ein Expertenrat (von Ihnen) wichtig, damit seine Angst weg ist und wir glücklich zusammen werden können.
Ich würde mich freuen, wenn Sie es ihm erklären könnten und ihm seine Sorgen nehmen könnten. Ich würde sowieso nicht ungeschützt mit ihm schlafen, bevor wir beide einen Test gemacht haben und es zeigt, dass wir beide (abgesehen von dem Herpesvirus bei mir) gesund sind. Aber selbst mit Kondom findet er es zu Riskant, weil er sich nicht damit auskennt und erst den Rat eines Experten möchte.
Können Sie uns bitte helfen?
Vielen Dank ***** *****
Mit freundlichen Grüßen
Gepostet: vor 6 Monaten.
Kategorie: Medizin
Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
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Experte:  Dr.Scheufele hat geantwortet vor 6 Monaten.

Hallo,

in diesem Fall sehe ich wirklich keinen Grund zur Sorge. Das Immunsystem spielt in Bezug auf einen Herpesausbruch eine grosse Rolle, wenn es stabil ist, kann ein Ausbruch wirklich dauerhaft vermieden werden. Zudem kann es grundsätzlich nur zu einer Ansteckung kommen, wenn im akuten Fall ein direkter Kontakt mit dem betroffenen Gewebe stattfindet. Ansonsten besteht keinerlei Gefahr einer Übertragung. Ihr Partner braucht sich also in der Hinsicht keine Gedanken zu machen.

Alles Gute für Sie.

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. N. Scheufele

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Danke für Ihre schnelle Antwort.
Das reicht ihm leider noch nicht. Er macht sich Sorgen, dass eine Ansteckung auch erfolgen kann wenn ich nichts davon merke. Eine sogenannte latente Ansteckung/Infektion.Ich weiß nicht wie ich diese Angst von ihm nehmen kann, weil das Internet sagt dies ist eventuell möglich.Er würde Ihnen gerne Fragen zu dem Thema stellen.
z.B. was es mit der latenten Ansteckungsgefahr auf sich hat.
Experte:  Dr.Scheufele hat geantwortet vor 6 Monaten.

Latente Infektion bedeutet lediglich, dass das Herpesvirus dauerhaft im Organismus verbleibt. Wenn der Ausbruch durch stabilisiertes Immunsystem verhindert wird, besteht aber definitiv keine Übertragungsgefahr.

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Auf Urologielehrbuch.de ist zu lesen, das beim Herpes Genitalis die Virusausscheidung auch asymptomatisch bleiben kann. Auf Gib-AIDS-keine-Chance.de heißt es: "Sind Bläschen und Geschwüre wieder verheilt ist eine Ansteckung je nach betroffener Stelle auch über Speichel oder Vaginalsekret möglich. Grund hierfür ist, das Viren nach Abheilung der Geschwüre in den infizierten Bereichen der Haut bzw. Schleimhaut verbleiben können." Netdoktor.de bemerkt, das sich "bei sogenannten latenten Infektionen sich vaginal kaum oder gar keine Symptome zeigen, dennoch werden Viren ausgeschieden. Hier ist die Infektionsgefahr besonders hoch, weil die Betroffenen keine Vorkehrungen treffen können." Letztlich ist bei Wikipedia.de zu lesen, das eine Virusausscheidung auch ohne sichtbare Läsionen geschehen kann. Alles in allem vermittelt diese Quellen unabhängig voneinander den Eindruck, das eine Übertragung des HSV-2-Virus auch außerhalb von sicht- und spürbaren Bläschen oder Geschwüren im Rahmen von ungeschütztem Geschlechtsverkehr nicht ausgeschlossen werden kann. Ist dies aus Ihrer Sicht zutreffend?
Experte:  Dr.Scheufele hat geantwortet vor 6 Monaten.

Ich habe in meiner langjährigen Tätigkeit noch keinen einzigen Fall erlebt, in dem es ohne direkten Kontakt mit vorhandenen Bläschen zu einer Ansteckung gekommen ist.

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Ihre langjährigen Erfahrungen in allen Ehren: Nur weil Sie es in Ihrem Patientenkreis noch nicht erlebt haben, muss das ja nicht zwingend eine repräsentative und allgemeingültige Risikobewertung darstellen. Es geht vielmehr um die Antwort auf Frage, ob man eine Übertragung des HSV-2-Virus durch ungeschützten Geschlechtsverkehr in symptomlosen Phasen medizinisch zu 100% ausschließen kann.
Experte:  Dr.Scheufele hat geantwortet vor 6 Monaten.

Die Übertragung kann nur bei direktem Kontakt mit infizierter Flüssigkeit (also dem Inhalt der Bläschen) erfolgen.

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Die von mir oben zitierten Quellen behaupten das Gegenteil, insofern steht für mich Aussage gegen Aussage. Eine der zitierten Websites wird immerhin von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) betrieben, der ich als medizinscher Laie durchaus einen gewissen Vertrauensvorschuss entgegenbringe. Sind diese Quellen aus Ihrer Sicht alle im Irrtum und/oder als unseriös einzustufen?
Experte:  Dr.Scheufele hat geantwortet vor 6 Monaten.

