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Mustermann
Mustermann, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 114
Erfahrung:  Facharzt für Anästhesie, Notfallmedizin und Intensivmedizin.
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Mustermann ist jetzt online.

Meine Tochter hat in der Nacht von Freitag auf Samstag mit

Kundenfrage

Meine Tochter hat in der Nacht von Freitag auf Samstag mit PDA entbunden.
Seitdem hat sie über starke Kopfschmerzen geklagt. Gestern sagte sie, das sie am Samstag unter Schock gelitten hätte.
Heute erfahren wir (erst!?), das "Gehirnwasser" aus dem Rücken austritt und ihr strengste Bettruhe verordnet wurde.
Hätte man diese Komplikation nicht am Samstag oder Sonntag feststellen können/müssen?
Sollte es sich um eine Verletzung der Dura Mater handeln, was müssen wir befürchten?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Mustermann hat geantwortet vor 4 Jahren.

Dr. F. Seidl :

Guten Tag. Gerne beantworte ich Ihre Frage. Selbstredend kann ich hier keine Diagnose stellen oder Therapien einleiten, sondern nur allgemein ber

Experte:  Mustermann hat geantwortet vor 4 Jahren.

Was Sie schildern ist eine "typische" Komplikation einer Periduralanästhesie. Die Kopfschmerzen haben einen typischen Charakter: Sie werden besser, wenn man sich hinlegt und schlimmer, wenn man sich aufrichtet. Prinzipiell ist die Komplikation NICHT gefährlich,nur sehr unangenehm. Bettruhe ist nicht mehr empfohlen, wird aber von den Schmerzen oft erzwungen. Die konservative Behandlung besteht aus viel trinken, Ibuprofen / Paracetamol als Schmerztherapie (kein Aspirin!). Etwa am 4. Tag (Empfehlungen: sofort bis ca 10.Tag) kann man überlegen, ob man einen Blutpatch anlegen will, d. h. man punktiert am Rücken wie zur Anlage einer Periduralanästhesie, entnimmt gleichzeitig unter sterilen Bedingungen Blut und spritzt dieses dann in den Periduralraum. Das Blut gerinnt dort und verschliesst die kleine Verletzung der harten Hirnhaut (Dura), so dass der weitere Verlust von Nervenwasser unterbunden wird.

Nochmal zu Ihrer Beruhigung: Das Syndrom ist nicht gefährlich, auch wenn "Verletzung der Hirnhaut" oder "Verlust von Nervenwasser" ersteinmal so klingt. Bei der Spinalanästhesie - auch ein absolutes Routineverfahren- wird immer mit der Nadel die harte Hirnhaut durchstochen.

Wie geht es der Patientin jetzt?