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docexpert1
docexpert1, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 923
Erfahrung:  Facharzt für Innere Medizin, langjährige Erfahrung in eigener Praxis, Diabetologie,Rheumatologie,Kardiologie,HNO,Derma
76282548
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docexpert1 ist jetzt online.

Festgestellte Mononukleoseserologie

Kundenfrage

Hallo, ich bin 23, ich hatte vor 3 Monaten die ersten Beschwerden (Halsschnerzen, Fieber, Müdigkeit), ich ging zum Arzt und es wurde auf Mononukleose getestet, die Werte deuteten auf eine zurückliegende Erkrankung hin. Die Leberwerte waren erhöht GOT 73, GPT 117, gammaGT 23, LDH 233, CRP 3.4. Es wurde regelmäßig kontrolliert und die Leberwerte wurden schlechter. Nach nun fast 3 Monaten GOT 101, GPT 163, gammaGT 27, CRP 7.4. Der Ultraschall von Leber und Milz war unauffällig. Ich habe noch immer Fieber, bin schlapp und müde. Außerdem habe ich Bauchschmerzen, habe häufig Sodbrennen und mir ist oft schlecht. Auch habe ich mehrmals am Tag Durchfälle. Nun soll eine Darmspiegelung gemacht werden, weil die Leberwerte noch schlechter geworden sind und nun auch Entzündungswerte gefunden wurden. Muss ich mir Sorgen machen das es eine ernstere Erkrankung ist, oder könnte es etwas psychisches sein?

Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  docexpert1 hat geantwortet vor 2 Jahren.

Willkommen auf just answer.

Es sollte unbedingt noch auf Hepatitis (Leberentzündung) getestet werden ( Anti-Hbc,HBsAg, Anti-HCV, Anti-HAV).

Könnten Sie mir ergänzend noch die genauen Laborergebnisse mitteilen mit denen die Mononukleose diagnostiziert wurde?

Waren Sie in der letzten Zeit im Ausland?

Wurde eine Stuhluntersuchung auf Krankheitserreger (Salmonellen,Yersinien, Campylobacter…) vorgenommen?

An eine psychische Ursache würde ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht denken.

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

EBV-Anti-VCA-IgG i.S. (CLIA) >750.0 Bewertung: Positiv
EBV-Anti-VCA-IgM i.S. (CLIA)<10.0 Bewertung: Negativ
EBV-Anti-EBNA-1-IgG i.S. (CLIA) 330.0 Bewertung: Positiv

Es wurde auf verschiedene Hepatitisformen getestet und alles war negative, weshalb meine Hausärztin mich dann zum Gastrologen schickte.

Eine Stuhluntersuchung wurde nicht gemacht.

Meine Chefin hatte das psychische angesprochen, da ich vor 1,5 Jahren durch einen Unfall meinen Vater verloren habe, mit dem ich eine extreme enge Beziehung hatte und auch zuvor viele Schiksalsschläge meine Familie heimgesucht haben.

Experte:  docexpert1 hat geantwortet vor 2 Jahren.
Danke ***** ***** weiteren Informationen.
Wie Sie schon schrieben deutet die vor 3 Monaten festgestellte Mononukleoseserologie auf eine zurückliegende Mononukleose hin. Diese muss aufgrund des positiven EBNA mindestens 3 Monate vor der Laboruntersuchung gewesen sein kommt also für die Leberwerterhöhung nicht mehr in Betracht.
Gut, dass eine Hepatitis ausgeschlossen wurde.
Zu denken ist noch an eine Medikamentennebenwirkung. Nehmen Sie Medikamente z.B. die "Pille"?
Weiterhin ist an einen sogenannten Morbus Wiipple zu denken. Hierum und um die Stuhluntersuchung wird sich dann der Gastroenterologie kümmern.
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Ich war längere Zeit krank geschrieben und habe auch Diät gehalten... d.h. wenig Fett (wischen 30 und 40 gramm am Tag), wenig Zucker und maximal 2000 Kalorien am Tag.

