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Dr. Höllering
Dr. Höllering, Fachärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 23973
Erfahrung:  Notfallmedizin,Psychosomatik,Innere- und Allgemeinmedizin
61885400
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Dr. Höllering ist jetzt online.

Hallo, folgendes Problem habe ich mit meinem Vater (geb. 1943): Seine

Kundenfrage

Hallo, folgendes Problem habe ich mit meinem Vater (geb. 1943):
Seine Kranken- bzw. Unfallakte liest sich wie folgt:
-1992 Sturz vom Baum - zwei zertrümmerte Fersen
-2002 Sturz mit dem Fahrrad mit schweren Kopfverletzungen
- 2007 Treppensturz, wieder mit schweren Kopfverletzungen, daraus resultierend Schädel-Hirn-Trauma II mit Subduralhämatom rechts frontal und Hirnkontusion rechts frontal soe recht occipitagl. Er leidet an einem organischen Psychosyndrom seitdem.
- 2012 ist er wieder gestürzt mit einer Platzwunde am Kopf
- 2013 - genau am 11.10.2013 ist er wieder gestürzt und hat sich den Beckenring gebrochen. Anschließend wollte er partout nicht zum Arzt, bis ich eine Woche später den Notarzt gerufen habe, als ich ihn gesehen habe.
Im Moment ist er im Krankenhaus zur Stabilisierung und anschließender Rehabehandlung.
Er läßt sich nicht waschen, will partout seine Kleider nicht wechseln ist extrem launisch, laut usw. Reha möchte er auch keine machen.
Dies werde ich aber mit der Pflegeübergangsstation in Krankenhaus regeln.

Nun meine eigentliche Frage. Meine Mutter liegt auch im Krankenhaus. Sie hat trotz ihrer schweren Krankheit für meinen Vater soweit es ging gesorgt.

Dies wird so in dem Fall nicht mehr funktionieren. Ich würde gerne meinen Vater nach der Reha in ein "betreutes Wohnen, Pflegeheim "oder ähnliches bringen. (er ist selbstverständlich nicht einverstanden)

Welche Vorgehensweise würden Sie mir empfehlen ? Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung habe ich selbstverständlich.

Herzlichen Dank für Ihre Hilfe - ich weiß mir nämlich keinen Rat mehr.

Simone
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Dr. Höllering hat geantwortet vor 3 Jahren.

Dr. Höllering :

Guten Abend, das ist eine schwierige Situation, die man sehr behutsam angehen muss.

Dr. Höllering :

Sie schreiben, Sie haben eine Vorsorgevollmacht. Die aber gilt nur dann, wenn Ihr Vater nicht mehr in der Lage ist, eigene Entscheidungen zu treffen. Das bedeutet, dass Sie rein rechtlich noch keine Handhabe haben, ihn in eine Pflegeeinrichtung zu bringen.

Dr. Höllering :

Medizinisch gesehen aber ist es sicher die beste Lösung, wenn keiner der Familie Ihren Vater aufnehmen bzw. will (was ja oft gar nicht möglich ist). Nun gibt es zwei Möglichkeiten: Sie sprechen gemeinsam mit Ihrer Muter mit Ihrem Vater und versuchen, ihn davon zu überzeugen, dass Ihre Mutter einfach nicht in der Lage ist , auf Ihren Vater aufzupassen und ihn zu versorgen.

Dr. Höllering :

Willigt er dennoch nicht in eine betreute Unterbringung ein, geht es leider nur so, dass man ihn gerichtlich entmündigt . Nur dann greift Ihre Vorsorgevollmacht, und noch nicht einmal unbedingt dann, denn es kann auch sein, dass das Gericht einem Betreuer das Aufenthaltsverfügunsrecht zuspricht (ist aber selten so).

Dr. Höllering :

Das aber ist dann natürlich eine „Kriegserklärung“ an den Willen Ihres Vaters und kann zu schweren Verstimmungen zwischen Ihnen führen.

Leider sehen wir oft, dass Patienten lieber in der eigenen Wohnung verkommen (oder ihre Partnerinnen so überfordern, dass sie daran krank werden), bevor sie freiwillig in eine betreute Unterbringung einwilligen. Darum rate ich Ihnen, sich durch den sozialpsychiatrischen Dienst Ihrer Stadt noch einmal in Ruhe beraten zu lassen.

Wenn gutwillig keine Einigung zu erzielen ist, und Ihre Mutter tatsächlich nicht mehr für Ihren Vater sorgen kann, werden Sie dann das Amtsgericht bemühen müssen. Vorsicht aber: Wenn Ihre Mutter es doch versuchen will, sollten Sie ihr das auch zugestehen, damit sie nicht mit Sculdgefühlen kämpfen muss.

Alles Gute!

Experte:  Dr. Höllering hat geantwortet vor 3 Jahren.
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Experte:  Dr. Höllering hat geantwortet vor 3 Jahren.
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