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Bergmann
Bergmann, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 1081
Erfahrung:  20j. Berufserfahrung in Kinder-, Jugendmedizin, Dermatologie, innere Medizin
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Bergmann ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich brauche dringend einen

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich brauche dringend einen Rat. Mein Sohn ist 9 Jahre alt. Da ich selbst während meiner Kindheit permanent Karies hatte, habe ich mich entschieden, bei meinem Sohn mit Flouridtabletten von Geburt an vorzubeugen.
Bis nach der Einschulung hat er diese (Zymaflour) auch genommen und zwar so, wie für sein Alter vorgeschrieben.
Jetzt stelle ich fest, dass er an den Scheidezähnen und den Zähnen daneben Flecken hat und vermute, dies könnte eine Fluorose sein. Ich wollte alles richtig machen und jetzt hat er so komische Zähne. Ich habe damals die Packungsbeilage von Zymaflour genau studiert und mich genau daran gehalten. Was soll ich jetzt machen???
Er putzt mit einer Jugendzahnpasta (Odol Junior). Soll ich jetzt lieber auf eine Zahnpasta ohne Flourid umsteigen, damit es nicht noch schlimmer wird?
Meine anderen beiden Jungs (3 und 5 Jahre) nehmen es auch und ich würde gern sofort die Therapie unterbrechen. Muss man die Flouridtabletten "ausschleichen"???
Ich will meinen Sohn, der die "Dinger" ohnehin schon widerwillig genommen hat nicht noch mehr verunsicher und daher ungern damit zum Zahnarzt gehen. Bitte geben Sie mir einen Rat, wie ich auf "Nummer sicher" gehen kann ohne meinen Sohn jetzt gleich unbedingt zum Zahnarzt schleppen zu müssen....

Vielen Dank

A.Füner
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Bergmann hat geantwortet vor 4 Jahren.

Hallo und guten Abend,

 

bis vor wenigen Jahren wurde von der europäischen Gesellschaft für pädiatrische Ernährungsfragen ( Prof Koletzko, Aachen) (ESPGHAN) für alle Kinder empfohlen, ab dem Säuglingsalter Fluoretten (z.B. Zymafluor) regelmäßig zu verabreichen, um Karies vorzubeugen.

 

Inzwischen haben sich hier die Richtlinien geändert:

 

Empfohlen wird heute, jodiertes und fluoridiertes Speisesalz zum Kochen zu verwenden, eine fluoridierte Zahnpasta zu verwenden und die Zähne zweimal jährlich beim Zahnarzt kontrollieren zu lassen.

 

Dieser Gesinnungswandel kam durch die vermehrten Fälle von Fluorose als Folge der konsequenten Fluoridgabe in den vergangenen 20 Jahren.

 

Für Sie bedeutet dies: sofortiges Absetzen der Zymafluor - Tabletten

tägliche Zahnpflege mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta

zweimal jährliche Kontrollen beim Zahnarzt

 

Ausschleichen muss man Zymafluor nicht.

 

Alles Gute und freundlichen Gruß!

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Herr Bergmann, ich habe noch eine ergänzende Frage. Mein kleiner Sohn (5 Jahre) hat nur die Hälfte der empfohlenden Dosis Zymaflour bekommen. Nun habe ich gerade festgestellt, dass unsere letzte Salzpackung auch Flourid enthielt. Kann es dadurch sein, dass er die gleichen Symptome bildet? Bittw dringend um eine Antwort
Kann mein grosser Sohn trotz der Symptome eine Jugendzahnpasta verwenden?
Experte:  Bergmann hat geantwortet vor 4 Jahren.

Hallo noch einmal,

 

zunächst zu Ihrem kleinen Sohn:

 

Da er jeweils nur die Hälfte der empfohlenen Dosis Zymafluor bekommen hat, ist sein individuelles Risiko nur etwa 20%, auch eine Fluorose bekommt, ganz ausschließen kann man dies jedoch nicht.

 

Der Fluorid-Gehalt des Speisesalzes spielt hier keine große Rolle, wird also sein Risiko nicht weiter erhöhen.

 

Ihr großer Sohn darf eine Jugendzahnpasta verwenden. Die Flecken an den Zähnen werden zwar nicht mehr rückläufig sein, jedoch auch bei Benutzung einer entsprechenden Zahnpasta nicht weiter zunehmen.

 

Freundliche Grüße.