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Dr. Schaaf
Dr. Schaaf, Privatpraxis, Online-Beratung
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 2012
Erfahrung:  Spezialisiert auf fachübergreifende Zweite Meinung
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Dr. Schaaf ist jetzt online.

Meine Frau leidet seit Anfang Dezember 2012 an einer 2-Euro

Kundenfrage

Meine Frau leidet seit Anfang Dezember 2012 an einer 2-Euro großen Nekrose am linken Schienbein als Folge eines nicht behandelten Blutergusses, erzeugt durch mechanischen Stoß. Der behandelnde Chirurg arbeitet mit Traumasil-Folie, Debridement und Antibiotika.
Ende März 2013 waren wir in einer 3-wöchigen Kur in Marienbad (CZ). Ins Wasser konnte meine Frau dort nicht; die Behandlung übernahm das dortige Krankenhaus ambulant. Die tschechischen Ärzte kannten Traumasil nicht, arbeiteten mit Jodsalbe. Die bisher sehr langsame Heilung der Wunde legte enorm an Geschwindigkeit zu. Wieder zu Hause, kehrte unser Arzt wieder zu seiner Traumasil-Methode zurück. Vor etwa 14 Tagen verschlechterte sich der Zustand der Wunde. Unser Arzt übernahm die tschechische Behandlungsmethode und verschrieb wieder Antibiotika - die Wunde wird nicht besser. Meine Frage: Welcher Facharzt (oder Klinik) ist in unserer Umgebung für Nekrosen zuständig? Haben Sie einen anderen Vorschlag, der zur Heilung führen könnte? Mit freundlichen Grüßen XXXXX XXXXX Ruppersberger, Plz67273
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Dr. Schaaf hat geantwortet vor 4 Jahren.
Guten Tag,

vorab die Frage, ob bei Ihrer Frau Grunderkrankungen, speziell Diabetes vorliegen?

Es gibt die alte und die neue Art der Wundbehandlung.
Die alte arbeitet mit Wundreinigung, z.B. Jodsalbe und Luft an der Wunde, die dann langsam von außen nach innen abheilt oder es bleibt ein Defekt, der dann mit Haut (Transplantation, das geht auch im Kleinen) gedeckt wird.
Die neue Art arbeitet mit Wundauflagen, die ein Milieu wie unter der Haut gewährleisten sollen, also keine Luft, sondern Abdeckung und warten auf Heilung von unten nach oben. In der Regel geht das besser, weil schneller und schöner.

Normalerweise klappt beides und wenn nicht, dann gibt es dafür meist einen Grund, den man zunächst behandeln muss. Das kann einen Venenstauung sein, eine Durchblutungsstörung, ein Diabetes, um die wichtigsten Beispiele zu nennen.

Man muss allerdings einschränkend sagen, dass die Heilung vor dem Schienbein schwierig ist, weil praktisch keine Weichteile zwischen Haut und Knochen sind, also der Knochen unter Umständen (fast) frei liegt, wenn die Haut weg ist. Da kann dann nichts von unten von oben heilen. Da wäre von außen nach innen eine Chance, aber in bestimmten Fällen bleibt nur die Hauttransplantation.

Der Arzt, der sich mit dem Problem auskennen sollte, ist ein Phlebologe, also ein Venenspezialist, denn er ist sozusagen der Spezialist fürs offene Bein. Das gilt auch für spezialisierte Diabetesärzte. Wenn Ihr Hausarzt Ihnen keinen Spezialisten nennen kann, fragen Sie am besten in der Apotheke oder - meist besser - im Sanitätshaus. Dort weiß man, wer offene Beine behandelt.

Wenn Sie auf diese Weise nicht zurecht kommen, melden Sie sich bitte noch mal.

MfG

Dr. Schaaf

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