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webpsychiater
webpsychiater, Arzt
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 1563
Erfahrung:  Oberarzt für Psychosomatik mit langjähriger Erfahrung im Bereich Innerer Medizin, Schlafmedizin sowie ADHS/ ADS. Facharzt für Psychiatrie u. Psychotherapie
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Ich habe seit ca. einem halbe Jahr einen Linksschenkelblock.

Beantwortete Frage:

Ich habe seit ca. einem halbe Jahr einen Linksschenkelblock. Kardiologisch ist alles abgeklärt, Herz ist gesund.
Ich habe auch seit 10 Jahre keine Schilddrüse mehr. Immer wieder zur Winterzeit habe ich Probleme mit der Schilddrüse, bzw. mit den Tabletten. Ich habe ständig Herzstolpern und Anflutungsprobleme. Nach Einnahme der Tablette (Euthyrox 88) habe ich ca. 3 bis 4 Stunden später die Probleme mit den Extraschlägen. Das geht dann den ganzen Vormittag so weiter und lässt dann gegen Nachmittag nach. Ich kann aufgrund dieser Beschwerden mich nur schwer auf meine Arbeit konzentrieren.
Nehme ich zuviel ein, kann ich die Dosis reduzieren und vielleicht später wieder etwas erhöhen. Es macht mich fertig und psychisch depressiv.
Gepostet: vor 1 Jahr.
Kategorie: Medizin
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 1 Jahr.
Guten Tag
Könnte das Problem auch anders herum gelagert sein ?
Könnte es nicht sein, dass Sie jahreszeitlich eine Depression im Sinne einer saisonalen affektiven Störung haben und dann im Winter bzw. in der Dunklen Jahreszeit zu mehr Problemen mit Ängsten und Depressionen haben.
Es wäre zumindest ungewöhnlich, dass die endokrinologische Stoffwechsellage jahreseztilichen Schwankungen unterworfen wäre.
Die Schilddrüsenmedikation sollte man jedenfalls nicht nach Stimmung und Verfassung ändern !
Haben Sie denn eine Lichttherapie für Ihre Depressionen ?
Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Sicherlich fühle ich mich im Winter nicht so toll. Das geht sicher den meisten Menschen so. Aber das hat nichts mit dem Herzstolpern zu tun. Es ist so, dass ich nach ca. 4 Stunden der Einnahme der Tablette mit Herzstolpern zu tun habe. Das ändert sich am Nachmittag, wenn der Wirkstoff etwas nachlässt. Sie können mir glauben, dass meine depressiven Verstimmungen mit der Schilddrüse zusammenhängen. Nach 10 Jahren leben ohne Schilddrüse hat man schon einige Erfahrung. Ich habe meine Frage auch im Bereich Endokrinologie gestellt. Es ist sogar wissenschaftlich erwiesen, dass Schilddrüsenpatienten jahreszeitliche Schwankungen haben.
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 1 Jahr.
Daran zweifele ich natürlich auch nicht. Ich wollte nur auf den beiderseitigen Zusammenhang hinweisen bzw. darauf, dass es ungünstig ist die Schilddrüsenmedikation nun nach solchen Faktoren zu grob zu ändern.
Es soll ja eine Grundregulation über den TSH-Wert erfolgen, der gerade jeden Tag gleich eingenommen werden sollte.
Natürlich gibt es Unterschiede in der sog. Chronobiologie, speziell auch in Hinblick auf hormonelle Faktoren. Zumindest in aller Regel wird man aber dann nicht die Schilddrüsenmedikation verändern, sondern die äußeren Faktoren mit beeinflussen, die eine Rolle spielen.
Wenn Sie einen Zusammenhang zwischen der Einnahme von Euthyrox und dem "Anfluten" nach 3 bis 4 h vermuten, haben Sie dann andere Präparate ausprobiert ? ist also das Problem auch bei anderen Medikamenten so reproduzierbar ?
Die Zielsetzung der Schilddrüsenmedikation ist ja gerade nicht, dass ein Nachlassen der Wirkung auftritt, sondern die Regulation der Schilddrüseneinstellung beeinflusst wird.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Ich habe vorher L_Thyroxin genommen, da war es noch schlimmer, da die Bioverfügbarkeit hier noch schneller ist, als bei Euthyrox. Es ist aber doch so, dass eine Dosierung eines Medikaments nicht ein Leben lang gleich bleiben kann, da sich der Mensch auch verändert. Wichtig sind sicherlich die Blutwerte, aber das kann kein Standard sein, da an erste Stelle mein
Wohlgefühl stehen muss. Das richtet sich nicht immer nach Normbereichen. Ich muss mich wohlfühlen! Ich habe kein Schilddrüsenkrebs gehabt , so dass meine Werte TSH durchaus auch über 1,00 sein dürfen. Ich will auch nur wissen, ob das Herzstolpern, bei einer angepassten Dosierung aufhört? Meine Psyche ist sonst in Ordnung.
