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Dr. Hamann
Dr. Hamann, Dr. med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 6667
Erfahrung:  Fachärztin Allgemein und Innere Medizin
60343779
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Dr. Hamann ist jetzt online.

HNO: bin 54 JUahre alt,bei mir wurde nach der Spülung des linken

Kundenfrage

HNO: bin 54 JUahre alt,bei mir wurde nach der Spülung des linken Ohres wegen eines Pfropfes ein Loch im Trommelfell festgestellt und eine Entzündung des Gehörganges, bin seit dem 02.10.12 stark erkältet (Schnupfen, Husten), seit der Spülung höre ich auf der linken Seite alles sehr gedämpft, habe ein Druckgefühl,beim Hinlegen wird mir schwindelig, was sich dann wieder legt, nehme z.Zt. Antibiotika. Hatte als Kind sehr oft Mittelohrentzündungen, lt. HNO-Arzt ist das Trommelfell sehr vernarbt.Jetzt meine Frage: wie lange dauert es, bis das Loch im Trommelfell zugewachsen ist? Habe im Dezember eine längere Flugreise vor mir, könnte es dabei Probleme geben, wäre eine operative Abdeckung evtl. günstiger? Es gab 1985 bereits eine Perforation des Trommelfells in diesem Ohr, die operativ durch das Ohr abgedeckt wurde.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Dr. Hamann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Abend,

Durch die Vernarbung des Trommelfells nach mehreren Mittelohrentzündungen in der Kindheit, einer TrommelfellOP nach Ruptur und nun erneuter Ruptur, wird eine einfache Abheilung sicher sehr schwer. Es muss der Verlauf zeigen, ob es von allein heilt oder ob eine Erneute Deckung notwendig ist. Ob das Trommelfel von allein zu wächst, halte ich für unwahrscheinlich, es muss jedoch der Verlauf zeigen.
Ein offenes Trommelfell ist schlecht für die Schallübertragung auf das Mittelohr. Aber so kann beim Druckausgleich dies direkt über das offene Trommelfell erfolgen. Damit sollte dem Fliegen nichts im Wege stehen. Ist allerdings das Trommelfell gerade eben erst verheilt, kann unter Umständen der Druckausgleich über die Ohrtrompete nicht ausreichen und das Trommelfell belasten. Darum bitte vor dem Flug noch einmal den HNO Arzt konsultieren. Kritisch hierbei sind nur Start und Landung. Die Länge des Fluges ist dabei unerheblich.

In jedem Fall kann das derzeitige gedämpfte Hören und auch der Schwindel durch eine erneute Infektion bedingt sein. Auch das Schwindeligwerden beim Hinlegen (Lagerungswechsel) kann hierdurch erfolgen.
Sobald die Antibiotika wirken, sollte dies nach und nach besser werden.
Meiden sie in jedem Fall Baden oder beim Duschen darauf achten, dass kein Wasser in das linke Ohr läuft. Denn so können wieder erneut Keime eindringen.

Die operative Deckung des Trommelfells sollte erst nach Ausheilung der Entzündung des Gehörganges und der vermuteten Mittelohrentzündung erfolgen.

Haben Sie dazu Fragen? Gern helfe ich Ihnen weiter.

Alles Gute und rasche Besserung.


Mit freundlichen Grüßen,

Dr. K. Hamann

Dr. Hamann und 2 weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Danke XXXXX XXXXX für die Antwort. Mein Problem ist, dass ich aus gesundheitlichen Gründen (Rückenprobleme und Arthrose Kniegelenke) bisher 1-2x pro Woche zum Aqua-Jogging in der Schwimmhalle bin und das wäre ja dann vorläufig kaum möglich. Die nächste Kontrolle möchte mein behandelnder HNO-Arzt aber erst im Februar 2013 machen (in unserer Region in Brandenburg gibt es leider zu wenig Fachärzte, so dass die vorhandenen sehr viele Patienten bewältigen müssen und mit ausführlichen Auskünften eher zurückhaltend sind). Wann lässt sich in etwa denn frühestens feststellen, ob das Loch im Trommelfell allein zuwächst? Dass die Entzündung vor einem Eingriff erst ausheilen muss ist mir schon klar. Die Antibiotika nehme ich noch bis Dienstag früh (war eine Packung mit 10 Stück).


