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Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 25075
Erfahrung:  Notfallmedizin,Psychosomatik,Innere- und Allgemeinmedizin
61885400
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Dr. Gehring ist jetzt online.

Hallo, hoffe Sie können mir weiterhelfen

Beantwortete Frage:

Hallo, hoffe Sie können mir weiterhelfen. Meine Freundin ist Schwanger (9.SSW) und gerade in stationärer Behandlung in einer Klinik für Drogenentzug (wg. Benzodiazepine). Da sie Borderline hat und sie deswegen diese genommen hat. Sie ist nun zwei wochen drin. Und ihre Werte sind wieder auf Null. Sprich clean. Jedoch will die Klinik Sie noch nicht gehen lassen und obwohl ihr gesagt wurde das meine Freundin spätestens am Sonntag gehen kann. Sie wollte schon gestern gehen, da drohte jetzt die Klinik ihr mit einem richterlichen Beschluss. Deshalb hatte sie zugesagt bis Sonntag zu bleiben bzw. hat sich auch einsichtig gezeigt das das auch vernünftig ist noch ein paar Tage zu bleiben. Die Benzos hatte sie auch nur genommen, da sie es in ihrem aktuellen Umfeld in ihrer Heimatstadt es eben ohne die Medikamente nicht ausgehalten hätte. Deswegen wollten wir auch, dass Sie dieses Wochenende zu mir zieht, damit Sie aus dem Umfeld raus kommt. Sie ist auch freiwillig dort, also wrude durch niemanden gezwungen sich dort einweisen zu lassen. Jedoch wird sie dort nie ernst genommen oder ein Arzt ist auch nicht bereit ihr genaue Auskünfte zu geben wie gerade ihre Werte sind bzw. einen genauen Termin zu sagen, wann sie wieder raus kann. Da es heute wieder geheißen hat, sie können ihr noch nicht sagen, wann sie gehen darf. Sie wird dort eben nicht ernst genommen und wie ein "Depp" behandelt Auf Nachfrage hört ein Arzt ihr immer nur kurz zu und verschwindet danach wieder und lässt Sie ohne Anwort quasi stehen. Wenn Sie selbst geht droht die Klinik auch damit das Jugendamt einzuschalten bzw. dadurch einen richterlichen Beschluss. Kann man dagegen vorgehen? Kann die Klinik Sie einfach so quasi "festhalten"? Sie ist nicht geisteskrank oder nicht zurechnungsfähig, einen Vormund hat sie auch nicht bzw. Betreuer. Sie ist 23 Jahre alte. Steht es mir pesönlcih auch zu als Freund und Vater des ungeborenen Kindes mal mit dem Arzt reden zu können, damit wir diese Angelegenheit auch vernünftig ohne Beschluss bzw. Gerichtsverhandlung regeln können? Diese Situation ist auch sehr stressig für sie in dieser "Ungewissheit" zu sein und tut dem Kind auch nicht gut. Ständig dieses hin und her, mal wird gesagt, sie kann dann und da gehen und dann heßt es wieder, doch noch nicht und bekommt keine Antwort wieso weshalb warum. Wir haben auch angst dass es durch diesen ganzen Stress auch zu einem Abgang des Kindes führt. Was für Möglichkeiten haben wir? Vielen Dank für die Antwort im Voraus. MfG XXX

Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 4 Jahren.

Dr. Höllering :

Guten Abend,

Dr. Höllering :

das ist ja eine unschöne Situation. Ich halte es für sinnvoll, dass Sie mal das Gespräch mit den behandelnden Ärzten suchen. Sie haben zwar kein recht auf Auskunft (da gilt Schweigepflicht), aber Sie könnten vermitteln und klärend eingreifen. Wenn man Sie lässt, darum: Vorsichtig fragen, nicht gleich Vorwürfe machen!

Dr. Höllering :

Man kann Ihre Freundin nicht gegen ihren Willen festhalten, nur dann, wenn aute Eigen- oder Fremdgefährdung besteht, man also um das Leben Ihrer Freundin oder des Babys fürchten muss.

Dr. Höllering :

Da reicht eine Bemerkung Ihrer Freundin "dann bring ich mich eben um", gar nicht so gemeint, und dann kann das befürchtet werden! Eine Gerichtsverhandlung gibt es sowieso nicht, höchstens einen richterlichen Beschluss zur geschlossenen Unterbringung, wenn akute Gefährdung besteht.

Dr. Höllering :

Man ist sich wahrscheinlich schlicht nicht sicher, ob Ihre Freundin stabil genug für "draußen" ist. Da Sie die Stabilität unterstützen könnten, wäre Ihr Einsatz sicher hilfreich. An Blut- oder Leberwerten liegt das Hin und Her wahrscheinlich nicht, die sind gar nicht so wichtig.

