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Drwebhelp, Arzt
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 3230
Erfahrung:  20 Jahre eigene Praxis, Allgemein und Tropenmedizin.
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Meine Frage richtet sich an die HNOAbteilung. Ich habe seit

Kundenfrage

Meine Frage richtet sich an die HNOAbteilung. Ich habe seit 1/2 Jahr ein ziemlich großes Loch in einem Trommelfell. Ich konnte vorher auf dieser Ohr sehr gut hören, war geradezu auf dieses Ohr angewiesen, weil das anderes Ohr schlecht hört. Dazu kommt, daß ich meine Hören beruflich brauche. Meine Frau lautet: dann das Loch im Trommelfell so operiert werden, daß ich hinterher wieder gut höre. Ist das sicher? Oder könnte sich sogar das Gehört auf dem "guten Ohr" verschlechtern? Eine weitere Frage ist die nach einem Hörgerät: kann das Loch unoperiert bleiben und dennoch ein Hörgerät die Hörfähgkeit verbessern auf diesem Ohr? Mit Dankbarkeit eine Antwort erwartend.

Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Drwebhelp hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo und guten Morgen, leider haben wir hier im Team keinen reinen HNO Experten, der Ihre Frage beantworten kann. Da ich aber einige Erfahrungen auf dem Gebiet in meiner töglichen Arbeit sammeln konnte, erlaube ich mir, Ihnen auf Ihre Frage zu antworten, damit ihnen geholfen wird. Die Therapiemethoden sind verschieden. Wenn die Perforation nicht zu gross ist, kann wie auch angeraten, auf eine eigenständige Abheilung gehofft werden. Das gelingt nicht immer und solte dann auch zeitnah behandelt werden. Gewebeaufbau macht wirklich keinen Sinn mehr und dauert zudem sehr lange, was die Bakterienbesiedlung begünstigt. Ihn Ihrem Fall ist ein operativer Eingriff die schnelleste und schonendste Therapie, um Ihre Beschwerden zu beseitigen. Das ist wirklich keine grosse Sache und wird sogar ambulnt angeboten, wenn das Loch nicht so gross sein sollte. Das Trommelfell ist eine feine ovale Membran. Es ist etwa 0,1 mm dünn und im Durchmesser etwa 10 mm groß. Das Trommelfell trennt das äußere Ohr vom Mittelohr. Es dient nicht nur dem Schutz des Mittelohrs vor Keimen, sondern überträgt Schallwellen als Schwingungen in das Mittelohr. Ist es verletzt oder gerissen (z.B. durch Unfall oder Entzündung), kann das Hörvermögen erheblich beeinträchtigt sein. Durch einen operativen Eingriff kann das Trommelfell wieder verschlossen und das Hörvermögen wieder hergestellt werden. Bei größeren Öffnungen werden zum Verschluss häufig körpereigene Muskel- oder Knorpelhaut verwendet, die vom Schläfenmuskel oder Ohrknorpel entnommen werden. Die Operation wird durch den Gehörgang mit Hilfe spezieller Instrumente unter leichter Vollnarkose ambulant und/oder stationär ausgeführt. Der Heilungsprozess dauert etwa 10 Tage, in den ersten Wochen nach der Operation sollten schwere körperliche Anstrengungen und Flugreisen vermieden werden. Die Gehörfähigkeit wird wieder im vollen Umfang hergestellt. Natürlich kann auch ein Hörgerät eingesetzt werden, um die eingetretene Schwerhörigkeit zu lindern. Ich halte das aber in Anbetracht des doch recht harmlosen Eingriffs mit einer nachfolgenden Dauerlösung gegenüber der töglichen Nutzung eines Hörgerätes doch für eher erstrebenswert. Von der Op bekommen sie selbst nicht mit und der Eingriff hat auch keine Folgen die gefährlich werden könnten. Deshalb ist ihre Sorge nicht begründet und ich kann Ihnen zu dem Eingriff nur zuraten. Von einer Verschlechterung im Falle eines Eingriffs ist nicht auszugehen. Auch deise Sorge ist unbegründet. Sie können nur profitieren. Wenn sie das Ohr unoperiert lassen, besteht immer das Risiko, dass sich Bakterien festsetzen und Ihnen schwere Folgeschöden verursachen kann.Hat das Trommelfell Risse oder ein Loch das nicht mehr von selbst zuheilt, haben es Bakterien leicht, von außen einzudringen und im Mittelohr dauerhafte Entzündungen hervorzurufen. Diese können auch den Knochenraum betreffen und zu einem Cholesteatom, einer Knocheneiterung mit Wucherungen im Knochen führen. Auch ein entzündlicher Erguss, ein Tubenmittelohrkatarrh, bleibt möglicherweise bestehen. Dauerhafte Schwerhörigkeit, Schwindel und Tinnitus stellen sich mitunter ein, wenn eine chronische Otitis nicht gezielt behandelt wird. Es ist also davon abzuraten sich nicht behandeln zu lassen. Sollten noch Fragen bleiben, berate ich sie gerne weiter. Ich wünsche Ihnen dass sie sich bald zu dem kleinen Eingriff entschliessen und damit Besserung erfahren dürfen. Dazu alles Gute und rasche Genesung, MFG Dr. Garcia