Habe mir in der Apotheke Ohrstöpsel fürs Schwimmen und Duschen gekauft. Könnte ich damit in die Schwimmhalle gehen? Beim Aquajogging (mit Schwimmgürtel im tiefen Wasser) wird der Kopf ja eigentlich nicht ins Wasser getaucht, so dass die Ohrstöpsel eigentlich nur "Zufallsspritzer" abhalten müssten. Oder wäre das zu riskant?


MfG G.Kroll

Experte:  Dr. Hamann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ja, mit den Ohrstöpseln können sie in die Schwimmhalle gehen. Doch diese Ohrstöpsel nicht zu lange drin behalten, da so die Belüftung des entzündeten Gehörganges verhindert wird und eine Heilung erschweren.

Die Kontrolle in 2013 ist aus meiner Sicht zu spät. Hier sollte in 4-6 Wochen kontrolliert werden. Aber natürlich ist es verständlich, wenn es zu wenige Fachärzte gibt. Wo In Brandenburg sind sie denn?
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Danke für die Antwort. In die Schwimmhalle geht es natürlich erst wieder, wenn die Erkältung ausgeheilt ist und länger als 1 Stunde bleibe ich eh nicht im Wasser. Und wegen der Kontrolle in 4-6 Wochen werde ich beim HNO-Arzt noch einmal nachfragen. Zumindestens har er angeboten, dass ich bei Problemen eher kommen kann. Ich wohne in Senftenberg (60 km nördlich von Dresden im Süden Brandenburgs). Eine Stadt mit 34 000 Einwohner (einschließlich eingemeindete Orte) und durch die starke Abwanderung der jungen Leute in den letzten 20 Jahren mit einer ungünstigen Altersstruktur. Da haben die 2 HNO- Ärzte am Ort sehr gut zu tun. Und wenn ständig 10 Patienten und mehr im Warteraum sitzen, dann fördert das nicht gerade die Geprächsbereitschaft der Ärzte. Meine Hausärztin (innere Medizin) die im letzten Jahr in den Ruhestand gegangen ist, hatte 2300 Patienten in ihrer Kartei und keine Nachfolger für die Praxis. Ich habe 4 Monate gebraucht, bis ich einen neuen Hausarzt gefunden habe und da bin ich auch nur durch Fürsprache einer Freundin reingerutscht. Wir haben hier auch einen 74- jährigen Orthopäden und einen 70-jährigen Chirurgen (reaktiviert aus dem Ruhestand), die mangels jüngerem Ersatz noch stundenweise praktizieren. Dabei sind wir noch eine Kreisstadt mit einer guten Infrastruktur. In den ländlichen Regionen sieht es noch schlimmer aus. Soviel zum Thema Arztmangel.


Also nochmals vielen Dank für Ihre kompetente Antwort. Alle Fragen lassen sich eben doch nicht mit Google klären.


MfG G.Kroll

Experte:  Dr. Hamann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Frau Kroll,

ich sehe das Problem und verstehe die Politik dahinter nicht. Die Hausärzte auf dem Land haben jeden Tag Dienst und Bereitschaft und am Wochenende. Klar, das junge Kollegen das nicht machen wollen. einerseits fehlt die Infrastruktur, Betreuung und Spaß für die Kinder und auf der anderen Seite die Belastung ohne finanzielle Anreize wird sich das nicht bessern.

Für einen Hasubesuch bekommt der Arzt 15 Euro. Holen sie sich mal einen Schlüsseldienst oder Monteur für die kaputte Waschmaschine, der verlangt allein 80 Euro Anfahrt.

