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webpsychiater
webpsychiater, Arzt
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 1504
Erfahrung:  Oberarzt für Psychosomatik mit langjähriger Erfahrung im Bereich Innerer Medizin, Schlafmedizin sowie ADHS/ ADS. Facharzt für Psychiatrie u. Psychotherapie
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webpsychiater ist jetzt online.

Hallo mein Name ist Lars, ich bin 25 Jahre alt und habe seid

Beantwortete Frage:

Hallo mein Name ist Lars, ich bin 25 Jahre alt und habe seid einigen Jahren Probleme mit so etwas wie einer angststörung.
Anfangs war es ab und zu und im Laufe der Zeit wurde es so schlimm das ich eine Angst entwickelt habe das ich nicht mit anderen Menschen in Kontakt treten möchte. Wenn ich dran denke das diese Spastiken am ganzen Körper wieder auftreten können wenn mich jemand beobachtet wird es umso schlimmer.
Merkwürdig ist nur daran das ich das Problem am stärksten habe wenn ich am Vortag getrunken habe, im schlimmsten Fall dann noch Kaffee beim Kater trinke. Bitte tut das nicht als Alkoholismus ab wie alle anderen. Ich trinke nicht viel und schon garnicht regelmäßig. Aber ich muss das mit erklären mit dem Alkohol weil das wirklich die schlimmsten Zitteranfälle sind die ich dann bekomme. Ich versteh das alles nicht und weiß nicht an wenn ich mich wenden soll, alle tun es so ab als müsse ich nur ein bisschen auf mich achten aber das ich seid gut einem halben Jahr mein Leben danach richten muss wann und wo ich einkaufe als Beispiel, interessiert niemanden.
Hat vielleicht hier einer eine Idee was das sein könnte? Wenn das so weiter geht werde ich Maßnahmen ergreifen die das beenden, das ist unerträglich.
Mfg
Gepostet: vor 1 Jahr.
Kategorie: Medizin
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 1 Jahr.
Steht dabei für Sie das Zittern bzw die Verkrampfung leidensmässig im Vordergrund oder die Angst und Sorge,dass dies auffällig oder peinlich sein könnte?
Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
In erster Linie ist es das starke zittern, es gibt auch Situationen wo ich mich total wohl gefühlt habe und durch eine Nichtigkeit dreht aufeinmal alles durch und es fängt an. Ich kann das immer nur so erklären als wenn mein Körper Unmengen an Adrenalin freisetzt oder sowas in der Art.
Aber ja es ist deutlich schlimmer geworden seitdem ich Angst habe es könnte jemanden auffallen.
Aber gezittert habe ich schon lange, ich kann nicht sagen wann es begonnen hat. Ich weiß aber das es schonmal untersucht worden war als ich noch in der Schule war aber es kam nichts bei raus.
Im Moment ist es so ausgeprägt, an schlimmen Tagen schlägt mein Herz Extreme als wenn es explodieren würde, das Zittern beginnt und das Bis dahin das mir im schlimmen Fall davon so schwindelig wird das ich denke ich werde ohnmächtig.
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 1 Jahr.

Guten Morgen nochmals...

So aus der Schilderung würde ich eine sog. Soziale Phobie, d.h. eine Soziale Angststörung als Ursache vermuten.

Das betrifft häufig Menschen mit einem besonders empfindsamen vegetativen Nervensystem, die heftiger auf Stress reagieren. Besonders soziale Situationen in Gruppen bzw. in Mittelpunktsituationen, mit Anforderungen an Kommunikation oder sonstiger Aufmerksamkeit sind hier schwierig.

Aus welchen Gründen auch immer erstmals das Zittern bzw. die Verkrampfung auftetreten ist. Das mag ein ganz normaler Tremor gewesen sein, wie ihn viele junge Menschen mal habne. In der Folge beobachtet das Gehirn eigentlich normale Symptome der Anspannung in solchen Gruppensituationen und befürchtet, das die Symptome nochmals oder stärker auftreten.