Im Internet werden Sie immer zu vielen Themen unterschiedliche Aussagen finden. Bestätigt wird meine Beschreibung z.B. auch dadurch, dass in der Geburtshilfe nur dann ein primärer Kaiserschnitt empfohlen wird, wenn ein genitaler Herpes im akuten Stadium besteht, um eine Ansteckung des Kindes auszuschliessen. Würde dieses Risiko grundsätzlich bestehen, wäre bei vorangegangenem Herpesinfekt immer ein Kaiserschnitt angebracht.

Experte:  Dr.Scheufele hat geantwortet vor 6 Monaten.

da Sie meine Antwort auf Ihre Frage gelesen, aber noch nicht bewertet haben, bitte ich Sie, mir mitzuteilen, ob Sie weitere Informationen wünschen, oder ob noch Unklarheiten bestehen. Prinzip von justAnswer ist es, die Arbeit der Experten durch positive Bewertung (3-5 Sterne) zu honorieren, wenn die Antwort zufriedenstellend war. Vielen Dank.

MfG,

Dr. N. Scheufele

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Leider lies er sich nicht überzeugen und wollte noch einen anderen Arzt fragen und diese Ärztin hat gesagt:Sehr geehrte Ratsuchende,leider können auch klinisch unauffällige, das heißt also symptomlose HSV Typ 2 - Träger den Herpes-Virus weitergeben. Zwar nicht in so hohem Maße als wären Bläschen oder offene Stellen vorhanden, aber es besteht eine Möglichkeit der Übertragung. Ein Link hierzu:https://www.cdc.gov/std/herpes…Das Immunsystem hat eine Wächter-Funktion. Es wäre also auch durchaus möglich, dass Ihr Partner ebenfalls schon Träger ist (durch seine vorherigen Sexualkontakte), ohne es zu wissen. Bei HSV-Typ 1, der im Allgemeinen als Lippenherpes bekannt ist, ist die "Durchseuchung" bei Erwachsenen fast 100%, aber nicht 100% haben je einen sichtbaren Lippenherpes gehabt.Ich hoffe, ich konnte Sie bei der Lösung Ihres Problems unterstützen.Er ist also der Meinung man könnte sich anstecken und deshalb habe ich das ganze beendet, weil es zu nichts führt und er scheinbar extrem starke Angst hat krank zu werden.Ich habe aber noch eine Frage, muss ich es einem potenziellen Partner überhaupt mitteilen, dass ich Herpes Genitalis im Ruhezustand (den Virus in mir habe) oder ist es eigentlich nicht so wichtig und schreckt nur unnötig ab? Ich möchte auf keinen Fall jemanden anstecken und verhüte deshalb auch immer, aber leider ist es auch so, dass Männer nach einer gewissen Zeit in einer Beziehung gerne ohne Verhütung Geschlechtsverkehr haben möchten.. Was würde ich dann in diesem Fall tun können?
Dann müsste ich es ihm ja eigentlich schon sagen? Wobei ich mir auch denke, dass ich es vielleicht nur sagen sollte wenn ich merke ich bekomme es. Alles andere schreckt vermutlich zu sehr ab, vorallem jemanden der keine Ahnung davon hat. Was meinen Sie aus medizinischer Sicht? Ist es notwendig dem Partner gleich am Anfang mitzuteilen, dass ich sowas habe oder reicht es wenn ich merke ich bekomme einen eventuellen Ausbruch? Für mich ist diese Situation auch echt schlimm, aber ich kann leider nichts mehr daran ändern und muss das beste daraus machen. Momentan ist mein Immunsystem geschwächt, weil ich viel Stress in meinem Studium habe und ständig Klausuren, aber ich möchte mein Immunsystem stärken und somit den Herpes so gut es geht aus meinem Leben "verbannen".Gibt es gute Immunkuren die Sie mir empfehlen können? Wie bekomme ich mein Immunsystem auf Vordermann?Hat Genitalherpes und Lippenherpes etwas miteinander zu tun? Ich wär letzte Woche mit einer schweren Erkältung im Bett gelegen und vorgestern habe ich zum ersten Mal in meinem Leben ein Bläschen an der Lippe bekommen und dann nebendran noch eins. Es tut nicht sehr weh und ich merke es kaum, aber ich schätze, dass es Herpes ist. Heißt das, ich kann es sowohl auf den Lippen als auch im Intimbereich haben? Wovon hängt das ab wo ich es bekomme?Das ganze Thema überfordert mich und ich wünschte ich hätte mich nie damit infiziert.. Wie gehen Patienten damit im Normalfall um? Was muss man beachten?Vielen Dank für Ihre Hilfe!
Experte:  Dr.Scheufele hat geantwortet vor 6 Monaten.

Ich weiss, dass Sie eine Kollegin befragt haben, die Ihre Antwort augenscheinlich auf einen Internetlink und nicht auf eigene Erfahrungen bezogen hat.

Es gibt in der Medizin immer unterschiedliche Meinungen, ich möchte aber dennoch bitten, meine Antwort zu akzeptieren, wie Sie es auch bei der Kollegin getan haben. Vielen Dank.

Dr.Scheufele und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.