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 1 Jahr.
Sie haben ja schon mehrere Fragen an unterschiedliche Kolleginnen bei Justanswer geschrieben bzw. Antworten erhalten.
Bei der gutartigen Ursache der Op würde man den Wohlfühlbereich zwischen 0,3 und 3 für den TSH erlauben bzw. einstellen.
Wichtig ist nur, dass man nicht TÄGLICH bzw. nach der individuellen Verfassung die Einnahme der Medikation ändert. Sondern eben jeden Morgen nach der Absprache mit den Ärzten nüchtern die Medikation einnimmt, ggf. aber über den Tag verteilt, wenn es zu Unverträglichkeiten bzw. Unruhe bei zu hoher Dosis kommt.
Für mich stellt sich halt die Frage, ob wirklich die Stellgrösse die Medikamentendosis der Schilddrüsenmedikation ist.
Haben Sie mal die Aufteilung der Dosis auf eine Morgen- und Nachtmittagsdosis ausprobiert ?
Natürlich können Sie mit ihrer Ärztin eine andere Einstellung absprechen. Sie haben aber nach meiner Auffassung eben in den letzten Jahren sehr unterschiedliche Dosierungen und Präparate und damit auch unterschiedlichen TSH-Werte ausprobiert. Und offenbar immer noch Beschwerden.
Herzstolpern bzw. Depressivität sind sehr sehr komplexe Dinge. Und Sie haben die Erfahrung jetzt gemacht, dass das Herzstolpern eben bei sehr unterschiedlichen Dosierungen NICHT aufhört. Dazu gibt es allein hier bei Justanswer über mehrere Monate ja ihre eigenen Berichte, die jeweils eine sehr unterschiedliche Dosierung der Medikation, aber anhaltend das Symptom Herzrstolpern schildern. Daher würde ich NICHT davon ausgehen, dass es eine ideale Medikation gibt, die das Herzproblem ändert.
Natürlich steht es ausser Frage, dass Schilddrüsenprobleme auch zu Herzstolpern führen können. Aber das heisst eben nicht, dass man immer über diesen Zugang das Herzstolpern beseitigen kann !
Pragmatisch hätte ich als Ihr Arzt Ihnen einen Therapieversuch mit Lichttherapie empfohlen. Weil Licht eben über die Zirbeldrüse ganz erhebliche Einflüsse auf die Regulation von Körpervorgängen und Hormonen hat.
Dann hätte ich geschaut, was genau die Faktoren für das Herzstolpern ausmacht.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Mittlerweile kenne ich einige Schilddrüsenpatienten, die alle ähnliche Probleme haben. In den Jahren ihrer Medikation auch verschiedene Medikamente genommen haben und zu unterschiedlichen Problemen neigen, wie Schlaflosigkeit, Depressionen, Herzrasen etc. Das Problem bei den Tabletten ist, dass es hier keine Tabletten gibt, die den Wirkstoff langsam freisetzten. Man wird in kurzer Zeit mit viel Hormon überflutet, welches sich dann über Tag langsam abbaut. Einige nehmen sogar unterschiedliche Tablettenstärken über die Woche verteilt.
Das nächste Problem ist, dass die Tablette nüchtern genommen werden muss. Sicher wäre es einfacher, wenn ich morgens
eine halbe Tablette nehmen könnte und dann später noch einmal am Nachmittag. Aber dazu gehört sehr viel Disziplin, weil mindestens 4 Stunden nichts gegessen werden darf. Soll nicht heißen, dass ich undiszipliniert wäre, aber die Umstände lassen es nicht immer zu, dass man so leben kann. Verschiedene Arbeitszeiten.Sie raten mir hier, ich solle die Tablette aufteilen, das sehe ich doch richtig. Also könnte ich morgens eine Hälfte nehmen und auch spät am Abend?
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 1 Jahr.
Zumindest wäre das Aufteilen ein Versuch.
Man muss ja unterscheiden, ob Jemand noch eine Schilddrüse hat oder nicht.
Wenn ich Sie richtig verstanden habe, haben Sie kein Restgewebe mehr.
