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Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 24634
Erfahrung:  Notfallmedizin,Psychosomatik,Innere- und Allgemeinmedizin
61885400
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Dr. Gehring ist jetzt online.

Guten Tag, ich bin weiblich, 48 (seit kurzem in der Menopause)

Beantwortete Frage:

Guten Tag,
ich bin weiblich, 48 (seit kurzem in der Menopause) und mein Hausarzt hat auf meinen ausdrücklichen Wunsch ein Blutbild mit Rheumafaktoren geordert. Grund meiner Anfrage waren monatelange Morgensteifigkeit und zunehmende Probleme beim Aufstehen aus Sitzhaltung oder Niederknien. Ich bin ansonsten ein sehr aktiver Mensch mit Hund, viel draußen, nicht übergewichtig.Das Blutbild zeigt nun erhöhte Rheumafaktoren und ich soll einen Rheumatologen aufsuchen. Diese allerdings ist im Raum Südniedersachsen mit einer Wartezeit von 5+ Monaten verbunden. Kann ich mir aufgrund der Leichte der Beschwerden einen Besuch dort ersparen und selber etwas tun zur Linderung der Symptome? Beruflich kann ich mir keine größeren Ausfallzeiten leisten. Für jegliche Tipps bin ich dankbar, K. Lorenz
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 2 Jahren.
Guten Tag,
Der Hausarzt sollte bitte noch die Werte "ANA" und "zirkulierende Immunkomplexe" untersuchen, mit denen man sagen kann, ob es wirklich Rheuma ist. Den Termin beim Rheumatologen würde ich aber dennoch machen.
Haben Sie mal Voltaren oder Ibuprofen versucht?
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Danke ***** ***** Höllering für die schnelle Reaktion.

Ja, mit Ibu 600 habe ich "einschlägige Erfahrungen", bis zu einem Maß, dass ich bereits unter Folgen der Einnahme leide. Ich habe die mir zuletzt verschriebene 50er Packung tatsächlich eingenommen (also natürlich auf nahezu 2 Monate verteilt), weil ich festgestellt habe, dass ich nach morgendlicher Einnahme fast komplett schmerzfrei durch den Arbeitstag komme. Wochenenden waren weiterhin schmerzgeplagt, sobald ich Einnahme eingestellt habe.

Zunächst waren meine Symptome ja mit allem Möglichen (auch Borreliose aufgrund von 2 Zeckenbissen im Frühjahr) assoziiert worden.

Nach Ende der 50er Packung traten tatsächlich so was wie "Entzugserscheinungen" auf - und mir war klar, dass ich nicht die nächsten Jahre mit täglicher IBU Dosis bestreiten kann.

Es muss andere Möglichkeiten der Regulierung geben. Auf mein vehementes Drängen hin, wurde ein neues Blutbild zur Fahndung nach Rheuma, MS etc in Auftrag gegeben. Die erhöhten Rheumafaktoren sind nun das Resultat.

Danke erneut,

K. Lorenz

Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 2 Jahren.
Ok, danke. Die Wirkung von Ibu zeigt ja, dass es sich um eine entzündliche Erkrankung handelt. Tatsächlich ärgert das aber den Magen, so dass Sie bei weiterer Einnahme Omeprazol 20 mg morgens nüchtern als Magenschutz dazu nehmen sollte.
Aber tatsächlich ist es auch kein Dauermedikament, und evtl. kann man Ihnen mit niedrig dosiertem Kortison oder einem Basismedikament wir Methotrexat helfen.
Ich schlage vor,den Hausarzt zu bitten, mal 10 mg Prednisolon zu verschreiben, und diese Dosis dann versuchsweise zu halbieren,wenn es Ihnen besser geht. Damit könnten Sie sich (mit einer Ibu bei Bedarf hin und wieder) bis zum Termin beim Rheumatologen helfen.
Dr. Gehring und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Hallo nochmal Fr. Dr. Höllering,

aber klar bewerte ich bestmöglich :) Ich erhöhe auch gern den Zahl-Betrag.

Danke für die wertvollen Tipps. In der Mittagspause hat ein Telefonat mit dem HA folgendes ergeben: ANA erhöht (statt der wohl üblichen 40 zeigt der Wert 63), zirkulierende Immunkomplexe negativ.

Er sagt "nicht besorgniserregend", der Wert weise nicht zwangsläufig auf Rheuma hin, auch Nicht-Rheumatiker hätten teilweise erhöhte ANA Werte. Stimmt das?

Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr gern geschehen!
Der ANA- Wert ist nur leicht erhöht, und die negativen Immunkomplexe zeigen, dass es wohl nicht das "klassische" Rheuma ist (das man primär chronische Polyarthritis" nennt, und dass einem die Gelenke deformiert,wenn man nichts tut). Da gebe ich Ihrem Hausarzt Recht.
Aber etwas aus dem "rheumatischen Formenkreis" wird es schon sein, denn dafür ist das klinische Bild recht typisch. Eine aktivierte Arthrose sollte ANA gar nicht erhöhen.
Man könnte noch ENA und citrullinierte Peptide bestimmen lassen (aber das auch dem Rheumatologen überlassen).
Wichtig ist nur, dass Sie jetzt angemessen behandelt werden.