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Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 25096
Erfahrung:  Notfallmedizin,Psychosomatik,Innere- und Allgemeinmedizin
61885400
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Dr. Gehring ist jetzt online.

Seit Monaten tägl. wiederkehrende Erkältungssymtome

Beantwortete Frage:

Ich leide seit Monaten an immer wiederkehrenden Erkältungssymtomen, die sich immer weiter verschlimmern. Alles fing im April diesen Jahres, während der Allergiezeit, an. In Wellen wurde ich von einem teils starken Erkältungsgefühl übermannt, mitsamt Schnupfen, Kratzen im Hals, selten Husten und Abgeschlagenheit. Dies flammte so schnell auf, wie es wieder ging. Es fühlt sich genauso an, als wenn man gerade eine Erkältung bekommt, diese dann aber wieder schnell abflacht. Es kann sein, dass ich den ganzen Tag ohne Symptome bin, diese dann aber innerhalb kürzester Zeit für ein paar Stunden auftreten. Vorerst ist alles nur recht sporadisch aufgetreten (d.h. aller paar Tage). Doch die Häufigkeit stieg und stieg, genauso wie die Stärke der Symptome. Seit ca. 12 Wochen bin ich fast jeden Tag krank. Das einzige was mich plagt ist eine teils starke Abgeschlagenheit und Schlafprobleme. Ich wache nachts oft grundlos auf und kann nicht weiter schlafen. Seit ca. 8 Wochen kam zum einfachen Erkältungsgefühl mehr und mehr Husten dazu. Mittlerweile habe ich jeden Tag, wenn wieder so ein "Schub" kommt Husten dazu. Dazu ist das Gefühl des Krankseins manchmal über den Tag komplett durchgängig. Ich muss dazu sagen, dass bei mir vor einem Jahr eine Neuroborreliose per Lumbalpunktion diagnostiziert und mit Ceftriaxon über 13 tage behandelt wurde, doch sprechen die Symptome absolut nicht für ein neu Auftreten durch zu kurze AB Behandlung. Da ich nach einem wundervollen Sommer, ohne Beschwerden der Borreliose, dennoch neue, ähnliche, Beschwerden (Schmerzen in Beinen, Fatigue, Antriebsstörung) hatte bin ich und meine Hausärztin von einem Erneuten Auftreten der Borreliose ausgegangen. Die Erkältungssymptomatik wurde unter den Tisch fallen gelassen. Nach erneuter Antibiose von 3 Wochen 300mg Doxycyclin hat sich mein Zustand absolut nicht gebessert, ja eher verschlechtert. Bisher war ich gut im Ignorieren der Erkältungssymptome, immerhin habe ich jahrelang lernen müssen, mit extremen Symptomen wegen der Borreliose zu leben, da mich keiner der vielen Ärzte ernst genommen hat (Ich befand mich sogar 3 Monate in teilstationärer Therapie und wurde 2 Jahre mit Antidepressiva (Citalopram, Venlafaxin) VOLLKOMMEN ERFOLGLOS behandelt - wegen Depressionen, psychosomatischer Schmerzstörung und Hypochondrie... bis ich dann ENDLICH die Diagnose schwarz auf weiss hatte). Ich war so froh, dass sich nach und Nach in diesem Sommer endlich alles gebessert hatte, (Vor allem die Schmerzen, Antriebslosigkeit, Erschöpfung und Antriebslosigkeit!) bis jetzt diese Sache auftrat und viele Symptome "wieder da" waren. Nur, dass die Erkältungssymptome nicht wirklich dazu passen. Als Kind war ich ständig stark erkältet - fast immer mit bakterieller Sekundärinfektion, weswegen ich sehr oft Antibiotika nehmen musste. Seit ich ca. 17 jedoch ganz plötzlich nicht mehr - stattdessen habe ich immernur den Anflug einer Erkältung bemerkt, mehr aber auch nicht. Ich war in den Jahren bis heute vielleicht 1-2 mal Erkältet, davon ohne nennenswerte Beteiligung von Bakterien. Zum starken Husten kommt mittlerweile auch ein leichter Kopfschmerz, wobei alle Symptome immer zeitgleich auftreten und mittlerweile eine Dauer von 4-48h aufweisen und spontan abflauen Die Symptomfreie Zeit pro Tag variiert von 1-8 Stunden. Teils verschwinden die Symptome mittlerweile nie vollständig und sind für mehrere Tage bestehend. Der Husten ist trocken, manchmal minimal (!) mit klarem Schleim. Die Nase schwillt wenn, nur sehr leicht zu und läuft nur leicht. Vermehrt leichte Ohrenschmerzen. Kein Augenjucken und auch im allgemeinen sind die Symptome komplett unterschiedlich zu denen der Allergie, die ich im Sommer habe (Gräser/Roggen). Zumal ist es egal wo ich mich befinde, oder was ich mache. Das Krankheitsgefühl scheint unabhängig von äusseren Einflüssen zu sein. Desweiteren habe ich seit einiger Zeit häufigen Stuhlgang pro Tag, jedoch keinen Druchfall. Seit der Antibiotikatherapie vor 2 Wochen noch mehr. Um Darmbefall von Bakterien zu vermeiden, die vom Doxy nicht erfasst werden, habe ich während der Antibiose tägl. 500mg saccharomyces boulardii/cervisae (Perenterol/Perocur) eingenommen, eine Veränderung der Konsistenz des Stuhls hat sich während der Antibiose daher nicht ergeben. Da ich in einem 2 Minütigem Arztgespräch bei weitem nicht die fülle an Informationen unterbringen kann, wende ich mich vorerst an Sie! Bitte bin aufgrund meines beruflichen Werdegangens und Interesses der medizinischen Fachsprache und Inhalten geläufig, detaillierte (Fach-)Informationen und Erklärungen sind daher von Vorteil! Was würde als Ursache in Frage kommen? Welche Untersuchungen/Bluttests würden Sie empfehlen?

Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 4 Jahren.

Dr. Höllering :

Guten Tag,

Dr. Höllering :

stets wiederkehrende oder nie ganz abklingende Infektionen mit dieser Symptomatik lassen an eine chronische Belüftungsstörung der Nebenhöhlen denken. Ein Ultraschall oder bei Bedarf Röntgenbild dieses Bereiches und eine Rhinoskopie zum Ausschluss vergrößerter Nasenmuscheln wäre hilfreich.

Dr. Höllering :

Eine Antibiose beeinträchtigt die Darmflora und somit das Immunsystem, über ca. 9 Monate. Perenterol schützt vor Durchfällen, aber nicht vor Abtötung einer großen Menge wichtiger Darmflora. Hier wäre eine Behandlung mit ProSymbioflor jetzt sinnvoll.

Dr. Höllering :

Antibiotika sollte man nur bei definitiv bakteriellen Erkrankungen geben; die letzte Doxygabe erschließt sich mir nicht. Das Rezidiv einer Neuroborreliose hätte man nur im Liquor diagnostizieren können, und es war äußerst unwahrscheinlich. Schade wegen der erneute Borreliose.

Dr. Höllering :

Jetzt stehen der Besuch des HNO- Arztes, Untersuchung des Blutes auf Leukozytose oder Entzündungszeichen (CRP, BKS) und evtl. (bei unauffälligem Befund) eine stimmungsaufhellende Therapie mit z. B. SSRI an.

Dr. Höllering :

Eine Darmsanierung mit ProSymbioflor ist empfehlenswert.

Dr. Höllering :

Alles Gute!

Dr. Höllering :

Guten Abend,

Gern habe ich Ihre Frage beantwortet und Sie haben meine Antwort gelesen. Haben Sie noch eine Frage dazu? Dann stellen Sie sie mir gern. Falls nicht, wäre es nett, wenn Sie meinen Rat nun mit einer freundlichen Bewertung danken würden. Nur so erhalte ich ein Honorar für meine Hilfe, und das ist eine Grundlage dafür, dass wir diese Beratungsseite aufrecht erhalten können.

Herzlichen Dank und alles Gute!

Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 4 Jahren.
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Was passiert nun?