Na so geht es nicht, die Patienten und die Ärzte leiden. Von Verdienst kann man da nicht mehr sprechen.

Warum brauchen wir über 300 verschiedene Krankenkassen?

Egal. Ich wünsche ihnn gute Besserung! Viele Grüße nach Senftenberg (in Großkoschen war ich 1986 bei einer Kanumeisterschaft als Athletin :-) Jugendsportgruppe AK 12 :-)

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. K. Hamann
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo Frau Dr. Hamann,


 


eine Frage hat sich doch noch ergeben: morgen früh nehme ich das letzte mal das Antibiotikum. Die Erkältung (Husten und Schnupfen) hat sich gebessert, Geruch und Geschmack sind wieder da. Mein Problem ist, dass ich in dem Ohr mit dem defekten Trommelfell nach wie vor ein sehr starkes und unangenehmes Druckgefühl habe, das zum Teil auch schmerzhaft ist (so, als ob ich einen zu festen Wattepfropfen im Ohr hätte oder das Ohr schafft den Druckausgleich z.B. nach einer Landung nicht). Bleibt das jetzt so, bis das Trommelfell wieder verschlossen ist? Oder sollte ich doch noch einmal versuchen kurzfristig zum HNO-Arzt zu gehen um überprüfen zu lassen, ob die Entzündung im Ohr jetzt weg ist? Das ich auf dem Ohr jetzt alles gedämpft höre, ist vermutlich normal bei einem Loch im Trommelfell . Das war beim letzten Mal auch so. Aber an ein derartig starkes Druckgefühl kann ich mich nicht erinnern.


Vielen Dank im voraus für eine Antwort


MfG G.Kroll


PS: wenn Sie 1986 bereits einmal in Großkoschen waren, dann kann ich einen erneuten Besuch nur empfehlen. Es gibt hier inzwischen mehrere Seen, die aus ehemaligen Tagebauen entstanden und z.T. mit Kanälen miteinander verbunden sind, man kann im Urlaub auch in schwimmenden Häusern wohnen, es gibt ein sehr gut ausgebautes Netz an Radwegen um und zwischen diesen Seen, es gibt einen Hafen für Segel- und Motorboote. Die Gesamtmenge der Wasserfläche ist mittlerweile vergleichbar mit der Mecklenburger Seenplatte. Und ist das Wetter nicht so schön, dann kann man auch im Sommer in Senftenberg in der Skihalle Snowtropolis Wintersport betreiben. Oder ins Tropical Island bei Baruth (an der Autobahn A13 nach Berlin ) fahren, eine riesige Halle, in der früher Luftschiffe gebaut wurden (mit Urwald, Badesee etc.).Also in Bezug auf Freizeitmöglichkeiten, sehr guter sauberer Luft (von der schmutzigen Schwerindustrie wie Brikettfabriken, Kohlekraftwerke ist nach der Wende fast nichts übrig geblieben) gepflegter Landschaft, preiswerte Grundstücke, günstige Gewerbemieten etc müssten wir eigentlich mittlerweile von niederlassungswilligen Ärzten überrannt werden. Ist aber nicht so. Unser Klinikum vergibt mittlerweile Stipendien für Medizin-Studenten aus der Region, wenn diese sich verpflichten, nach dem Studium hier zu arbeiten.Doch nun genug mit dem Exkurs.


 

Experte:  Dr. Hamann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Dieses Druckgefühl würde ich als normal einschätzen.Es kann auch im rahmen der gerade abklingenden Schnupfensymptome noch eine Schwellung in der Ohrtrompete sein, also dem Ganz von Rachen zum Mittelohr. Dies erledigt normalerweise den Druckausgleich.
Ist der Druck noch vorhanden, sehe ich das noch im Rahmen an.

Und ja, schwimmende Häuser, das klingt toll. Wäre was für unsere Kinder im nächsten Sommer :-)
Liebe Grüße
Kathrin Hamann