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Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 24622
Erfahrung:  Notfallmedizin,Psychosomatik,Innere- und Allgemeinmedizin
61885400
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Dr. Gehring ist jetzt online.

wegen zu hohen Blutdruck

Beantwortete Frage:

Hallo, Wegen einem zu hohen Blutdruck und zu hohem und unregelmäßigen Puls überwies der Hausarzt meine Frau nach einer Untersuchung und einer blutverdünnende Spritze am 25.10.2014 ins Krankenhaus. Die Diagnose im Krankenhaus und einer entsprechenden Behandlung soll sie auf die Einnahme von Marcumar eingestellt werden. Hierzu ist eine Darm- und Magenspiegelung vorgesehen, um sicher zu gehen, dass es bei der Einnahme von Marcumar zu keine Komplikationen kommt. Meine Tochter und ich möchten diese Belastung für meine 83 jährige Frau möglichst vermeiden. Meine Frau selbst ist sich unsicher und weis nicht, ob sie dies über sich ergehen lassen soll. Mir ist klar, dass eine Antwort von Ihnen nicht leicht ist. Uns ist auch bekannt, dass die Einnahme von Marcumar mit Nebenwirkung verbunden ist, Vielleicht können Sie uns dennoch eine Rat geben. Mit freundlichen Grüßen ***

Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 2 Jahren.
Guten Tag,
wahrscheinlich hat Ihre Frau Vorhofflimmern, und dann muss das Blut tatsächlich verdünnt werden (bzw. die Gerinnung muss gehemmt werden). Das kann man mit Marcumar machen oder neueren Gerinnungshemmern. ASS reicht leider nicht aus. Leider ist ohne Blutverdünnung die Gefahr eines Herzinfarktes oder Schlaganfalles zu groß.
Natürlich kann es unter Marcumar zu Blutungen im Magen- Darm- Trakt führen, wenn man dort Polypen hat oder Entzündungen. Dennoch ist eine Darmspiegelung zuvor nicht nötig, und tatsächlich sehr belastend. Man kann doch nach Ansetzen des Marcumars das Blut kontrollieren; eine Blutung würde durch Anämie auffallen (oder man macht Tests auf Blut im Stuhl, da sähe man sie auch!).
Krankenhäuser spiegeln einfach gern. Wenn es um meine Mutter ginge, würde ich darauf verzichten. Auf Marcumar aber nicht.
Ales Gute wünsche ich ihr!
Dr. Gehring und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sie haben meine Antwort gelesen. Ich habe gesehen, dass Sie sie noch einmal gestellt und von meinem jungen Kollegen eine etwas andere Antwort bekommen haben.
Bitte fragen Sie hier, wenn etwas unklar ist, ohne nehmen Sie mein Angebot für ein Telefonat an, dann erkläre ich Ihnen gerne mehr!
Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 2 Jahren.
Guten Tag,
Gern habe ich mich Ihres Problems angenommen und Ihre Frage fachgerecht beantwortet. Sie haben meine Antwort gelesen. Haben Sie noch eine Frage dazu? Dann stellen Sie sie mir bitte, denn natürlich schreibe ich auch gern mehr dazu. Falls nicht, wäre es nett, wenn Sie meinen Rat mit einer freundlichen Bewertung danken würden, denn nur dann erhalte ich eine anteilige Vergütung aus Ihrem Gutscheinguthaben für meine Hilfe.
Herzlichen Dank und alles Gute!
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Hallo,

inzwischen ist meine Frau seit dem 28.10.2014 wieder zu Hause. Das Krankenhaus empfahl nach ausreichenden Untersuchungen, dass meine Frau Marcumar als Blutverdünner zukünftig einnehmen sollte. Die Magenuntersuchung ergab, dass sie erst am 24.11.2014 mit Marcumar beginnen darf. Bis dahin soll sie Enoxaparin-Natrium in den Bauch spritzen. Der Hausarzt war nicht so überzeugt davon, dass Marcumar unbedingt nötig wäre. Eine zweite Meinung eines Arztes war jedoch, auf Marcumar einzuschwenken.

Meine Frau wurde durch die zwei unterschiedlichen Meinungen irritiert. Was meinen Sie dazu?

Mit freundlichen Grüßen

Alfred Szulczewski

Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 2 Jahren.
Das kommt darauf an, was Ihre Frau hat. Hat sie Vorhofflimmern?
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Hallo, Frau Dr. Höllering,

z.Z. geht es meiner Frau recht gut. Das Vorhofflimmern hatte man schnell in den Griff bekommen, dann jedoch begann eine umfangreiche Untersuchung meiner Frau. Hier stellte man fest, dass eine Magenentzündung (fleckig geröteter Schleimhaut und mehrere kleine Antrumerosionen) vorliegt. Daher soll die Einnahme von Marcumar erst Ende November 2014 erfolgen. Bis dahin spritzt sich meine Frau ab 29.10.2014 Enoxaparin-Natrium 2 x 40mg täglich. Des weiteren wurde bei den sehr umfangreiche Untersuchungen in der Klinik eine chronische Niereninsuffiziens festgestellt. Inwieweit diese Erkrankung sich im Zusammenhang mit der z.Z. laufenden Therapie auswirkt, ist wohl noch nicht zu erkennen!

Ob nun Marcumar, Falithrom oder Warfarin/Coumadin für die weitere Behandlung gut ist, haben wir immer noch nicht klären können. Sie Beführworten zwar die Einnahme von Marcumar aber da hatten Sie noch nicht die Information, dass eine chronische Niereninsuffiziens vorliegt.

Sehr störend bei Macumar ist wohl auch die ständige Blutkontrolle!

Wie ist nun Ihre Meinung dazu?

Mit freundlichen Grüßen

Alfred Szulczewski

Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 2 Jahren.
Bei einer chronischen Niereninsuffizienz ist man mit Marcumar (dasselbe wie Falithrom) besser als mit den moderneren Gerinnungshemmern versorgt. Diese erfordern eine bessere Nierenfunktion. Warfarin verwenden wir nicht, dazu kann ich nichts sagen, das wird eher in den USA verwandt.
Marcumar wie Warfarin erfordern beide regelmäßige Blutkontrollen. Aber die sind, wenn gut eingestellt, alle 3 bis 4 Wochen, das ist durchaus zu bewältigen.
Darum ziehe ich Marcumar vor. Alles Gute noch einmal.