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Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Vielen Dank für ihre Hinweise! Ich bitte sie innständig, sich alles genau durchzulesen - ich weiss, dass sie wenig Zeit haben.


 


Sollten sie Bereit sein eingehend auf die Frage zu antworten, würde ich gerne meinen Einsatz erhöhen, da ich weiss, dass kurze unkomplizierte Fragen den Profit nach oben treiben... voll verständlich!

Ich war jetzt bei meiner Hausärztin, die mir nicht mehr so gut gesonnen ist, seit der Sache mit der Neuroborreliose und der falsch diagnostizierten Erkrankungen davor. Sie hat mich wieder mal recht schnell abgestempelt. Bis ich den Termin mit meiner HNO Ärztin habe, komme ich nocheinmal auf Sie zurück (Alle symptome unten im Überblick):



Soweit ich weiss, schliessen die Liquormarker bei einer Lumbalpunktion keine periphere Borreliose aus. Ich hatte am Ende meiner Antibiose (3 Wochen) noch eine (negative) LP, aber keinen Bluttest. Mittlerweile bin ich und meine Hausärztin allerdings davon überzeugt, dass es sich bei all meinen Symptomen NICHT um die Borreliose handelt (laufende Nase etc. gehör einfach nicht dazu - leiglich fatigue, brain-fog und schmerz war ähnlich), da selbst nach der lang andauernden, hochdosierten Antibiose keine der Spirochäten überlebt haben sollten.



Die Erkältungssymptome werden immer schlimmer, mittlerweile mache ich mir sorgen um ernstere Krankheiten, die die >6 MONATELANGE immer wiederkehrende Erkältungssymptome erklären könnten. Besonders der Husten macht mir sorgen.



Mich verwundert, dass mein Ausfluss komplett klar ist. Mein husten ist stärker, in großem und ganzen Trocken, aber wenn etwas kommt ist es klar und zähglüssig.

Auch meine Nase läuft nur ständig, ohne gelben/grünen Schleim, wie ich es von einer Coinfektion von früher kenne. Sie ist komplett frei, nur selten etwas verstopf. Dazu kommen die typischen leichten Gliederschmerzen, die ich von meiner Borreliose kenne - das führte zu der Fehldiagnose.


 


Einzige weitere Symptome sind Kopfschmerzen, ab und zu verschwommene Sicht und warmer Kopf und eben das allgemeine Krankheitsgefühl. Ich kann nicht genau sagen, ob ich leichte Schmerzen um die Nasengegend nach oben hin verspüre, oder ich das nur nicht richtig von den Kopfschmerzen differenzieren kann.


 


Mit 5 Jahren wurden mir die Polypen entfernt, kann es sein, dass deren erneutes Wachstum dafür zuständig ist? Würde man das dann nicht in der Nase sehen?


 


Die Ärztin hat mit für 10 Tage Cefuroxim (2x250mg) verschrieben, da sie denkt, dass Doxycycline eher ungeeignet für HNO beschwerden sind, da sie das Spektrum nicht ganz abdecken und gelber Schleim nicht immer ein Zeichen für bakterielle Infekionen sind. Die Aussage konnte ich bisher nicht verifizieren.




Meine Symptome im Überblick:



  • Seit über 6 Monaten immer wiederkehrendes Erkältungsgefühl seit der Allergiezeit (Gräser/Roggen), kommt und geht im Stundentakt und ist Abseits der Allergiesymptome

  • Anfangs selten husten bei starker Allergie

  • Seit 3 Monaten steige Verschlimmerung, AUSSERHALB der Allergiezeit

  • Täglich krank, "erkältet", besonders, wenn ich versuche auf Arbeit mein bestes zu geben und die Symtome ignoriere, danach bin ich völlig krank

  • Häufiger Stuhlgang, auch schon vor der Antibiose (Habe Symbiflor wie angeraten bestellt, Studienlage sieht gut aus)

  • Verschlimmerung der Symptome verstärkt Müdigkeit und Gefühl des Unwohlseins


 


Ich habe am erst in 2 Wochen ein Termin beim HNO Arzt. Durch die jahrelange undiagnostizierte Borreliose und die Fehldiagnosen dadurch, fällt es mir schwer mich Ärzten anzuvertrauen (Ich wurde wegen meinen Borrelioseschmerzen für verrückt erklärt - ("ein so junger mann kann sowas noch nicht haben").


