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siepi-doc, Dr.Dr.med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 109
Erfahrung:  Arzt
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Seit ca. 1,5 Jahren werde ich von meinem Hausarzt (Facharzt

Beantwortete Frage:

Seit ca. 1,5 Jahren werde ich von meinem Hausarzt (Facharzt für Innere Medizin) gegen Bluthochdruck behandelt. Man hat verschiedene Tabletten probiert.
Momentan nehme ich seit ca. 5 Monaten:
Morgens:
1,5 Tabletten Metoprololsuccinat 95 mg
1 Tablette Exforge HCT 5mg/160 mg/12,5 mg
1 Tablette Moxonidin 0,2 mg

Abends:
1 Tablette Exforge 5 mg/160 Mg
1 Simvabeta 20 mg

Der Blutdruck hat sich nach einer Einlaufphase stabilisiert und liegt im Normalfall im Bereich 130(140)/ 85(90), wobei der diastolischer Blutdruck mitunter aber auch im Bereich 95-99 liegt.
Die letzte Untersuchung beim Hausarzt liegt ca. 8 Wochen zurück und er war mit allen Werten (insbesondere auch den Blutwerten) sehr zufrieden (alles im Normbereich).
Nach dem ich mich mit dem normalen Blutdruck eine Zeitlang sehr wohl gefühlt habe, habe ich seit ca. 14 Tagen mit erheblichen gesundheitlichen Problemen zu tun (der Blutdruck selbst ist aber halbwegs o.K.).
Ich habe sehr schwere Beine (unterhalb der Knie), ein bisschen zittrige Arme, kann mich kaum belasten, bekomme schnell hohen Puls beim Treppensteigen und habe komische Kopfschmerzen mit Druckgefühl.
Sind meine Beschwerden auf die Nebenwirkungen der Tabletten zurückzuführen, hat sich der Gesundheitszustand meines Herzens trotz regelmäßiger Untersuchungen und trotz normalen Blutdrucks erheblich verschlechtert? Welche Gefahren bestehn für mich?
Was kann ich selbst zur Verbesserung meiner Gesundheit unternehmenß
(Ich dusche morgens kalt. Treibe ein bisschen Sport (laufen und Rad fahren).

Ich bin 53 Jahre, wiege bei 180 cm ca. 95 kg. Habe in meiner Jugend intensiv Ausdauersport getrieben (Langstreckenlauf) und bis zu meinem 50. Lebensjahr Fußball gespielt.
Momentan weiß ich nicht, was ich machen soll.
Falls ich zum Hausarzt gehe, denke ich, er nimmt mich nicht richtig ernst.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  siepi-doc hat geantwortet vor 5 Jahren.

Empfehlung: Zur Verbesserung Ihrer Gesundheit sollten Sie bewusst den Körper vom Gewicht entlasten.

Bei einer Körpergröße von 180 cm und einem Gewicht von 95 kg beträgt Ihr

Body-Mass-Index 29,3.

 

Bei 53-jährigen liegt der ideale BMI nach Angabe der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) im Bereich von 22 bis 27.

 

Anschließend kann die Tabletten-Einnahme reduziert werden.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Mir ging es schwerpunktmäßig um diese Probleme:


 


Ich habe sehr schwere Beine (unterhalb der Knie), ein bisschen zittrige Arme, kann mich kaum belasten, bekomme schnell hohen Puls beim Treppensteigen und habe komische Kopfschmerzen mit Druckgefühl.
Sind meine Beschwerden auf die Nebenwirkungen der Tabletten zurückzuführen, hat sich der Gesundheitszustand meines Herzens trotz regelmäßiger Untersuchungen und trotz normalen Blutdrucks erheblich verschlechtert? Welche Gefahren bestehn für mich?


 


Sind das eher Nebenwirkungen oder sind meine Herzklappen beschädigt?


 


 


Das mit dem Abnehmen kenne ich und habe bereits 7 Kilo abgenommen.

Experte:  siepi-doc hat geantwortet vor 5 Jahren.

Man sollte zunächst gezielt ein Belastungs-EKG und eine Herz-Ultraschalluntersuchung machen, um eine Herzinsuffizienz bedingt durch verminderte Durchblutung und/oder evtl. Schäden der Herzklappen auszuschließen. Sportlerherz ?

 

Danach kann man mögliche Gefahren beurteilen oder auf Nebenwirkungen schließen.

