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ortho5
ortho5, Arzt
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 1753
Erfahrung:  Ltd.Notarzt,Chirurgie,Unfallchirurgie,Orthopädie/Unfallchirurgie
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ortho5 ist jetzt online.

Betrifft: Chondrokalzinose, Meniskus Preis für Antworten: Bitte

Beantwortete Frage:

Betrifft: Chondrokalzinose, Meniskus

Preis für Antworten:
Bitte machen sie mir einen Vorschlag was andere so im Schnitt für so eine Auskunft bezahlen. Ich habe keine Ahnung.

Krankengeschichte:
Bis 2005 relativ viel Sport
Bis 2010 keinen Sport mehr
Winter 2010/11: ca. 500km gejoggt ohne jegliche Probleme
Frühling 2011: Umgestiegen auf Fahrradfahren. Nach einigen kleineren flachen Touren (ca. 1-2h) dann mal bergauf. 2 Tage später Schmerzen im Knie, vor allem beim Aufstehen nach längerem Sitzen. Durchstreckprobleme.
Danach Kortisonspritze. Danach ganzer Sommer nie ein Problem. Fahrradtouren bis 6h am Stück.
Herbst 2011: Wieder joggen begonnen und schon nach wenigen Läufen (1-2h) stechender Schmerz im Knie. Danach wieder Kortison.
Winter 2011: Erneut Probleme beim Joggen wie Fahrradfahren.
Frühling 2012: Röntgen + MRI: innerer und äusserer Meniskussriss. Und weisse Ablagerungen am Meniskus und Knorpel.
Frühling 2012: Arthroskopie. Meniskusteilentfernung und man hat Chondrokalzinose festgestellt.

Nach etwa 3 Monaten nach Meniskusoperation fuhr ich wieder bis zu 7h Fahrrad und war problemlos. Danach machte ich einen Fahrradleistungstest wo max Leistung gefordert ist (Conconitest), Dauer ca. 15min. 2 Tage später bei Fahrradtour wieder Schmerzen im Knie. Die Schmerzen kommen immer erst 1 bis 2 Tage später nach grösserer Leistung. Ein ganz klein wenig geschwollen (wie früher jeweils). Druckschmerz innen beim Fahrradfahren. Beim Laufen auch einwenig Schmerzen, lottriges Gefühl, auch einwenig in Kniekehle (vermutlich wegen Flüssigkeit dort. Keine Schmerzen beim Draufdrücken.
Jetzt erneut Kortisonspritze.

Ich bin natürlich beunruhigt, dass Chondrokalzinose das Problem ist und mir damit das sportliche Fahrradfahren wegnimmt.

Fragen:
1. Ich stell mir natürlich als erstes die Frage, ob nun eine noch nicht komplett ausgeheilte Meniskus-OP oder die Condrokalzinose die Schmerzen (vermutlich ja Entzündung) ausgelöst hat. Sowie natürlich in den vergangenen 16 Monaten, Meniskus oder Chondrokalzinose.
2. Kürzlich konnte ich ja 7h Fahrradfahren und erst nach erhöter Kraftaufwendung haben Schmerzen wieder begonnen. Ist das nun eher nicht vollständig geheilte OP oder Chondrokalzinose?
3. Jetzt hatte ich eine Kortisonspritze. Würde ich nun den Heilungsprozess der Meniskus-OP bremsen falls ich mit erhöhter Leistung Fahrradfahren würde. Das würde nämlich bedeuten, dass wenn das aktuell gespritzte Kortison die Wirkung verloren hat, dass dann wieder Probleme auftreten würden.
4. Wenn es Chondrokalzinose ist, kann ich dann durch Muskelaufbau (Fahrradfahren) mit der Zeit auch wieder mit höherer Tretleistung fahren ohne wieder dadurch eine Entzündung auszulösen. Also verringert sich Druck auf Gelenk durch Muskelaufbau (nur Fahrradfahren)?
5. Was gäbe es für Therapie-/Behandlungsmöglichkeiten für Chondrokalzinose? (künstlicher Meniskus und Knorpeloberfläche shaven?

Besten Dank für ihre Antwort!
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  ortho5 hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Patient,

Ihr wesentliches Problem ist nicht die Meniskus-OP, sondern die Chondrocalcinose. Bei dieser Erkanrkung werden vermehrt Kristalle im Gelenkknorpel abgelagert; dies fürht zu einem erhöhten Verschleiss des Gelenkes. Meist findet sich keine Ursache (idiopathische Chondrocalcinose), es sollten jedoch Gicht, eine Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenfunktionsstörung, Siderose und Morbus Wilson (Eisen-, bzw. Kupferspeichererkrankung) vom Hausarzt ausgeschlossen werden.

Das Problrm ist, dass es dadurch, dass sich meist keine Ursache findet, auch die causale behandlung nciht möglich ist. Daher muss man auf den vermehrten Verschleiß Rücksicht nehmen.
Ihr Meniskusriss ist einerseits in der hohen Belastung, andererseits in der Strukturschwächung durch die Kristalle begründet.

