So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Dr. Berghem.
Dr. Berghem
Dr. Berghem, Facharzt
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 559
Erfahrung:  Facharzt für Kinderheilkunde, 17 Jahre Erfahrung in stationärer psychosomatischer Rehabilitation Erwachsene und Kinder, Allergologe, Naturheilverfahren
65728183
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Medizin hier ein
Dr. Berghem ist jetzt online.

Patientin mit schwerer depressiver Episode arbeitsunfähig seit

Kundenfrage

Patientin mit schwerer depressiver Episode arbeitsunfähig seit gut einem Jahr, Anfang 12.2012 aus einer 5-wöchigen psycho-Reha als AU entlassen. MDK diagnostiziert jetzt Anpassungsstörung auf äußere Belastung, chronische depressive Episode, OSA mit CPAP-Therapie, jedoch keine AU. Patientin fühlt sich aber gar nicht arbeitsfähig, was spricht für die Patientin, was dagegen? Benötigen Sie weitere Infos für einen verlässlichen Kommentar? Besten Dank und freundliche Grüße
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Dr. Berghem hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,

leider kann die Frage der Arbeitsfähigkeit aus der Ferne überhaupt nicht, auch nicht ansatzweise beurteilt werden. Diese Frage sollte unbedingt der behandelnde Arzt beurteilen. Der verfügt über mehr Informationen als der MDK - Gutachter. Aus meiner Sicht braucht man dafür in diesem speziellen Fall ein mindestens 30 Minuten Gespräch mit der Patientin und die komplette Übersicht über alle Unterlagen.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Just Answer sagt mir, Sie benötigen mehr Informationen...

Mit behandelndem (Verhaltens-)Psychologen und Hausärztin war geplant, den Bezug von Krankengeld möglichst lange zu nutzen, und dann (Teil-)Erwerbsminderungsrente (wird ja oft zeitlich begrenzt bewilligt) zu beantragen, um der Patientin die Zeit der Genesung zu ermöglichen, in der sie natürlich verhaltenstherapeutisch begleitet wird. Dies ist im Entlassungsbericht so dokumentiert: arbeitsunfähig entlassen, später im Bereich 3-6 Stunden arbeitsfähig.

 

Behandelnde Ärztin ist immer noch der Ansicht, dass Patientin nicht arbeitsfähig ist.

 

Das den 2 Reha-Entlassungsberichten 2012 (othopädisch, psychologisch) widersprechende MDK-Gutachten (sowohl für die bisher beteiligten Ärzte als auch für Patientin und BKK unerwartet) scheint die Patientin wieder auf den Zustand bei Beginn der AU zurückgeworfen zu haben: Durch eine fristlose Kündigung nach fast 30 Jahren tadelloser Arbeit bei diesem Dienstgeber wurde der Patientin - so empfand sie es, ihr Lebenswerk kaputtgemacht, ihr guter Ruf ...
jetzt wieder, nach einer einfühlsam aufgebauten Zukunftsperspektive mit einem realistischen Heilungsweg wurde dies durch ein unsensibles Gutachten wieder kaputtgemacht.

 

Gutachten wurde von einem Arzt für innere Medizin erstellt, also nicht von einem psychologischen Facharzt.

 

Obwohl beim Arbeitsgericht alle Vorwürfe vom Tisch waren, dauert die Auseinandersetzung mit dem Dienstgeber noch an (er hat Auflagen des Auflösungsvertrags noch nicht erfüllt, schuldet Urlaubsgeld usw), dies belastet sehr.

 

Sollten Sie weitere Infos benötigen fragen Sie bitte gern nach, die werden gern beantwortet, da der Patientin auch dahingehend geholfen werden muss, indem ihr ein Weg gezeigt wird, wie sie aus dieser für sie ausweglos scheinenden Situation herauskommen kann

 

Besten Dank und freundliche Grüße

 

PS: Die eingangs gestellte Frage war ja auch eher allgemein gehalten, so wie es ja auch bei JustAnswer sein sollte, die speziellen Infos sollten die geschilderte Problematik etwas eingrenzen, hilfreich wäre ja auch ein Link ins Internet, wo man selber gezielt nachlesen kann, oder der Hinweis auf Fachliteratur, damit man die in der Diagnose verwendeten Fachbegriffe auf relevante Faktoren zur Arbeitsunfähigkeit hin untersuchen kann. So nach dem Schema: Wenn A dann AU, wenn B dann EF usw. Nochmals Danke

 

Experte:  Dr. Berghem hat geantwortet vor 4 Jahren.

ok, das war ein systembedingtes Mißverständnis.

Natürlich ist das aus der Ferne nicht objektiv zu beurteilen, wobei 2 Fachgutachten pro und ein Allgemeingutachten Kontra schon etwas aussagen... Ich würde ein psychiatrisches Gutachten einfordern.

Vielleicht hilft Ihnen die Richtlinie des Medizinischen Dienstes weiter?

www.mdk.de/media/pdf/BGA_ABBA_2004.pdf

herzliche Grüße

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Danke sehr!

Experte:  Dr. Berghem hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,
Ich hoffe, ich konnte Ihnen ein bisschen weiter helfen. Über eine positive Beurteilung meiner Antwort würde ich mich freuen, dann bekomme ich auch ein Honorar für meine Bemühungen. Herzlichen Dank und alles Gute!
Dr. Berghem und 2 weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Auch wenn Sie meine Frage, wie Sie selbst sagten, "leider kann die Frage ... aus der Ferne überhaupt nicht, auch nicht ansatzweise beurteilt werden", und Sie auf die Frage auch erst beim zweiten Anlauf überhaupt reagiert hatten, werde ich schon einmal positiv bewerten, so auf Vorschuss sozusagen.


 


Die Frage, was denn allgemein bei so einer Diagnose und einer sich nicht arbeitsfähig fühlendne Patientin für die Patientin, was dagegen spricht - oder anders gefragt ... was bei der Diagnose im Allgemeinen für eine AU spricht, was für eine EF, wurde bis jetzt nicht beantwortet! Nicht einmal ein hilfreicher Link oder Hinweis auf Fachliteratur ;-(((


 


Der Hinweis auf die ABBA hat geholfen, die Qualität des Gutachtens einzuordnen. Danke. ABBA einzuhalten scheint aber nicht zwingend für Gutachter zu sein, oder?


 


Mit freundlichem Gruß

Experte:  Dr. Berghem hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,
Leider kann man Arbeitsfähigkeit nicht messen. Es gibt keine zwingenden Kriterien, an die sich Gutachter halten müssen. Letztendlich ist es immer ein subjektiver Eindruck des Gutachters. Wie sich ein Patient fühlt, ist eben so subjektiv wie auch die Einschätzung, ob der Gutachter der Patientin glaubt... Im Regelfall haben Gutachter nach dem Medizinstudium noch mindestens fünf Jahre Facharztausbildung und eine Ausbildung zum Gutachter. Und trotzdem kommen Gutachter ja oft zu unterschiedlichen Aussagen....
Herzliche Grüße

Ähnliche Fragen in der Kategorie Medizin