 

 

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Belastungs-EKG habe ich vor ca. einem Jahr im Krankenhaus gemacht. Es wurde nichts Wesentliches festgestellt. Herz-Ultraschall wurde auch schon gemacht (Ende 2011). Die Untersuchung war ebenfalls ohne Befund. Kann das Herz in einem Jahr dramatisch an Leistung verlieren?


Sportlerherz ist mehr eine ganz vage Vermutung von mir. Bisher wurde in der Richtung nocht nichts angedeutet.


Sind denn die verschriebenen Medikamente so weit von der Menge und Art üblich?


Hat man bei Herzschwäche auch heftige Kopfschmerzen?


 

Experte:  siepi-doc hat geantwortet vor 5 Jahren.

Ihre geschilderten Probleme sind dann am ehesten Nebenwirkungen der Tabletteneinnahme zurückzuführen und es stellt sich die Frage, ob weniger nicht ausreichend sind.

 

Morgens: 1,5 Tabletten Metoprololsuccinat 95 mg

Metoprolol ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der selektiven β1-Adrenorezeptorenblocker (Betablocker) und wird zur Behandlung des Bluthochdrucks, der koronaren Herzkrankheit, von Herzrhythmusstörungen und zur Akutbehandlung des Herzinfarktes verwendet. Ein weiteres Anwendungsgebiet ist die Migräneprophylaxe.

 

1 Tablette Exforge HCT 5mg/160 mg/12,5 mg

Exforge enthält drei blutdrucksenkende Wirkstoffe: Amlodipin, Valsartan und Hydrochlorothiazid (HCT).

 

Amlodipin ist ein Kalzium-Antagonist (Kalzium-Kanalblocker). Es blockiert diese Kanäle in der Wand der Gefäßmuskulatur und verhindert, dass Kalzium in die Muskelzellen einströmt.

 

Valsartan: Einer der Botenstoffe, die an der normalen Blutdruckeinstellung im Körper beteiligt sind, ist das Hormon Angiotensin-II. Es erhöht den Blutdruck durch eine Verengung der Blutgefäße. Valsartan ist ein Angiotensin-II-Antagonist.

 

Hydrochlorothiazid (HCT) ist ein Thiazid-Diuretikum, wirkt also harntreibend: Es steigert die Ausscheidung von Natrium- und Chlorid-Ionen und zusammen mit diesen von Wasser. Dadurch verringert sich auch der Wasseranteil im Blut, wodurch der Druck auf die Gefäße sinkt.

 

Nebenwirkungen: Aufgelistet sind die wichtigsten, bekannten Nebenwirkungen. Sie können auftreten, müssen aber nicht, da jeder Mensch unterschiedlich auf Medikamente anspricht.

Häufig: Erniedrigter Kaliumspiegel (Hypokaliämie), Schwindel, Kopfschmerzen, Absinken des Blutdrucks (Hypotonie), Verdauungsstörungen, häufiges Wasserlassen, Erschöpfung, Wasseransammlungen im Gewebe

Gelegentlich: Appetitlosigkeit, Veränderung von Blutwerten (z.B. Anstieg der Blutfette, Mangel an Kalium), Schlafstörungen, Koordinationsprobleme, Teilnahmslosigkeit, Empfindungsstörungen, Nervenschmerzen, Ohnmacht, Zittern, Benommenheit, Sehstörungen, Herzrasen, Venenentzündungen, Husten, Atemnot, Bauchschmerzen, Mundgeruch und -trockenheit, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, übermäßiges Schwitzen, Ausschlag, Rücken-, Muskel- und Gliederschmerzen, Muskelkrämpfe, Gelenkschwellung, akutes Nierenversagen, Impotenz (Erektile Dysfunktion), Gangstörungen, Unwohlsein, Schwäche

 

1 Tablette Moxonidin 0,2 mg

Moxonidin ist ein Arzneistoff, der zur Behandlung der essentiellen Hypertonie (Bluthochdruck) verwendet wird. Er ist ein Analogon zum ebenfalls blutdrucksenkenden Wirkstoff Clonidin und zählt zu den Imidazolinderivaten.