Dann entfällt ja eigentlich auch das Problem, dass jahreszeitlich der Schilddrüsenwert bzw. die Regulation ändert. Die Einstellung wird ja ausschliesslich von AUSSEN über die Gabe des Hormons gemacht.
Natürlich ist es aber so, dass Mensch sich eben ändert bzw auch in Abhängigkeit von äußeren Faktoren und Anforderungen dann unterschiedliche Regulationen notwendig wären. Diese sonst natürlich ablaufende Regulation der TSH-Werte entfällt eben bei Ihnen.
Ich teile Ihre Erfahrung, dass da viele Patientinnen Probleme haben und man sich manchmal sowas wie ein Retard für diesen speziellen Fall wünschen würde. Wir reden hier eben über den Ersatz = Substitution der Schilddrüsenfunktion bzw. der Freisetzung. Nicht mehr über die Regulation der natürlichen Schilddrüsenfunktion.
Das sind zwei unterschiedliche Dinge.
Die Aufteilung wäre zumindest ein pragmatischer Versuch, wenn Sie über diese Form von Nebenwirkungen klagen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Bei gleicher Einnahme der Tablette kommt es auch zu unterschiedlichen TSH Werten. Gehe ich früh morgens zu Blutentnahme nach Einnahme der Tablette, so habe ich einen sehr niedrigen TSH Wert. Gehe ich erst am Nachmittag, habe ich einen höheren TSH Wert. Hier sind schon tägliche Schwankungen vorhanden, so dass der Arzt meint, mein TSH ist in Ordnung. Ich werde die Tablette aufteilen und so versuchen, die Sache in den Griff zu bekommen.
Ihre Lichttherapie ist sicherlich eine gute Sache, habe bereits in meinem Bad eine Tageslichtlampe, aber das ist sicherlich nichts im Vergleich zur Sonne und dem Licht draußen.
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 1 Jahr.
Zum Thema Lichttherapie :
Eine Tageslichtlampe ist eine völlig andere Grössenordnung. Ich spreche von einer Lampe mit 10000 Lux, die man sich entweder auf den Schreibtisch stellt und / oder vor die man sich 30 min am Tag (möglichst morgens) setzt.
Eine Tageslichtlampe ist viel viel niedriger in der Stärke.
Ich habe gerade bei Patienten mit endokrinologischen Problemen in unserer Reha erstaunliche Ergebnisse gesehen. Und bei Ihnen ist ja offenbar eine saisonale Störung bekannt.
Natürlich kann es zu den Schwankungen kommen, da ja die natürliche Regulation des Wertes ausser Kraft gesetzt wurde. Mir ist halt nur aufgefallen, dass Sie bereits 2012 bei Justanswer unter sehr unterschiedlichen Dosierungen die gleichen Probleme geschildert haben, dann u.a. 2014 nochmal. Das spricht einfach dagegen, dass es nun einen Optimumwert gibt.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Sie sprechen die Jahre 2012 und 2014 an. In diesen Jahren hatte ich sehr viel persönlichen Stress, der mir zugesetzt hat. In diesen Stresssituationen hatte ich die genannten Probleme. Auch hier war es so, dass ich in dieser Zeit sehr schnell auf die Medikation der Tablette reagiert habe. Die Anflutung war kaum zu ertragen. Mein damaliger TSH Wert war dramatisch schlecht, da ich Euthyrox 125 genommen habe und einen TSH Wert von 0,03 hatte. Ich habe danach etwa ein dreiviertel Jahr gebraucht, um mich davon zu erholen. (Panikattacken, Depressionen) Deshalb habe ich verständlicher Weise Angst mal wieder in eine solche Situation zu geraten.
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 1 Jahr.
Na ja. Sie hatten laut den Fragen bei Justanswer sehr unterschiedliche Werte zwischen 0,3 und 1 und auch mal 2,3 und sehr unterschiedliche Dosierungen vom Schilddrüsenhormon von 88 bis 125 ug .
Ich sehe ja auch das Problem., dass es teilweise auch die Angst vor der erneuten Verschlechterung ist. Weniger die Schilddrüseneinstellung selber.
Was nicht bedeuten soll, dass man jeweils die Schilddrüsenmedikation anpassen sollte. Aber eben nicht ständig bzw. von Tag zu Tag.
webpsychiater und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Ich ändere die Medikation nicht von Tag zu Tag. Ich nehme weiterhin 88 ug. Ich werde jetzt aufteilen, aufs Frühjahr warten und hoffen das der Biorhythmus dann wieder besser wird. Danke für Ihre Zeit