1. Ich stell mir natürlich als erstes die Frage, ob nun eine noch nicht komplett ausgeheilte Meniskus-OP oder die Condrokalzinose die Schmerzen (vermutlich ja Entzündung) ausgelöst hat. Sowie natürlich in den vergangenen 16 Monaten, Meniskus oder Chondrokalzinose.
- im wesentlichen ist die C. bzw der abrieb durch die C. Schuld. Der meniskusschaden ist wie oben gesagt im wesentlichen eine Folge davon.

2. Kürzlich konnte ich ja 7h Fahrradfahren und erst nach erhöter Kraftaufwendung haben Schmerzen wieder begonnen. Ist das nun eher nicht vollständig geheilte OP oder Chondrokalzinose?
- klar die C.; wenn Sie nach einer MeniskusOP 7h schmerzfrei fahren konnten, ist dies verheilt; es wird ja nur ein Teil des Meniskus entfernt und die "Wunde" muss verheilen, das geht i.a. recht schnell.

3. Jetzt hatte ich eine Kortisonspritze. Würde ich nun den Heilungsprozess der Meniskus-OP bremsen falls ich mit erhöhter Leistung Fahrradfahren würde. Das würde nämlich bedeuten, dass wenn das aktuell gespritzte Kortison die Wirkung verloren hat, dass dann wieder Probleme auftreten würden.
- wie gesagt, der Meniskus ist voll verheilt; das Kortison ist eine Arthose / Verschleissbehandlung; durch den Verschleiss kommt es auch zu einer Reizentzündung, gerdae bei hohen Belastungen; dies wird durch das Kortison gemildert

4. Wenn es Chondrokalzinose ist, kann ich dann durch Muskelaufbau (Fahrradfahren) mit der Zeit auch wieder mit höherer Tretleistung fahren ohne wieder dadurch eine Entzündung auszulösen. Also verringert sich Druck auf Gelenk durch Muskelaufbau (nur Fahrradfahren)?
- der psoitive Effekt für das Gelenk besteht darin, dass ein gut trainierter Muskelmantel das Kniegelenk entlastet. Mit starken Muskeln können Sie das Knie in jeder Lage optimal zentrieren und stabilisieren, dadurch haben Sie nur sehr wenig Scherkräfte auf dem Knorpel. Bei höherer Tretleistung belasten Sie den Knorpel aber natürlich wieder stärker, da nützt danna uch der Muskelmantel nichts.

5. Was gäbe es für Therapie-/Behandlungsmöglichkeiten für Chondrokalzinose? (künstlicher Meniskus und Knorpeloberfläche shaven?
- es gibt, abgesehen von den o.g. Erkankungen, keine kausale Therapie. Sie müssen mmit einem erhöhten Verschleiß des Knies rechnen; wenn ein Meniskusriss vorliegt oder wieder auftritt (das kann sein, da ja immer nur der aktuell instabile Anteil des Meniskus entfernt wird), muss dieser wieder arthroskopiert werden. Ein künstlicher Meniskus ist bei dieser Vorerkankung und in Ihrem Alter keine sinnvolle Option. Es ist keine gute Einheilung zu erwarten und dann macht er häufig mehr Probleme als er lösen kann. Ausserdem denke ich dass bei Ihnen nicht der ganze Meniskus entfernt wurde, sondern nur ein Teil davon.

Fazit: Sie werden mit der C. leben müssen und damit, dass Sie auf Dauer einen erhöhten Gelenkverschleiß haben werden. Ihre Belastung sollten Sie den Schmerzen anpassen. Sie haben noch ein recht hohe Leistungsfähigkeit für diese Erkankung, wenn Sie 7 Stunden fahren können. Wenn das problemlos geht, können Sie das weitermachen. Die Spitzenbelastungen (wie den angesprochenen Test) sollten Sie aber meiden und eher die Ausdauerbelastung trainieren, was wesentlich gelenkschonender ist. Ein Sportverbot ist nicht sinnvoll, da eine Belastung auch die Ernährung und die Vitalität des noch vorhandenen Knorpels fördert.

Mit besten Wünschen,

DR OACK

PS die Bezahlung ist der Frage angemessen
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo Herr Oack!

Besten Dank für ihre Antwort!
Die Erklärungen machen Sinn, sind gut und klar aber natürlich nicht besonders glücklich. Kann zwar wenigstens noch etwas radeln...

Vorab eine andere Frage:
Wenn ich wieder mal weitere Fragen habe (nach Abschluss dieser Fragen) kann ich dann wieder sie anfragen? Natürlich mit einer neuen Zahlung. Grund ist natürlich, dass sie bereits ein Teil von mir kennen und womit sie ein besser Bild haben.

