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Dr. Schaaf
Dr. Schaaf, Privatpraxis, Online-Beratung
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 2012
Erfahrung:  Spezialisiert auf fachübergreifende Zweite Meinung
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Dr. Schaaf ist jetzt online.

Hallo. Ich bin43 Jahre alt. Habe seit 20 Jahren Depressionen.

Kundenfrage

Hallo. Ich bin43 Jahre alt. Habe seit 20 Jahren Depressionen. War bereits stat. und nehme Medikamente ein. Fluoxetin 40 mg 1-0-0, Lamotrigin 50 mg 2-0-1, und auf bedarf Bromazepam 6 mg 1/4 Tbl. nach Bedarf. Ich habe unwahrscheinliche Schlafstörungen und Wechseljahrbeschwerden wie Stimmungsschwankungen und Nachtschweiss mit Hitzewallungen. Möchte aber keine Hormone nehmen. Was kann ich tun. LG
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Dr. Schaaf hat geantwortet vor 4 Jahren.
Guten Tag,

das klingt nach einem langwierigen, komplexen Problem, was sich sicher nicht mit ein, zwei Fragen / Antworten lösen lässt.

Wenn Sie möchten, können wir über die grobe Richtung nachdenken. welchen Weg Sie einschlagen könnten.

Wäre das für Sie ok?

MfG Dr. Schaaf
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.


Ja das wäre superklasse. Denn so langsam drehe ich ab. Alles ist mir zu viel und ich bin total angestochen.


 

Experte:  Dr. Schaaf hat geantwortet vor 4 Jahren.
Guten Abend,

ich gehe davon aus, dass Sie sich ausgeliefert fühlen und es dieses Gefühl ist, was Sie am meisten fertig macht. Die Dinge passieren und Sie wissen nicht wann und Sie wissen nicht, wie schlimm es kommt und wie lange es dauern wird und ob es jemals wieder besser wird und vor allem was man bitte schön dagegen tun könnte.

Ein erster Schritt zur Lösung könnte darin bestehen, dass Sie sich von dieser Ohnmacht lösen, indem Sie den Dingen ins Auge schauen und einen eigenen Plan festlegen, sozusagen als Gegenmaßnahme zur Ohnmächtigkeit.

Der Plan umfasst z.B.
- Ich gehe schlafen, wann es mir passt. Um 23 Uhr (z.B.) und ich bleibe im Bett bis um halb sieben. Egal ob ich schlafen kann oder nicht. Das ist die Zeit, in der ich meine Nachtruhe halte. Sollte ich nicht schlafen können, dann ruhe ich eben und wenn ich wirklich rastlos werden sollte, dann lese ich etwas oder schreibe oder male. Nicht fernsehen, nicht aufräumen, Wäsche waschen oder Ähnliches. Nachtruhe einhalten, egal was kommt. Setzen Sie Ruhe und Geduld in dieses Vorhaben für mindestens 3 Wochen. Normalerweise wird es dann langsam besser und schließlich ziemlich gut.

- wenn ich Hitzewallungen habe, stelle ich mir vor, dass ich in Dubai am Strand sitze. Ich schau auf das Meer, genieße meinen Urlaub und die Hitze, die nun mal dazu gehört. Dubai ohne 40-50 Grad gibt es nicht. Wenn der Wind kommt, wird es leichter und der kommt meist nach 5 Minuten. Versuchen Sie also die Hitze mit einem positiven Erlebnis oder einer positiven Vorstellung zu verknüpfen. Dann können Sie die Hitze entspannt hinnehmen und müssen sich nicht auch noch aufregen, was das Ganze massiv verstärkt. Wenn Sie möchten, können Sie mit Globuli oder mit Heilpflanzen oder natürlichem Östrogen gegensteuern. Wenn Sie mehr dazu wissen möchten, lassen Sie es mich wissen.

- meinen Stimmungsschwankungen bin ich weniger ausgeliefert, wenn ich mich mehrmals täglich positiv orientiere, ganz aktiv. Dazu kann man z.B. in der Früh auf kleine Zettel schreiben, was in meinem Leben gut läuft. Ich habe für diesen Monat die Miete bezahlt. Ich mache am Wochenende einen Stadtbummel, mein Mann hat mir ein Kompliment gemacht. Banale Dinge, die es wert sind, sich darüber zu freuen. Sobald die schlechte Laune kommt, ziehen Sie einen Zettel aus der Tasche und sagen sich "Stimmt, eigentlich geht es mir gut" und die schlechte Laune halte ich auch noch aus, langfristig hat sie keinen Erfolg. Je öfter Sie die schlechte Laune verjagen, um so besser und langanhaltender klappt das.

Schließlich und endlich ist es für die meisten Frauen in Ihrer Situation hilfreich, sich möglichst oft hinzusetzen mit Zettel und Papier und aufzuschreiben, was gut läuft und was nicht. Dann geben Sie den positiven Seiten Ihres Leben einen hohen Stellenwert und fragen sich mal, wie wichtig die negativen Seiten wirklich sind. Machen Sie die Dinge klein, die Ihnen nicht wichtig sind. All die kleinen Macken, die Ihnen nicht gefallen, schicken Sie in die Unwichtigkeit und heben dafür die schönen Seiten an.

Was ich sagen will: Nehmen Sie Ihr Leben in die Hand. Aber nicht mit einer heroischen Geste, die morgen verpufft ist, sondern in kleinen Schritten. Und wenn Sie stolpern, bleiben Sie einen Moment sitzen, lachen herzhaft und stehen dann wieder auf.

Viele Frauen sind in Ihrer Situation. Sie sind nicht allein und Sie werden das schaffen.

Buchtipp gefällig?
Dale Carnegie: Sorge Dich nicht, lebe!

Ist das ein erster Schritt, mit dem Sie etwas anfangen können?

Gute Besserung

Dr. Schaaf
Experte:  Dr. Schaaf hat geantwortet vor 4 Jahren.
Es wäre schön ein Feedback zu bekommen

Dr. Schaaf

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