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Dr. Höllering
Dr. Höllering, Fachärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 22356
Erfahrung:  Notfallmedizin,Psychosomatik,Innere- und Allgemeinmedizin
61885400
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Dr. Höllering ist jetzt online.

Hallo. Ich wende mich ans Forum, da weder die Ärzte noch

Kundenfrage

Hallo.

Ich wende mich ans Forum, da weder die Ärzte noch ich weiter wissen.

amöchte mich kurz vorstellen. Mein Name ist Rouven, bin 34 Jahre alt und eigentlich kerngesund.

Zu meiner Krankengeschichte :

Seit etwa 7 Jahren habe ich kreisrunden Haarausfall. Angefangen hat es im Bart und hat sich über Jahre auch nicht weiter ausgebreitet. Die kahlen Stellen sind auch wieder zugewachsen , dafür traten neue Stellen auf. Das hat mich aber nocht weiter gestört und ist auch nicht der Grund, warum ich schreibe.

Vor etwa zwei Jahren fing der Haarausfall am ganzen Körper an. Kurz vorher habe ich am kompletten Körper ein Gefühl wie starker Sonnenbrand gehabt und das über zwei Wochen. Es war so heftig, dass Bewegungen nur eingeschränkt möglich waren und Kleidung am Körper kaum zu ertragen. Nach zwei Woche war der Spuk auch wieder vorbei, allerdings fielen mir wie gesagt die Haare dann am ganzen Körper aus, erst kreisförmig, später im Verlauf dann diffus.
Der Haarausfall wurde mit Kortison-Stoss-Therapie behandelt. 4 Monate lang nahm ich über 6 Tage im Monat in den ersten zwei Tagen 75 mg , zwei Tage 50 mg und zwei Tage 25 mg Prednison. Der Haarausfall besserte sich, allerdings war ich spätestens am vierten Tag nach Beginn der Kortisoneinnahme krank. Immer Infektionskrankheiten mit grippeähnlichen Symptomen und grünem Schleimauswurf. Dieses dauerte meist bis zwei Wochen nach Ende der Einnahme an. Die Therapie ging bis Juli letzten Jahres.

Im September fing es an, dass ich ständig Jucken am Körper hatte, so wie bei einer Allergie. Dem habe ich keine weitere Bedeutung zugeordnet. Allerdings wurden die Symptome immer stärker, immer begleitet von Infektionserkrankunegen. Eines Tages hielt ich es nicht mehr aus und bin in eine Klinik gefahren. Dort diagnostizierte man eine akute Urtikaria. Die verordneten Antihistaminika zeigten allerdings keine Wirkung.

Der durchgeführte Prick-Test war komplett negativ, im Blut wurden allerdings IGEs gegen Erdnüsse, Nüsse und Eiklar gefunden. Diese Dinge habe ich seit dem Befund komplett gemieden, allerdings änderte das an den Symptomen nichts.
Diese möchte ich nun gerne mal aufführen :

- starke Rötung im Gesicht, extrem um die Nase und an den Angen unterhalb der Augen
- rote Flecken im restlichen Gesicht
- trockene Haut oberhalb der Augenbrauen
- rötliche Flecken an den Unterarmen, verbunden mit Juckreiz und Brennen
- zitternde Hände
- Sehstörungen
- Schwindelgefühl
- das Gefühl, einen heissen Kopf zu haben trotz normaler Temperatur
- gelegentliche Kälteschauer im ganzen Körper
- ständig kalte Hände
- vermehrter Haarausfall sowie dünner werdendes Haar, fast wie Babyhaar
- Durchfälle
- stänig andere Stuhlfärbung von Grün bis sehr hell
- Bauchgrummeln
- Wundheilungsstörungen
- ständiges erkältet sein mit zuer Nase
- depressive Stimmung / Stimmungsschwankungen

Selbstverständlich sind bei mir diverse Untersuchungen durchgeführt worden. War mittlerweile bei 16 verschiedenen Ärzten. Ausgeschlossen wurden HIV und Autoimmunerkrankungen, ANA war negativ. Allerdings urde im Blut ein IGA-Mangel festgestellt. Der Wert war unten im nicht mehr messbaren Bereich, gelegentlich kam es in den Blutbildern auch zu Anämien, kurioserweise bei gleichzeitig hohem Hämoglobin. Eisenwerte waren normal und auch sonst gaben die Blutwerte weder einen Verdacht auf chronische Entzündungen noch ähnliches.
Bei einer Magenspiegelung wurde eine leichte Typ-C-Gastritis gefunden, die Damspiegelung ergab das Ergebnis " geringe floride Ileitis mit Ödem und Blutungen. Das Bild lässt u.a. an eine infektiöse Genese denken ".
Ausserdem wurden bei mir H2-Atemtests auf Fruktose, Laktose und Glukose durchgeführt. Laktose und Glukose waren negativ, allerdings wurde eine Fruktoseintoleranz diagnostiziert, da a) der H2-Wert im Test auf etwa 40 ging und b) ich starke Probleme mit Durchfall während der Testung hatte.