Nun möchte ich abschliessend noch etwas nachfragen. Danach ists eigentlich ok.

Vorab:
Vor ca 16 Monaten fuhr ich nach einigen Flachlandrouten wieder mal bergauf. Ich war damals noch nicht besonders fit auf dem Fahrrad (bun nur gejoggt, dies aber sehr häufig). Nach dieser ersten Bergauftour hatte ich ähnliche Schmerzen 2 Tage später. Die damalige Leistung war mit Sicherheit bedeutend tiefer als ich jetzt fahre. Vor ca. 4 Wochen fuhr 130km / 2000HM mit sicher höherer Leistung als damals und hatte keine Schmerzen danach. Erst nach dem Conconitest, kurz und intensiv. Auf dem Fahrrad nützt einem ein stärkerer Muskelmantel wahrscheinlich nicht viel da kaum Scherkräfte auftreten. Ein Unterschied fällt mir jedoch grad ein. Ich fahre nicht mehr mit Klicks und habe ein neues Bike seit diesem Jahr.
Ich suche nun die geeignete Trainingsform, Ernährung, Erklärung,...

Fragen:
- Könnte eine andere Tretposition helfen?
- Können sie das erklären warum ich früher offensichtlich schneller Probleme bekam?
- Die Atmungsintensität muss ja wohl mit der aufgebrachten Tretleistung zusammenhängen. Bei 2 Touren war Atmungsintensität merkbar höher wegen näher an Leistungsgrenze --> beides mal Schmerzen am Tag danach. Bei der erwähnten Tour vor 16 Monaten war Atmungsintensität auch höher, gab auch Probleme, aber Tretleistung sicher tiefer. Kann es ihrer Meinung nach nur ein "mechanisches" Problem sein? Was laufen denn da noch für Prozesse ab, welche Einfluss haben könnten (Sauerstoff, Laktat).
- Warum geht es 1-2 Tage bis ich etwas spür (verschlechtert hat)? Könnte es jetzt nicht sein, dass es das Laktat ist, was bei zBsp der Regeneration irgendwas verändert. Oder wahrscheinlicher irgendeine Kombination. Oder ich brauch etwas für den Laktatabbau was dann im Knie fehlt. Oder der Stoffwechsel wird negativ beeinflusst.

Also, das wärs dann.
Besten Dank!
Experte:  ortho5 hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Patient,

 

Sie können mich gerne wieder anfragen, wenn weitere Probleme auftreten. Sie müssten mich dann direkt anschreiben und nicht allgemein die Frage stellen.

 

Zu Ihren Fragen:

die Sauerstoffaufnahme ist fast proportional zur Leistung; die Gesamtleistung hängt aber eben nicht nur von der eigentlichen Trittleistung, sondern auch von Sitzposition, Muskelzustand usw. ab; d.h. Sie können auch bei kleinerer Trittleistung eine höhere Gesamtleistung des ganzen Körpers haben und dementsprechend eine höhere Sauerstoffaufnahme.

Ich denke dass Fahren ohne Klicks und das neue Fahrrad wesentlich dazu beitragen, dass Sie jetzt weniger Probleme haben; manchmal sind es nur kleine Verändeurngen, die eine solche Wirkung haben; Klicks halten den Fuß sicherer, sind aber auch unflexibler, d.h. die Kniebelastung ist höher, weil der Fuß fixiert ist. Auch bei Sattel- und Lenkerhöhe müssen Sie einfach Ihre optimale Einstellung finden. Da bin ich aber kein Spezialist, vor allem nicht aus der Ferne.

 

Das Laktat hängt nicht mit Ihren Knieschmerzen zusammen, da es fast nur im Muskel zu finden ist unhjd dementsprechend dort Probleme macht; Spuren können sich auch im Knie finden, haben aber keine therapeutische Konsequenz, da Sie nicht nach jeder Belastung Spritzen in Knie geben können (Knorpelschäden, hohe Infektgefahr); Ihr Problem in Knie ist ein mechanisches und das Knie reagiert mit einer (Reiz-)Entzündung auf eine zu hohe Belastung, daher die zeitliche Latenz der Schmerzen zu den Belastungen. Alles was Sie als Medikament einnehmen, kommt nur zu extrem geringen teilen im Knie an, weil der Gelenkraum nicht durchblutet ist und über die Gelenkflüssigkeit ernährt wird.

 

Insgesamt denke ich dass Sie bei Ihren körperlichen Voraussetzungen und sehr gutem verständnis des Körpers sehr gute Chancen haben, beschwerdefrei eine vergelichsweise hohe Leistung zu erzielen, es ist halt nur eine Frage der richtigen Kombination, an die Sie sich herantasten müssen. Orientieren Sie sich dabei immer an Ihren Beschwerden, das ist ein recht sicherer Anhalt dafür, was Sie Ihren Gelenken zumuten können und was nicht.

 

Mit besten Wünschen,

 

DR OACK

ortho5 und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.