 

Abends: 1 Tablette Exforge 5 mg/160 Mg (siehe oben)

 

1 Simvabeta 20 mg Filmtabletten enthalten den Wirkstoff Simvastatin, ein Arzneimittel aus der Gruppe der sogenannten Statine, die wiederum zur Klasse der Cholesterin-Synthese-Enzymhemmer gehören. Statine werden zur Behandlung von erhöhten Blutfettspiegeln angewendet.

 

Potentiell ungünstige Kombinationen sind:

 

Bradykardie: Betablocker, Ca-Antagonist

Tachykardie: Ca-Antagonist, Diuretikum

Orthostaseneigung: Betablocker, Ca-Antagonist, Diuretikum

Herzinsuffizienz: Diuretika

Siehe z.B. http://www.uni-leipzig.de/~pharm/phfn/hyperton.pdf

 

Empfehlung: Zunächst in Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt den Ca-Antagonisten weglassen. Blutdruck kontrollieren über 2-3 Wochen. Danach auch das Diuretikum (HCT) weglassen und beobachten, ob dann die Medikation ausreicht oder die Dosis der verbleibenden Medikamente erhöht werden sollte.

 

 

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Wenn ich die Empfehlung richtig interpretiere, muss ich aber "nur" die Tablette Exforge HCT 5mg/160 mg/12,5 mg weglassen oder beide Exforge (wegen Ca-Antagonist)?


Wann können dann die Nebenwirkungen zurück gehen?


In der zweiten Novemberwoche soll ich von meinem HNO-Arzt aus zur Nasenscheidenwand -OP ins Krankenhaus (nachts zu wenig Sauerstoff, stockende Atmung). Ist das trotz der jetzigen Nebenwirkungen unkritisch oder sollte ich damit warten, bis ich mich wieder halbwegs gesundheitlich wohl fühle?


 


 

Experte:  siepi-doc hat geantwortet vor 5 Jahren.

Ihre geschilderten Probleme sind am ehesten als Nebenwirkungen der Verordnung von zu vielen verschiedenen Tabletten zurückzuführen. Sie nehmen zurzeit 5 (fünf) verschiedene Einzelsubstanzen zur Blutdrucksenkung:

  1. Metoprolol (Betablocker)

Exforge HCT 5mg/160 mg/12,5 mg:

2. Hydrochlorothiazid (HCT)

3. Amlodipin ( Kalzium-Antagonist)

4. Valsartan (Angiotensin-II-Antagonist)

 

und 5. Moxonidin (Imidazolinderivat).

 

damit sind Sie übertherapiert. Normalerweise sollten 3 Einzelsubstanzen ausreichen für eine effektive Blutdrucksenkung.

 

Siehe auch: http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/046-001_S2_Behandlung_der_arteriellen_Hypertonie_06-2008_06-2013.pdf

 

Um es einfacher für Ihren behandelnden Arzt zu machen: (der Sie, wie Sie sagen, nicht ganz ernst nimmt !! Würd´ ich drüber nachdenken !)

 

Nur noch 3 Substanzen: z.B. Metoprolol , Amlodipin und Moxonidin

Blutdruck kontrollieren über 2-3 Wochen und beobachten, ob die Medikation ausreicht und die Nebenwirkungen zurückgehen oder die Dosis der verbleibenden Medikamente erhöht werden sollte oder eine andere 3er-Kombination von Vorteil wäre.

 

Die HNO-OP ist hier unkritisch, solange der Blutdruck stimmt und Sie keine gerinnungshemmenden Medikamente einnehmen, wie z.B. Aspirin o.ä. wegen der Kopfschmerzen.

 

Experte:  siepi-doc hat geantwortet vor 5 Jahren.

Fehler- Korrektur:

 

Nur noch 3er-Kombination: z.B. Metoprolol , Valsartan und Moxonidin

 

Amlodipin ( Kalzium-Antagonist) wie oben beschrieben: weglassen !!

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Tabletten, die nur Valsartan enthalten habe ich nicht, oder?


Da muss ich mir wohl neue Tabletten verschreiben lassen?

Experte:  siepi-doc hat geantwortet vor 5 Jahren.

Ja, Sie sollten sich Valsartan 160 mg verschreiben lassen, z.B. Diovan 160 mg protect Filmtabletten oder von einer anderen Firma, das ist egal.

 

Sie haben bisher morgens und abends jeweils 160 mg in Exforge genommen.

 

1 x täglich 160 mg sollten jedoch ausreichen.

 

Alles Gute

siepi-doc und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.