Das führt aber zu Gedanken der Angst und Unwohlsein, was wiederum das vegetative Nervensystem triggert. Es kommt zu Herzrasen, Schwindel, Schwitzen, Anspannung und Verkrampfungen. Es entsteht also eine Art Teufelskreis.

Hier kann in aller Regel eine Kombination von Körpertherapie, Verhaltenstherapie beim Psychologen und seltener auch Medikation helfen.

Alkohol bzw. Koffein hat kurzzeitig eine Wirkung auf das vegetative Nervensystem, verschlimmbessert aber natürlich nur die Probleme. Langfristig ist natürlich gerade Alkohol (und bestimmte angstlösende Substanzen wie Cannabis bzw. Benzodiazepine) ziemlich gefährlich, da die Selbstmedikation schnell in eine Abhängigkeit übergehen kann. Noch klingt es nicht danach.

Fazit : Es ist eine Angststörung (vor Blammage bzw. Mittelpunktsituationen), die man gut behandeln kann

Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 1 Jahr.
Unser System meldet, dass Sie och Rückfragen haben bzw noch nicht glücklich sind. Können Sie das präziser sagen, was noch fehlt ? Mich wuerde interessieren, ob in der Kindheit ADHS oder hyperaktives Verhalten auffällig war
Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Hallo, ich dachte es wäre nur auf eine Frage begrenz da ich den Button mit antworten nicht gesehen habe.
Es klingt plausibel was sie sagten und ich hatte mir sowas gedacht das eine Sozialphobie daraus entstanden ist aber das Zittern muss ja irgendwo herkommen, ich zittere auch wenn ich alleine bin und das kann doch dann grundlegend keine Sozialphobie sein oder täusche ich mich da?
Allerdings glaube ich auch das solch eine Phobie daraus entstanden ist und die Sache verschlimmert hat. Da ich aber auch ohne Phobie zitter bringt mir doch auch keine Therapie was oder? Und ich habe schon als Kind gezittert und da hatte ich keine Angst vor Menschen, ganz im Gegenteil.
Ich weiß nicht ob ich ADHS hatte, zumindest wurde so etwas nie untersucht, als ich etwa 13 war, hat meine Mutter das untersuchen wollen wo das Zittern her kommt aber es wurde auf die Schilddrüse geschlossen. Dem war aber nicht so und dann wurde das Thema wieder unter den Teppich gekehrt.
Und wenn ich mal eine doofe Frage stellen darf, wie sieht es mit Behandlungen aus die die Krankenkasse bezahlt? Gibt es soetwas? Weil ich ehrlich gesagt nicht in der Lage wäre mir je eine Therapie zu leisten.
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 1 Jahr.

Woher das Zittern ursprünglich mal "kam" ist verdammt schwer zu sagen. Ein schlechter Traum, Herzrasen einer supraventrikulären Tachykardie, zuviel Cola oder eine Panikattacke. Solche Zitterauslöser sind vielfältig und praktisch nie zu identifizieren.

Eine Soziale Phobie ist ja erstmal nur ein Schlagwort. Selbstredend kann die Angst auch allein auftreten. Häufig ist es auch eher eine Art "Angst vor der Angst". Also tritt das Zittern oder die Angstsymptomatik gar nicht in den sozialen Situationen auf, sondern mein vermeidet diese Situationen aufzusuchen. Das kann wegen Zittern, aber auch beispielsweise wegen ständigen Durchfällen oder Angst vor Einnässen passieren.

Ich musste an ADHS denken, weil ich mich halt viel damit beschäftige und viele meiner Patienten starke Anspannung und Ängste haben. Die Schilddrüse macht ja weniger anfallsmässig solche Probleme

Selbstverständlich bezahlt die Kasse eine Diagnostik und Behandlungen. Zumindest bei den Psychiatern und Fachärzten für Psychotherapeutische Medizin und den ärztlichen wie psychologischen Psychotherapeuten. Das Problem ist eher, einen Termin da zu bekommen.