 


SSRI würden bei mir nichts bringen, habe sie aufgrund der Fehldiagnose schon länger genommen, als Citalopram nicht wirkte wurde auf Venlafaxin umgeschwänkt... insgesamt 2 1/2 Jahre OHNE wirkung. Depressiv bin ich absolut nicht, das wurde schon mehrfach durch Psychiater (siehe "eingebildeter Psychosomatischer Schmerz") widerlegt.

Ich möchte ungern den Teufel an die Wand malen, aber sollte man Hdogkins oder NHL in betracht ziehen?


 


Ich werde meine Therapie vorerst voll auf Sinusitis, wie in ihrer ersten Antwort aufziehen.

Ach und bevor ich es vergesse: Ist es möglich für eine Sinnusitis sich so zu manifestieren? Kein schleim (Und wenn dann nur klar), laufende, aber nicht dichte Nase, ständiges Ab- und Anflauen der Symtome im 5-6 Stundetakt, immer stärker werdender Husten?

Ich hoffe sie können mir weiterhin helfen. Wenn möglich würde ich meinen Einsatz auch sehr gerne erhöen!

Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 4 Jahren.
Guten Tag,

Ich freue mich natürlich, wenn Sie meinen erhöhten Zeitaufwand mit einem Bonus danken, denn natürlich lebe ich auch von meiner Arbeit bei Justanswer.

Fehlende Borrelien im Liquor schließen nur eine Neuroborreliose aus, aber dann bleibt nur die Gelenksborreliose, die andere Zeichen verursacht. Eine "allgemeine" Borreliose gibt es nicht und wird oft auf Grund von Serumantikörpern fälschlich diagnostiziert. International ist man sich einige darüber, dass die Serumveränderungen viel zu unspezifisch sind, weil die Antikörper eben nicht nach Abheilung immer abfallen, und manchmal auch nicht ansteigen. Ich zitiere einen "Borreliosepapst": "Antikörper sind hier Voodoo". Aber Sie haben den Gedanken ja auch jetzt abgelegt.

Eine chronische Sinusitis sollte gelbgrünen Schleim verursachen, es sei, sie ist allergisch bedingt Hier sollte man forschen (Milbenallergie? Es gibt ja noch mehr als Pollen!) und auch ein hyperreagibles Bronchialsystem per Lungenfunktionstest ausschließen. Beides könnte Ihre Symptome erklären, aber auch eine behinderte Nasenatmung durch Polypen oder hyperplastische Nasenmuscheln.

Den Grund für die Antibiose sehe ich gar nicht bei fehlenden Zeichen eines bakteriellen Infektes. Doxy ist sehr wohl für obere Luftwegsinfekte geeignet.

Hodgin oder NHL verursachen immer typische Veränderungen im Blutbild und auffällige Lymphknotenschwellungen. Die hätte man längst gesehen!

Zu einer psychischen Ursache passt die Symptomatik nicht; umgekehrt greifen die Symptome Ihre Psyche an, darum sollen diese nun endlich eingeordnet und angemessen behandelt werden.

Die beschriebene Sinusitis Ihrer letzten Frage passt perfekt zu einer Hausstaub- oder Milbenallergie mit hyperreagiblem Bronchialsystem.

Ich hoffe, für Aufklärung gesorgt zu haben!
Dr. Gehring und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 4 Jahren.
Guten Tag,

Sie haben mich erneut um Hilfe gebeten, und dieses Mal habe ich Ihnen gerne ein zweites Mal Auskunft gegeben.

Darum bitte ich höflich um Auskunft, warum ich weder eine freundliche Bewertung, noch den angebotenen Bonus von Ihnen erhalten habe.

Ohne Ihre Bewertung erhalte ich keinen Cent für meine Beratung, was hoffentlich nicht in Ihrem Sinne ist.
Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 4 Jahren.
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