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Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 24652
Erfahrung:  Notfallmedizin,Psychosomatik,Innere- und Allgemeinmedizin
61885400
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Dr. Gehring ist jetzt online.

Guten Tag, ich bin in der 15 Woche schwanger und habe Schilddrüße

Beantwortete Frage:

Guten Tag, ich bin in der 15 Woche schwanger und habe Schilddrüße Überfunktion und nehme täglich eine tablette propycyl 50mg. Ich habe letztens gelesen das es sehr wichtig sei das man Jod zu sich nimmt in der schwangerschaft in meinem fall darf ich das ja nicht jetzt mach ich mir große sorgen ob alles soweit ok ist mein Hausarzt ist leider mit dieser situation etwas überfordert und kann mir irgendwie nie richtige auskünfte geben mein frauenarzt meint nur ich müsse die tabletten nehmen. Zusätzlich nehme ich flurtabletten und das war es dann. Könnten sie mich bitte ausführlich informieren wie es so läuft in einer schwangerschaft wenn man eine überfunktion hat und was für auswirkungen es für ein ungeborenes hat mit diesen tabletten kann es schädlich sein für das kind und fruchwasser.

Ich möchte mich im vorraus für ihre hilfe danken, und hoffe das sie mir weiterhelfen können und auch mich etwas beruhigen können.

Mit freundlichen Grüßen
Vicdan RAy
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Morgen,

Normalerweise reicht die Jodversorgung durch unsere Nahrung in der Schwangerschaft aus, nur in Jodmangelgebieten kann man sich nicht darauf verlassen; darum wird gerne noch Extrajod gegeben.

Bei einer Schilddrüsenüberfunktion aber darf man das auf keinen Fall! Eine sog. "ungeschützte Jodaufnahme", mit der Jod nicht aus der Nahrung resorbiert, sondern in größerer Menge als Tablette gegeben wird, kann zu einer krisenhaften Verschlimmerung der Überfunktion führen. Die Schilddrüse hat nämlich bei Ihnen die Neigung, so viel Hormone zu machen, wie es irgend geht. Wenn sie dann ein hohes Jodangebot hat, kann sie so viel Hormone bilden, dass Sie bis zu 41 Grad Fieber, massives Herzrasen und andere Störungen bekommen könnten, die nicht nur für Sie, sondern auch für das Baby höchst gefährlich wären.

Darum dürfen Sie keine Jodpräparate nehmen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Ihrem Baby zusätzliches Jod fehlt, ist gering, wenn Sie mindestens 2x pro Woche Fisch essen. Das würde ich tun, denn das Nahrungsjod ist nicht gefährlich. Die Kontrolle der Hormonwerte T3 und T4 sollte regelmäßig durchgeführt werden, um sicher zu gehen, dass Ihr Hormonspiegel perfekt für Sie und das Baby ist.

Ich wünsche Ihnen alles Gute!
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sind die Tabletten die ich nehmen muss nicht schädlich für fruchwasser und kind? Ich benutze kein Jodsalz und Fisch kann ich leider nicht essen weil mir davon schlecht wird. Ist es nicht schlecht für das ungebortene wenn die schilddrüße schwankt?
Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 5 Jahren.
Nein, die Tabletten sollen verhindern, dass der Schilddrüsenhormonspiegel so steigt, dass die von mir beschriebenen gefährlichen Symptome auftreten.

Bitte schreiben Sie mir mal eben den genauen Inhaltsstoff der Propycyl- Tabletten, damit ich Ihnen mehr schreiben kann! Den finden Sie auf der Schachtel.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Propycil 50 mg
Wirkstoff: Propylthiouracil
mehr hab ich leider nicht habe nur noch die verpackung und den beipackzettel leider nicht mehr hoffe das hilft ihnen weiter.
Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 5 Jahren.
Danke,. das genügt mir! Ich wollte nur wissen, ob es sich um Propylthiouracil handelt Die Substanz kenne ich, die blockt nämlich die überschießende Bildung von Schilddrüsenhormonen, aber das Präparat Propycyl verwenden wir hier nicht.

Man nimmt es, gerade um ein gefährliches Schwanken der Schilddrüsenhormone zu verhindern! Ich gebe Ihnen Recht, dass ein Schwanken nciht gut ist, darum würde ich den Hormonspiegel auch regelmäßig alle 6 bis 8 Wochen überprüfen. Damit legt man die notwendige Dosis genau fest, so dass die Spiegel nicht schwanken; wenn Sie keinen Fisch essen, dann bitte ausreichend Gemüse, auch das ist jodhaltig.

Ich hoffe, dass ich Ihre Frage nun beantwortet habe, und dass Sie die schlechte Beweertung durch ein freundliche wieder gut machen. Falls Sie aber noch Nachfragen habe, antworte ich gerne noch einmal.
Dr. Gehring und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.