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webpsychiater
webpsychiater, Arzt
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 1482
Erfahrung:  Oberarzt für Psychosomatik mit langjähriger Erfahrung im Bereich Innerer Medizin, Schlafmedizin sowie ADHS/ ADS. Facharzt für Psychiatrie u. Psychotherapie
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webpsychiater ist jetzt online.

Ich habe Panikattacken vor meinem 60.Geburtstag und dem Wissen

Kundenfrage

ich habe Panikattacken vor meinem 60.Geburtstag und dem Wissen dass ich nun alt bin und das leben zu ende geht. meine attacken äußern sich in starke unruhe, zittern.
was kann ich dagegen tun
Gepostet: vor 1 Jahr.
Kategorie: Medizin
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 1 Jahr.
Guten Morgen !
Herzlichen Dank, dass Sie sich an Justanswer wenden. Ich arbeite als Ltd Oberarzt einer Psychosomatischen Fachklinik für Depressionen und Angststörungen. Gerade "ältere" Patientinnen können nach unserer Erfahrung gut von einer kombinierten Psychotherapie, Aktivierung über Bewegung und Entspannungsverfahren und auch Medikation profitieren.
Wie "alt" sind Sie denn jetzt ?
Grundsätzlich müsste man genauer diagnostisch unterscheiden, ob Sie unter einer Panikstörung oder aber eher einer Generalisierten Angststörung leiden.
Natürlich kann die Angst vor dem Tod eine Rolle spielen. Davon darf man sich aber die Lebensqualität im Hier und Jetzt nicht kaputt machen lassen. Kennzeichen einer Angststörung ist ja die Vermeidung, d.h. bedingt durch die innere Anspannung und körperlichen Symptome wie Zittern, Schwindel, Atemnot oder Schweissausbrüche schränkt man seinen Aktivitätsradius immer weiter ein.
In einer Therapie würde man einerseits zunächst eine Erklärung erarbeiten, was mit Ihnen genau los ist. Ausgehend von diesem Störungsmodell der Angst würde man dann eine Anleitung zur korrekteren Selbstbeobachtung beginnen und Gedanken, Gefühle, körperliche Reaktionen und Verhalten protokollieren. Daraus würden dann Übungen entwickelt werden, dass Sie wieder mehr Aktivitäten in den Alltag integrieren und ein Entspannungsverfahren wie Progressive Muskelentspannung erlernen.
Darauf baut dann eine sog. Exposition auf, d.h. Situationen mit Angst werden gezielt aufgesucht bzw. ausgelöst und Sie würden die Erfahrung machen, dass Sie die Angst bewältigen können.
Themen wie der Rollenwechsel im Alter würden dann begleitend psychotherapeutisch im Gespräch geklärt.
Häufig ist begleitend eine Medikation sinnvoll. Lavendel reicht den meisten Patientinnen leider nicht. Hier wäre eher eine Behandlung mit Antidepressiva, die man auch zur Angstbehandlung einsetzt, angezeigt. Psychiater setzen hier häufig SSRI-Antidepressiva wie Cipralex ein. Hausärzte eher Medikamente wie Opipramol .
So oder so : Es gibt eine gute Möglichkeit zur Behandlung und Verbesserung der Lebensqualität
Gute Besserung
Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
am 27.1. werde ich 60 Jahre. Sie haben vollkommen recht, dass ich durch diese Attacken gelähmt bin, nur wenn ich in der Arbeit bin wird es besser weil ich da abgelenkt bin. Wie finde ich eine gute psychologische Betreuung?
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 1 Jahr.
Nun sind 60 Jahre ja wirklich kein "Alter". Eher muss man überlegen, WAS Sie wirklich blockiert und daran hindert, Selbstkontrolle und Aktivitäten in Angriff zu nehmen.
Einen guten psychologischen oder ärztlichen Psychotherapeuten kann entweder der Hausarzt empfehlen oder auch Ihre Krankenkasse. Sie würden zunächst sog. probatorische Gespräche erhalten, wo geschaut wird, ob Sie Vertrauen zur Psychologin oder Psychologen aufbauen können und die Chemie passt.
Dann würde ein Antrag auf Kostenübernahme bei der Krankenkasse gestellt werden, so dass die Kosten von der Kasse übernommen wird.
Leider kann es einige Monate dauern, bis man einen Therapieplatz bekommt.
Im Einzelfall könnte auch eine stationäre Reha über die Rentenversicherung sinnvoll sein, um überhaupt einen Start für die Bewältigung zu finden. Das würde über einen Antrag des Hausarztes bei der Rentenversicherung möglich sein.