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Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 24419
Erfahrung:  Notfallmedizin,Psychosomatik,Innere- und Allgemeinmedizin
61885400
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Dr. Gehring ist jetzt online.

neurochirurgie

Kundenfrage

neurochirurgie
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 3 Jahren.

Dr. Höllering :

Guten Tag,

Dr. Höllering :

wenn Sie uns Ihre Frage dazu schreiben, können wir sehen, wer von uns Ihnen am sinnvollsten antworten kann.

JACUSTOMER-6hydntgv- :

Guten Tag

JACUSTOMER-6hydntgv- :

ich habe folgende Frage

JACUSTOMER-6hydntgv- :

Meine Frau wurde vor 3 Tagen nach Untersuchungen durch Hausarzt, Neurologen und Radiologen in die Neurologie der Uniklinik Frankfurt eingewiesen. Symptome: Taubheit im Nacken, rechter Arm, Doppelbilder. Diagnose: leichte Gehirnblutung, ausgelöst durch ein Karvernom im Stammhirn, aber wohl nicht schwer zugänglich. Empfehlung der Neurologie: Operation, da Gefahr durch weitere Blutungen besteht und dies unabsehbare neurologische Folgen haben kann.

JACUSTOMER-6hydntgv- :

Meine Frage:

JACUSTOMER-6hydntgv- :

wir haben festgestellt dass meine Frau in ihrer Privatversicherung nicht die Option Chefarztbehandlung gewählt hat. Da sie noch nie im Krankenhaus war ist dies bisher nicht aufgefallen. Welche Relevanz hat bei einer operativen Entfernung des Kavernös eine Chefarztbehandlung? Wir werden sie aus eigener Tasche bezahlen müssen. Welche Kosten kommen auf uns zu? Ist die Uniklinik Frankfurt die richtige Wahl?

JACUSTOMER-6hydntgv- :

Ist die Operation bei vorgenannten Symptomen die richtige Wahl?

JACUSTOMER-6hydntgv- :

Mit freundlichen Grüßen

JACUSTOMER-6hydntgv- :

C Kienle

Dr. Höllering :

Ok. Chefärzte sind nicht unbedingt die versiertesten Operateure, weil sie naturgemäß auch mit administrativen Aufgaben belastet sind. Meistens operieren die Oberärzte am häufigsten. Insofern sehe ich nicht unbedingt eine Notwendigkeit, die Chefarztbehandlung zu wählen.

JACUSTOMER-6hydntgv- :

PS leider lassen sich Schreibfehler hier nicht korrigieren, es sollte heissen Kavernom und nicht Kavernös

Dr. Höllering :

Das hatte ich auch so verstanden :-) Die Neurochirurgie in Frankfurt hat einen sehr guten Ruf. Das weiß ich nicht nur als Ärztin, sondern ich habe auch meinen Vater letztes Jahr dort betreuen lassen. Natürlich sind die Gebäude nicht sehr heimelig, aber die Teams sind gut.

JACUSTOMER-6hydntgv- :

Wenn Sie persönlich betroffen wäre, würden Sie aus eigener Tasche in diesem Fall Chefarztbehandlung wählen?

Dr. Höllering :

Das Problem ist, dass ohne Chefarztbehandlung auch ein Assistenzarzt sein "erstes Kavernom" bei Ihrer Frau operiert. Das weiß man nicht; wenn Sie nicht die Zusage bekommen, einen versierten Operateur zu bekommen, würde ich aus diesem Grunde selber bezahlen.

JACUSTOMER-6hydntgv- :

Haben Sie eine Idee in welchem Bereich sich etwa die Kosten bewegen?

Dr. Höllering :

Das kann aber leicht mal 2000 € kosten. Die Abrechnungen sind so unterschiedlich, dass man das vorher abklären sollte.

Dr. Höllering :

Ich sehe jeden Grund, das Kavernom zu operieren. Wenn es schon einmal geblutet hat, sind die Wände brüchig (sind es eigentlich immer), was jederzeit zu einer fatalen , großen Blutung führen könnte. Darum sehe ich keine Alternative zur Operation.

JACUSTOMER-6hydntgv- :

Ich habe mir sagen lassen dass die Risiken einer Nichtbehandlung deutlich höher sind als die einer Behandlung. Kann man das so sehen? Kennen Sie Statistiken über realisierte Risiken bei einer solchen Operation?

Dr. Höllering :

Natürlich sind die Risiken viel höher! Statistiken kenne ich nicht, aber die Komplikationsquote solcher OPs liegt meist unter 1% (und bei leicht erreichbarem Tumor noch geringer), und die Blutungswahrscheinlichkeit bei schon erfolgter Blutung geschätzt bei über 50%.

Dr. Höllering :

Wobei "Komplikation" auch Wundheilungsstörungen etc bedeuten, während eine Blutung zu schwerer Behinderung oder Tod führen kann. Diese Wahrscheinlichkeit gibt es bei einem Eingirff auch, liegt aber im Promillebereich.

JACUSTOMER-6hydntgv- :

Noch eine letzte Frage: darf man nach einem solchen Eingriff und einer solchen Diagnose fliegen? Wir haben in 2 Monaten eine Australienreise geplant, mein Bauchgefühl sagt mir dass das jetzt keine gute Idee mehr ist. Darf man überhaupt wieder fliegen (wegen des Druckunterschieds) und ab wann?

Dr. Höllering :

Man darf "im Prinzip" nach 6 Wochen wieder fliegen, wenn ein Kontroll- CT ok war (so kenne ich es).

Dr. Höllering :

Aber mein Bauchgefühl sagt auch, dass man lieber die Traumreise ein Jahr verschieben sollte, da so eine OP auch eine Belastung darstellt.

Dr. Höllering :

Die Wunde ist in zwei Monaten zwar verheilt, wenn alles angemessen verläuft, aber wenn irgendeine winzige Blutung doch nicht erkannt und gestillt wurde, und Sie sind im Outback.... Ich würde das nicht tun.

JACUSTOMER-6hydntgv- :

ok, gibt es sonst noch etwas was wir wissen müssten?

Dr. Höllering :

Nein. Nur: Bis zur OP Druck auf den Kopf vermeiden (Arbeiten, heben, Pressen). Ich wünsche Ihrer Frau viel Glück!

JACUSTOMER-6hydntgv- :

Vielen Dank

Dr. Höllering :

Sehr gern geschehen! Ich danke XXXXX XXXXXür eine freundliche Bewertung meiner Hilfe.

Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 3 Jahren.

Unser Chat ist beendet, Sie können jedoch weiterhin nachfragen, bis Sie mit meiner Antwort zufrieden sind. Kommen Sie einfach zurück auf diese Seite, um die Konversation und neue Informationen hierzu anzusehen.

Was passiert nun?


Sie haben die Bewertung nicht vorgenommen, was zur Folge hat, dass ich kein Honorar für meine Arbeit von Justanswer bekomme. Ich hoffe, dass das nicht in Ihrem Sinne ist und danke XXXXX XXXXXür eine freundliche Bewertung!

Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 3 Jahren.
Guten Abend,

Gern habe ich Ihre Frage beantwortet, und Sie haben meine Antwort gelesen. Haben Sie noch eine Frage dazu? Dann stellen Sie sie mir gern. Falls nicht, wäre es nett, wenn Sie meinen Rat nun mit einer freundlichen Bewertung danken würden. Nur so erhalte ich ein Honorar für meine Hilfe, und das ist eine Grundlage dafür, dass wir diese Beratungsseite aufrecht erhalten können.