Medikamente nehme ich keine außer L-Tyroxin und ein Vitamin D Päparat, da ich eine Schilddrüsenunterfunktion und eine Nebenschildrüsenüberfunktion habe. Schmerzmittel (Ibuprofen) habe ich zuletzt Ende Februar genommen und behandle sonst Schmerzen ersteinmal homöopatisch mit Traumheel.

Ich gehe seit 2.5 Wochen wieder arbeiten und bin noch erschöpfter als zuvor, obwohl ich den ganzen Tag nur im Büro sitze und momentan nicht all zu viel zu tun habe.

Gewicht habe ich keines verloren, was meines Wissens nach aber doch eines der häufigsten Symptome für die meißten Darmkrankheiten ist, oder?

Experte:  docexpert1 hat geantwortet vor 2 Jahren.
Vielen Dank ***** ***** weiteren Informationen.
Vorausgesetzt Sie haben sich da nicht verschrieben muss man sagen, dass Vitamin D Gabe bei Nebenschilddrüsenüberfunktion nicht gegeben werden darf, da es zu erhöhten Calciumspiegeln kommen kann, die einen Teil Ihrer Symptome erklären könnte.
Weiter unklar und unbedingt abklärungsbedürftig bleibt die Erhöhung der Leberwerte. An Medikamenten liegt es bei Ihnen offensichtlich nicht. Es bleiben seltene Ursachen, wie Autoimmunerkrankungen und Speicherkrankheiten. Dies wird der Gastroenterologe abklären. Wurde auch eine Magenspiegelung diskutiert? Diese wäre wegen Sodbrennen, Übelkeit und auch wegen des M.Whipple wichtig.
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Ich habe mich nicht verschrieben. Ich bekam von einem Nephrologen vor ca 2 Jahren verordnet täglich 1000mg Vigantoletten zu nehmen mit der Erklärung ich hätte eine Nebenschildrüsenüberfunktion und aufgrund dessen einen Vitamin D Mangel.

Nein, über eine Magenspiegelung wurde nicht gesprochen sondern nur über eine Darmspiegelung wegen meiner häufigen und anhaltenden Durchfälle.

Ist die von Ihnen erwähnte Krankheit auch mit der Darmspiegelung zu diagnostizieren?

Experte:  docexpert1 hat geantwortet vor 2 Jahren.
Danke ***** ***** Nachricht.
Bitte lassen aber in jedem Fall den Calciumspiegel im Blut kontrollieren, falls das noch nicht geschehen ist.
Den M.Whipple kann man nur mit einer Magenspiegelung diagnostizieren (Probenentnahme aus dem Zwölffingerdarm!). Man kann die Untersuchung sehr gut in einer Sitzung zusammen mit Darmspiegelung durchführen.
Experte:  docexpert1 hat geantwortet vor 2 Jahren.
Haben sie noch weitere Fragen an mich?
Ich antworte gerne!
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Ist es aber wie bereits erwähnt nicht fast bei allen Darmkrankheiten wie auch Morbus whipple und anderen schwerwiegenderen Erkrankungen der Fall, das man an Gewicht verliert?

Könnte es auch etwas gynäkologischs sein? Ich habe auch schon seit längerem Zyklusstörungen (Perioden zwischen 1 und 6 Wochen mit 2 bis 8 Wochen Pause)

Experte:  docexpert1 hat geantwortet vor 2 Jahren.
Guten Abend
Nein , es ist nicht so, dass jede Darmkrankheit mit einem Gewichtsverlust einhergeht.
Dennoch ist ein nicht über Ernährungsumstellung erklärter Gewichtsverlust ganz allgemein kein gutes Zeichen. Gut, dass dies bei Ihnen nicht so ist, also von der Seite her kein Hinweis auf eine schwerwiegende Erkrankung.
Eine gynäkologische Erkrankung kann ich nicht mit Ihrem Beschwerdebild in Einklang bringen.

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