Ich meide seit etwa 6 Wochen Zucker jeglicher Art, eine Besserung ist jedoch nicht eingetreten. Gegen die Gastritis wurde mir Omniprazol und gegen die Ileitis Mesalazin verordnet. Die Verdauung ist seitdem etwas besser, allerdings treten die anderen Symptome immernoch schubweise auf, und das nicht geringer als vorher.

Zu erwähnen sei noch, dass ich natürlich auch meine Darmflora habe untersuchen lassen. Daran war lediglich eine Erhöhung der E.coli auffällig, was aber klar war, da mir im Laufe der Zeit Mutaflor zur Darmsanierung verordnet wurde. Ein Candida Nachweis konnte nicht erbracht werden, der ph- Wert lag bei 8,0.

Ich bin sehr verzweifelt. Selbst nach 8 Monaten gibt es noch keine gesicherte Diagnose, die meine Symptome erklären würde und eine Besserung ist nicht in Sicht.

Bitte helft mir. Ich bin für jeden neuen Denkansatz dankbar.

Ich weiß nicht, was ich noch essen kann..... Was übersehen wir hierbei ? Was fehlt noch ? Was kann es sein ?

Ich bedanke XXXXX XXXXX einmal jetzt für alle hilfreichen Hinweise. Vielleicht hat ja schon einmal jemand einen ähnlichen Fall gehabt.

Ich bitte um Eure Unterstützung
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Dr. Höllering hat geantwortet vor 3 Jahren.

Dr. Höllering :

Guten Morgen,

Dr. Höllering :

ich habe länger über Ihr Krankheitsbild nachgedacht und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass nicht alles unbedingt zusammen gehört. Der kreisrunde Haarausfall tritt ja häufiger einfach so auf, z. B. bei Stress. Die schlechte Immunabwehr ist begründet durch die Kortisontherapie.

Dr. Höllering :

Auch Urtikaria tritt häufiger allein durch Licht oder Wasser bedingt auf; wenn keine Antihistaminika helfen, wäre Prednisolon in weit kleiner Dosierung (5 bis 10 mg) und nur tageweise hilfreich. Wenn Sie eine Fructoseintoleranz haben, dürfen Sie andere Zucker essen und sollten das auch tun.

Dr. Höllering :

Die beschriebene Hautsymptomaik im Gesicht erinnert mich an eine seborrhoische Dermatitis. Es lohnt ein Therapieversuch mit Nizoral Creme, die innerhalb einiger Tage Linderung bringen würde, wenn ich Recht hätte. (Rezeptfrei).

Dr. Höllering :

Bauchgrummeln, Kälteschauer und Schlappheit wären eine logische Folge der Ileitis. Hier hilft Mesalazin, das Sie ja auch nehmen. Evtl. müsste man dann noch eine Kontrollspiegelung machen, weil man eine chronische Ileitis (Crohn) ausschließen muss. Omeprazol würde ich nach 4 Wochen absetzen, weil die Gastritis dann abgeheilt sein müsste und das Präparat auch Hautirritationen macht.

Dr. Höllering :

Essen dürfen Sie alles, was keine Erdnüsse, Eiklar oder Fructose (Marmelade, manche Fertiggerichte, frische Früchte) enthält. Die Intoleranz kann sich auch noch wieder bessern. Wenn es ihnen wieder gut geht, können Sie ganz langsam mit Fructose wieder anfangen und sehen, ob Sie kleine Mengen davon vertragen.

Dr. Höllering :

Das ist, was ich dazu beitragen kann. Ich wünsche Ihnen eine gute Besserung!

Dr. Höllering :

Guten Morgen,

gerne habe ich mich Ihrer Sorge angenommen und Ihre Frage beantwortet, und Sie haben meine Antworten gelesen. Möchten Sie noch etwas wissen? Dann fragen Sie mich gern! Sonst seien Sie bitte so freundlich, mit einer netten Bewertung dafür zu sorgen,dass Ihr angezahltes Honorar mich auch erreicht. Nur so kann Justanswer funktionieren, und Sie bekommen Rat und Hilfe jederzeit. Vielen Dank und alles Gute!

Experte:  Dr. Höllering hat geantwortet vor 3 Jahren.
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