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Dr. Schaaf
Dr. Schaaf, Privatpraxis, Online-Beratung
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 2012
Erfahrung:  Spezialisiert auf fachübergreifende Zweite Meinung
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Dr. Schaaf ist jetzt online.

seit ca. 10 Jahren Kreislaufbeschwerden, Arteriosklerose?

Kundenfrage

Ich bin 35 Jahre alt und leide seit ca. 10 Jahren an Kreislaufbeschwerden. Ich bin Kraftlos und mir wird schnell schwummrig vor Augen. Anfangs bin ich regelmäßig in Ohnmacht gefallen und war Dauergast im Krankenhaus. Blutuntersuchungen, CT und Gehirnstrom Messungen brachten kein Ergebnis, weswegen dann alles auf die Psyche geschoben wurde. Ich war danach für ca. 3 Monate in einer psychosomatischen Klinik, jedoch mit mäßigem Erfolg. Bis zum heutigen Tag hat sich mein Zustand kaum gebessert, es ist nur erträglich durch ein sehr zurückhaltendes Leben. Unausgeschlafen bin ich definitiv nicht gesellschaftsfähig. Jetzt hatte ich vor 2 Monaten einen Hörsturz und musste wieder zum Arzt. Die Cortison Behandlung oral für 2 WoXXXXX, XXXXXch ins Mittelohr für 4 Wochen hat keine Besserung gebracht. Also hat der HNO Arzt eine MRT angeordnet. Dort wurden T2 Hyperintensitäten im Marklager entdeckt. Die Ärztin fragte mich ob ich jemals eine Entzündung oder ähnliches gehabt hätte, was ich verneinte. Ich hab dann von den Ohnmachtsanfällen erzählt und sie sagte das könnte zusammenhängen. Vor 3 Tagen bekam ich auf Nachfrage von meinem HNO Arzt Pentoxifyllin verschrieben. Komischerweise bewirken diese Tabletten bei mir Wunder. Ich fühle mich als könnte ich Bäume ausreißen. Mein Kopf ist total klar, mein ganzer Körper ist Leistungsbereit. So etwas kannte ich Jahre nicht mehr. Daher ist meine Vermutung das es etwas mit den Gefäßen oder dem Blut zu tun haben muss. Können Sie mir sagen was Sie vermuten und zu welchem Arzt ich mit diesem Problem am besten gehen sollte? Vielen lieben Dank. Mit freundlichen Grüßen Tobias Mettler


Medikamente: Ramipril CT 5-25 gegen Bluthochdruck. Antidepressiva hatte ich 2 Jahre lang bekommen, da diese nicht geholfen haben, habe ich diese vor 3 Jahren abgesetzt.


Zigaretten: 50-60 Stück am Tag


 

Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Dr. Schaaf hat geantwortet vor 4 Jahren.
Guten Morgen,

Pentoxyfillin bewirkt, dass die festen Anteile des Blutes sich etwas kleiner machen und somit auch in die kleinen Adern gelangen, die sonst zu klein für diese festen Teile sind.

Mit den 50-60 Zigaretten am Tag sorgen sie dafür, dass Ihre Gefäße sich permanent kleiner machen als sie ursprünglich sind. Dadurch kommen die festen Teile des Blutes normalerweise nicht in die kleine Gefäße.

Ursache Ihrer Probleme ist also Ihr Zigarettenkonsum. Zumindest sind Ihre Zigaretten mit an dem Dilemma schuld. Angesichts der Veränderungen im Gehirn ist allerdings davon auszugehen, dass ein zweiter, schädigender Mechanismus vorliegt. Es könnte sich um einen Gefäßentzündung handeln. Solche Gefäßentzündungen werden durch Nikotin massiv verschlimmert. Erste Maßnahme, wenn man von einer Gefäßentzündung ausgeht, wäre also Ihnen DRINGENDST ans Herz zu legen, sofort mit dem Rauchen aufzuhören.

Ich gehe davon aus, dass der Effekt von Pentoxyfillin nicht dauerhaft anhalten wird, weil das eigentliche Krankheitsgeschehen fort besteht. Kurzfristig könnten Sie auch von HAES Infusionen profitieren. Aber dauerhaft wird es Ihnen nur besser gehen (wenn meine Überlegungen sich als richtig erweisen) wenn Sie das Rauchen aufgeben. Immerhin haben Sie dann die Chance, dass sich die Gefäße wieder erholen.

Der Spezialist, der Ihnen weiterhelfe könnte, ist der klinische Angiologe.

Haben Sie dazu Fragen?

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Schaaf
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrter Herr Dr. Schaaf,


 


vielen Dank für Ihre Antwort. Bei welchem Facharzt kann ich meine Gefäße untersuchen lassen? Welche Untersuchungen sind nötig, um Durchblutungsstörungen und Gefäßveränderungen auszuschließen?


 


Wenn ich das rauchen aufgebe, sollte ich dann zusätzlich Medikamente nehmen, damit sich die Gefäße wieder erholen?


 


Mein Vater hat mit knapp 60 Jahren eine verengte Halsschlagader(30% der normalen dicke) und schon 2 Schlaganfälle hinter sich. Er hat in seinem Leben noch nie geraucht. Ist so etwas vererbbar?


 


Vielen Dank.


 


Mit freundlichen Grüßen


Tobias Mettler

Experte:  Dr. Schaaf hat geantwortet vor 4 Jahren.
Der Spezialist, der Ihnen weiterhelfen kann, ist der klinische Angiologe. Niedergelassene Angiologen haben üblicherweise nicht die erforderlichen Geräte.

Die Risikosituation Ihres Vaters haben Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit geerbt. Sie kommt zu Ihrem selbstgemachten Risiko HINZU und POTENZIERT das Ganze. weitere Risikofaktoren wären u.a. Hochdruck, hohes Cholesterin und Diabetes.

Medikamente, die die Erholung der Gefäße fördern, gibt es nicht. Wenn Pentoxyfillin Ihnen hilft, können Sie es gern weiter nehmen. Ob die Kasse das dauerhaft übernimmt, wage ich zu bezweifeln. Zur Erholung kann man Gehtraining und gesunde Ernährung empfehlen, Stichwort "Mediterrane Kost".

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Schaaf