Dr. Höllering :

Da Sie offline angezeigt sind, wechsel ich nun vom Chat in einen anderen Modus. Sie können mir hier gerne mit dem Antwort- Button antworten! Falls Ihre Frage aber ausreichend beantwortet ist, freue ich mich über eine freundliche Bewertung

Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 4 Jahren.
Unser Chat ist beendet, Sie können jedoch weiterhin nachfragen, bis Sie mit meiner Antwort zufrieden sind. Kommen Sie einfach zurück auf diese Seite, um die Konversation und neue Informationen hierzu anzusehen.

Was passiert nun?

Wenn Sie meine Antwort noch nicht bewertet haben, können Sie dies nun oben durchführen. Oder Sie können mir unten antworten, wenn Sie noch nicht zufrieden sind.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.


Hallo Frau Dr. Höllering,


 


danke für die Infos. Eine Bemerkung wie "dann bringe ich mich um" hat sie niemals von sich gegeben. Sie hat auch nie Suizidversuche gemacht oder derartiges in der Vergangenheit angedeutet.


 


Der einzige Grund weshalb sie drin balten wird, kann also nur sein, dass sie noch nicht als stabil genug angesehen wird, da die Ärzte meinen, sie sei zu "sprunghaft". Was auch immer man darunter verstehen mag.


 


Ich würde gerne mit einen Arzt reden und die Stabilität unterstützen. Jedoch hat meine Freundin angst, dass sich dadurch die Situation verschlimmert. Sie will ja freiwillig dann noch ein paar Tage drin bleiben, wir wollten ja nur endlich einen genauen Termin wissen, wann sie wieder raus kann.


 


Schon mal Vielen Dank für die Antwort!

Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 4 Jahren.

Danke für Ihr Antwort. Die gute Nachricht: Keiner wird gegen Ihre Freundin einen richterlichen Beschluss erwirken können, wenn keine akute Gefährdung besteht! Auch das Jugendamt wird sich nicht einmischen bei einer 23- Jährigen, nur dann, wenn Ihr Kind durch weiteren Drogengebrauch akut gefährdet wird. Leere Drohungen also. Ob Sie die Situation verschlimmern, hängt ganz von Ihrem Auftreten ab! Gern kann Ihre Freundin ja bei dem Gespräch dabei sein. Wenn Sie höflich genau das sagen, was Sie mir schrieben (dass Sie einen verlässlichen Termin haben möchten), sich dann freundlich und geduldig anhören, warum das bisher nicht ging, und was man noch plant, und dann ebenso geduldig fragen "Wie können wir uns jetzt einigen, damit es uns allen besser geht?", dann sehe ich überhaupt keine Gefahr. Ich drücke die Daumen!

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.


Vielen Dank XXXXX XXXXXür die Antwort! Eine letzte frage hätte ich noch: in wiefern könnte man sagen das eine Eigen- oder Fremdgefährdung für meine Freundin und das Kind vorliegen könnte ihrer Einschätzung nach?


 


Reicht dies wirklich aus wenn die Ärzte sagen, sie sei zu "unstabil"? Oder welche Voraussetzungen müssten noch erfüllt sein, das man von einer Gefährdung egal ob Eigen- oder Fremdgefährdung sprechen kann?


 


vielen Dank für Ihre Hilfe.

Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 4 Jahren.
"Instabil" alleine ist mit Sicherheit keine akute Eigen- oder Kindesgefährdung! Eigengefährdung hieße, dass Ihre Freundin mit Leichtsinn oder Unvernunft ihr Leben akut gefährdet, also quasi den Selbstmord plant. Davon kann ja wohl keine Rede sein.

Ihr Kind würde akut gefährdet werden, wenn Ihre Partnerin wieder Drogen (auch Benzos) nähme. Das könnte zu einer Behinderung Ihres Babys führen. Wenn man damit quasi rechnen muss, weil man Ihrer Partnerin nicht zutraut, clean zu bleiben, ist eine gerichtliche stationäre Unterbringung vertretbar.

Das meinen die Kollegen evtl. mit "instabil". Es muss mit ziemlicher Sicherheit gewährleistet sein, dass Ihre Partnerin wirklich clean bliebt. Inwieweit De dazu beitragen können, können Sie ja darlegen.
Dr. Gehring und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.


Das ist wohl der springende Punkt. Das die Ärzte ihr nicht zutrauen, dass sie clean bleibt. Dann werde ich mal sehen, das ich mit einen der Ärzte reden kann, damit diese "Sicherheit" gewährleistet ist. Sie ist ja schließlich auch Vernünftig und will diese ja nicht mehr danach nehmen. Vorallem auch wegen der Schwangerschaft.


 


Haben Sie vielen Dank.

Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 4 Jahren.
So wird es sein, ja. Und wenn das Baby geschädigt ist, gibt es kein Zurück mehr, darum ist man lieber vorher auf der sicheren Seite!

Dann drücke ich Ihnen die Daumen für das Gespräch, und dafür, dass alles gut wird.

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Alles Gute!