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Dr. Hamann
Dr. Hamann, Dr. med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 6667
Erfahrung:  Fachärztin Allgemein und Innere Medizin
60343779
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Dr. Hamann ist jetzt online.

Hallo, Bei meiner Mutter (70Jahre) wurde nach einem CT eine

Kundenfrage

Hallo,
Bei meiner Mutter (70Jahre) wurde nach einem CT eine subkortikale arterielle Enzephalopathie festgestellt, da sie seit ca. einem halben Jahr an fast ständigen Schwindel leidet begleitet von Übelkeit und manchmal auch Migräneattacken. Sie hat sich im letzten halben Jahr auch sehr zurückgezogen weil sie auch sehr schlecht sieht (das schwankt allerdings erheblich) und sehr unsicher geht.
Der Hausarzt hat jetzt den Verdacht auf Morbus Meniere gestellt.

Meine Frage: kann es sein dass der Schwindel und die übrigen Beschwerden tatsächlich durch diese Innenohrerkrankung kommen oder könnte es auch in Richtung Morbus Biswanger gehen....und das alles sind Vorboten....
Ich möchte nicht die Kompetenz des behandelnden Arztes in Frage stellen, aber mache mir Sorgen dass man jetzt möglicherweise noch mit einer geeigneten Therapie einen schnelleren Verlauf (wenn es sowas wie eine vaskuläre Demenz ist) verhindern kann.

Als Therapie hat meine Mutter ein Medikament bekommen dass die Durchblutung des Innenohrs fördern soll.

Ich bedanke XXXXX XXXXX die Antwort
beste Grüsse
Mimi
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Dr. Hamann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Tag,

ich würde eher die Diagnose M. Menniere in Zweifel ziehen, da diese Diagnose sehr selten ist und NUR durch einen HNO Arzt gestellt werden sollte. Es kann vorliegen, ja, doch gehört aus meiner Sicht eine gründliche HNO Diagnostik dazu.

Einen M. Binswanger halte ich nicht für ausgeschlossen. Dies würde zu der CT-Diagnose passen. Hier halte ich eine weitere neurologische Abklärung für unbedingt ratsam.

Das Medikament ist Tebonin? Oder ASS oder ein ganz anderes?

Ist Ihre Mutter von der Gedächtnis- und Konzentrationsleistung geschwächt oder besteht nur der Schwindel? Meist machen sich die ersten Veränderungen bei finanziellen Regelungen bemerkbar. Alltagstätigkeiten sind gewohnt und gehen noch lange ohne Probleme.

Haben Sie dazu Fragen? Gern helfe ich Ihnen weiter.

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. K. Hamann
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Beeinträchtigung der Kognitiven Leistungen liegen nicht vor, vordergründig sind der Schwindel, unsicherer Gang, starke Abnahme der Sehleistung und dadurch ein sozialer Rückzug (meine Mutter möchte nicht mehr Auto fahren und ist eher inaktiv, sie bleibt am liebsten zh, ermüdet sehr schnell, generell geschwächt).
das Medikament heisst "Betaserc" und der Arzt hat sie auch an HNO und Augenarzt überwiesen.

Ich weiß eben nicht ob es gut wäre, meine Mutter mehr zu fordern, körperlicher aktiv zu werden, natürlich HNO abwarten.
Könnte ein HNO die Diagnose Morbus Menniere hundertprozentig stellen??
Experte:  Dr. Hamann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Danke vielmals für ihre ausführliche Antwort.

Ja, ein HNO Arzt kann die Diagnose M. Menniere sehr viel sicherer stellen, als der Verdacht des Hausarztes, der ja nicht verkehrt ist und die Abklärung ist hier korrekt.
Eine 100% richtige Diagnose wird wohl niemand stellen können, aber die Behandlung sollte anschlagen, wenn die Diagnose stimmt.

Jeder Art der Motivation und Forderung ist auch eine Förderung. Der Gesit und der Körper müssen aktiviert werden, sonst verkümmert das Denken und auch die kröperlichen Fähigkeiten.

Dazu würde ich ihnen auch unbedingt den Neurologen empfehlen, da es hier (auch im Rahmen einer Demenzentwicklung ganz typisch) zu Depressionen und Isolierung kommt. Dem sollten sie so gut es geht und ihre Mutter es zulässt entgegen wirken, denn sonst verfällt der Geist und der Körper sehr rasch, wenn es nicht benutzt wird.

Dafür ganz viel Kraft und Erfolg.

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. K. Hamann