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Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 11441
Erfahrung:  Notfallmedizin,Psychosomatik,Innere- und Allgemeinmedizin
61885400
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Dr. Gehring ist jetzt online.

Guten Tag, ich habe in der linken Schulter einen bösartigen

Kundenfrage

Guten Tag , ich habe in der linken Schulter einen bösartigen Tumor der leider nicht operabel ist. In Februar letzten Jahres wurde mit volldosis bestrahlt was aber leider nichts gebracht hat. Seitdem werde ich mittels CT alle 3 Monate durchgecheckt. Bisher sind Gottseidank keine metastasen aufgetreten. Leider wurden bei der Bestrahlung anscheinend Lymphgefäße verletzt, sodass ich nun im linken Arm ein Lymphödem
habe. Vielleicht wurde das Ödem aber auch durch befallene Lymphknoten verursacht. 2 davon habe ich direkt am linken Schlüsselbein und einen leicht versetzt unter der linken Achsel. Dieser ist nun fast schon so groß wie ein Ei und mein behandelnder Arzt meint man sollte eine leichte Chemo machen um die Lymphknoten zum abschwellen zu bringen. Da die Haut über dem Lymphknoten platzen könnte und das erheblichen Schaden anrichten würde und das auch nie wieder heilen würde. Meine Frage wäre nun was ist eine leichte Chemo, kann man hier vorab einen Wirksamkeitstest machen? Bestrahlung kommt im Moment nicht infrage da die Vollbestrahlung noch nicht die nötigen 2 Jahre her ist.
Gepostet: vor 1 Jahr.
Kategorie: Medizin
Experte:  Dr. Schaaf hat geantwortet vor 1 Jahr.

Guten Abend,
wenn die Lymphabflussstörung Folge der Bestrahlung ist, bringt die Chemo nichts.
Offenbar geht Ihr Arzt also davon aus, dass es sich um Lymphknotenmetastasen handelt.
Eine leichte Chemo ist niedriger dosiert und besteht aus weniger Substanzen als eine starke Chemo.

Wobei sich stark daran orientiert, wie die maximale Dosierung bei Ihrem Grund-Tumor wäre.
Da man jetzt nur die Lymphknoten im Visier hat, kann man niedriger dosieren.
Wie effektiv das sein wird, kann Ihnen keiner vorher sagen.
Es gäbe aber noch die Möglichkeit, den Ei-großen Lymphknoten operativ zu entfernen, was meint Ihr Arzt denn dazu?
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Schaaf

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Den sehr großen Lymphknoten operativ zu entfernen geht leider nicht da Nerven betroffen wären. Ihr erster Satz ist extrem missverständlich . Die Lymphabflussstörung ist eine Nebenwirkung der Bestrahlung im letzten Jahr.
Experte:  Dr. Schaaf hat geantwortet vor 1 Jahr.

Wenn die Lymphknotenschwellung von der Bestrahlung kommt, dann ist es ein mechanisches Problem, weil die Lymphbahnen kaputt gehen durch die Bestrahlung. Das lässt sich mit einer Chemo nicht beeinflussen.
In einem solchen Falle verstehe ich die Empfehlung zur Chemo nicht.
Verstehen Sie jetzt, was ich meine?

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Das ist mir schon bewusst. Meine Frage ist ob die befallenen und sehr geschwollenen Lymphknoten durch eine leichte chemo bewirken können dass diese Schwellungen zurückgehen
Experte:  Dr. Schaaf hat geantwortet vor 1 Jahr.

Nein, Chemo wirkt nur da, wo es um den Tumor oder die Metastasen geht.
Chemo kann nicht helfen, wenn die Schwellung von der Bestrahlung kommt.
In dem Fall können Sie es nur mit Lymphdrainagen probieren.

(Sorry, dass das bis jetzt nicht klar genug rüber gekommen ist)

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Sind die geschwollenen Lymphknoten nicht metastasen ?Sie sind ja vom Krebs befallen.
Experte:  Dr. Schaaf hat geantwortet vor 1 Jahr.

Guten Morgen,

lassen Sie mich etwas ausholen:
Der Krebs kann Metastasen in die Lymphknoten machen. Dann schwellen die Lymphknoten, sind meist hart und oft schmerzhaft, wenn sie dicht unter der Haut liegen. Diesen Lymphknotenmetastasen kann man mit Chemotherapie zu Leibe rücken, das macht Sinn.

oder

Unter einer Bestrahlung können die Lymphbahnen verkleben, sodass der Abfluss nicht mehr funktioniert. Dann schwillt der Arm und es schwellen die Lymphknoten an. Die Schwellung der Lymphknoten ist hier oft viel ausgeprägter als bei Metastasen.

Der Unterschied ist also

Metastasen: geschwollene Lymphknoten, meist ohne geschwollenen Arm
Bestrahlungsschaden: geschwollener Arm, die Lymphknoten können sehr groß werden

Da Sie geschrieben haben, dass ein Lymphknoten so groß wie ein Ei ist, würde ich davon ausgehen, dass die Ursache für die Lymphknotenschwellung in der Bestrahlung zu sehen ist, vor allem, wenn gleichzeitig der ganze Arm geschwollen ist.

Es ist aber nicht immer einfach, beides auseinander zu halten und es kann natürlich auch sein, dass beide Probleme gleichzeitig vorliegen.

Wenn ich Sie richtig verstanden habe, ging es Ihnen vor allem darum, vorab einzuschätzen, was die Chemo bringt und ob man den Erfolg nicht vorher irgendwie austesten könnte.

Der Erfolg der Chemo hängt aber nicht nur davon ab, welche Substanzen man in welcher Dosierung einsetzt (große / kleine bzw starke/schwache Chemo), sondern vor allem auch davon, wo die Hauptursache der Schwellung liegt. Metastasen lassen sich eher gut, Bestrahlungsknoten eher schlecht beeinflussen.

Da ich wie gesagt bei Ihrer Schilderung von Bestrahlungsknoten ausgehe, bin ich skeptisch was den Erfolg einer Chemo betrifft, egal was in welcher Dosierung infundiert wird. Das wollte ich Ihnen vermitteln.

Ich halte daher auch Ihre Skepsis für sehr berechtigt und das sollten Sie auch im Aufklärungsgespräch mit Ihrem Arzt deutlich ansprechen.

Hilft Ihnen das? Sonst fragen Sie bitte nach oder lassen Sie uns telefonieren - ohne Mehrkosten für Sie

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Schaaf

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Da ja ein Axilarer Knoten bereits letztes Jahr zusammen mit dem Tumor in der Schulter zusammen bestrahlt wurde, die Bestrahlung aber leider nur beim Lymphknoten erfolgreich war und das Lymphödem ein Jahr später auftrat gehe ich hierbei von bestrahlungsschaden aus. Bei den jetzigen geschwollenen wurde ja keine Bestrahlung vorgenommen. Daher gehe ich hier von Metastasen aus. Kann man vorher testen ob eine kleine Chemo hier überhaupt wirksam wäre? Soviel ich weiß gibt es solche Tests bei Brustkrebs.
Experte:  Dr. Schaaf hat geantwortet vor 1 Jahr.

Bei Brustkrebs gibt es sehr viele Untertypen, die unterschiedlich auf verschiedene Therapieregime ansprechen. Das dürfte auf Ihren Tumor nicht zutreffen, so dass ich nicht davon ausgehe, dass man die Wirkung im voraus effektiv testen kann.