Sie können hier solange Nachfragen stellen, bis Sie zufrieden sind (es wäre dann nur fair, wenn Sie am Ende eine freundliche Bewertung abgeben :-) )

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Ja das verstehe ich das der Auslöser schwer zu finden ist, ist ja auch nicht mein Hauptinteresse. Ich möchte wirklich nur wie ein normaler Mensch leben und nicht wenn ich mal 2 Bier mit einem Kollegen trinke, 3 Tage mich im Haus verschließen weil ich auf meinen Körper nicht klar komme oder er mit mir. Wie gesagt das bestimmt nun schon zu lange mein Leben und ich suche nur eine Lösung die den Spuk beendet. Ich würde lieber mein lebenslang Antidepressiva schlucken als so zu leben, das nur als Beispiel.
Mit dem ADHS kann ich Ihnen leider nicht weiter helfen, ich wüsste zumindest nicht das ich sowas hatte oder habe.
Wenn es sowas in der Richtung ist wie sie vermuten, was kann ich den zunächst ohne eine Therapie dagegen machen? Ich kann mich ja nicht einsperren. Und wenn die eine Therapie bezahlen, wie funktioniert das, also zu welchem Arzt müsste ich zuerst? Es ist ja nicht so das ich das nie angesprochen hätte aber kein Arzt hilft, alle machen ein dummes Gesicht, machen ein paar Tests und sagen mir dann mir fehlt nichts.
Und wenn ich mal fragen kann, hilft so was wie Valium oder ähnliches nicht vielleicht in solchen Fällen? Es muss doch was geben was meinen Körper ruhig hält.
Ja die Bewertung war auch nicht böse gemeint, ich dachte die Diagnose wäre es jetzt und das mit der Bewertung "ich habe noch fragen" war nur ehrlich. Ich möchte Ihnen mit Sicherheit keine gute Beurteilung verwähren.
Oder brauchen sie die Beurteilung wegen dem Geld? Weil mir wird es eh abgezogen, dann gebe ich Ihnen natürlich eine gute Bewertung. Ist nur fair das sie entlohnt werden wenn sie sich die Zeit für mich nehmen.
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 1 Jahr.

Aus meiner Sicht wären Sie eigentlich sehr gut in einer Psychosomatischen Klinik für Junge Erwachsene aufgehoben (Beispielsweise in Bad Bramstedt in den Schön-Kliniken). Einerseits, damit man Ihnen diagnostisch genauer auf die Schliche kommt. Aber besonders, weil das halt Gruppentherapien sind und sie damit ständig Übungssituationen und Belastungssituationen hätten.

Der formal richtige Schritt wäre aber, über den Hausarzt nach Möglichkeiten einer ambulanten Psychotherapie zu suchen. Ihr Hausarzt sollte eine Liste von Psychologen haben, die Verhaltenstherapie anbieten. Wenn er Sie da nicht unterstützt, könnte das auch ihre Krankenkasse oder aber die sog. Kassenärztliche Vereinigung (steht auch im Telefonbuch).

Sie müssten dann die Therapeuten durchtelefonieren und viel Frustrationstoleranz aufbringen, da die Wartezeiten lang sind.

Alternativ könnte man über eine Tagesklinik nachdenken. Da würden sie tagsüber behandelt, nachmittags und am Wochenende wären Sie zu Haus.

Finger weg von Valium. Das macht abhängig. Und es gilt letztlich auch für andere Medikamente gegen die Angst. Wenn überhaupt könnte man mit Antidepressiva wie Citalopram oder Escitalopram, ggf Venlalfaxin etc etwas gegen die Angst tun.

Die Idee ist nicht, ihren Körper medikamentös ruhig zu stellen (es sei denn, sie haben ADHS, dann müsste man sie aber auch nicht mit Beruhigungsmitteln sondern sogar "Aufputschmitteln" behandeln).

Zur Bezahlung : Natürlich freue ich mich über eine Bezahlung. Eine freundliche Bewertung führt eben dazu, dass ich meinen Anteil aus dem bereits eingezahlten Guthaben bekomme. Andererseits gilt bei mir bzw. Justanswer : Wenn die Beratung Mist ist und nicht hilft, erstatten wir lieber ganz das Geld zurück als unzufriedene Leute zu haben !

webpsychiater und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.