So funktioniert JustAnswer:

  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.

Stellen Sie Ihre Frage an Dr. Schröter.

Dr. Schröter
Dr. Schröter, Facharzt
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 1158
Erfahrung:  Präventionsmedizin; Urogynäkologie
67160449
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Medizin hier ein
Dr. Schröter ist jetzt online.

Unser Sohn Otto wurde am 3.7.1974 geboren und wird damit 38

Kundenfrage

Unser Sohn Otto wurde am 3.7.1974 geboren und wird damit 38 Jahre. Meine Frau war bei der Geburt 34 Jahre alt.
Er sprach sehr spät und lernte spät laufen und war noch mit drei Jahren "nicht sauber". Vom ersten Tag der Geburt war er nach unserem Eindruck "schwierig" und zwar in seiner gesamten physischen, geistigen und seelischen Entwicklung. Er war aber auch fast immer ein "lieber Kerl". Bis zum 7. Lebensjahr besuchte er den Kindergarten und danach vier Jahre die Grundschule mit guten kognitiven Leistungen. Auffallend war immer jedoch seine Kontaktarmut und die Unfähigkeit Freundschaften mit Gleichaltrigen jedweder Art zu knüpfen und zu pflegen.
Er "litt" darunter jedoch nicht. Seine sprachliche Ausdrucksfähigkeit war auffallend. Auch zeigte er Interesse für nicht alltägliche Wissensgebiete, z. B. über die Schulen des Buddhismus oder Vieles über ägyptische Pyramiden...und er las viel, jedoch kaum Märchen, Jugendbücher etc. Auf Anraten seiner Lehrerin schien er für den Besuch des Gymnasiums geeignet. Meine Frau war anderer Auffassung, weil sie als Lehrerin das beurteilen konnte und sie unseren Sohn viel,viel besser kannte, als jeder andere. Trotzdem gaben wir nach und Otto besuchte ca. 1 1/2 Jahre das örtliche Gymnasium. Hier zeigte sich, dass er den Anforderungen nicht nachkommen konnte, trotz aller "Nachilfen" meiner Frau. Kontakte zu seinen Mitschülern kamen nicht zustande.
Otto besuchte dann eine Realschule in der Nähe. Auch hier zeigte sich kurzer Zeit seine Unfähigkeit zu Kontakten und er wurde systematisch von Mitschülern "gemobbt", so dass er beispielsweise nicht an den Pausen im Schulhof teilnehmen konnte u.a.m.
In dieser Zeit nahmen wir Kontakt zu einer Erziehungs-
beratungsstelle auf und fragten nach den Ursachen für sein Verhalten und "Sosein". An der "Beratung" nahmen wir drei und zwei Psychologen teil und das führte jedoch zu keinem Ergebnis, weil Otto sein Verhalten nicht ändern konnte und/ oder wollte !?
Daneben besuchten wir den Therapeuten in einer jugendpsychiatrischen Klinik mit anthroposophischer Ausrichtung in regelmäßigen Abständen. Dieser macht u.a. den Vorschlag eines Schulwechsels, weit weg von zu Hause. Auch das lehnte Otto ab. Die Geschichtslehrerin beispielsweise hielt ihn für eine "Hochbegabung", weil er Texte außerordentlich gut interpretieren und analysieren konnte.
Die anderen schulischen Leistungen waren nur noch mangelhaft mit der Folge von Nichtversetzungen und allgemeiner Ratlosigkeit bei uns und den Lehrern. Wir hatten den Eoindruck, dass er systematisch in der Schule "stigmatisiert" und ausgegrenzt wurde, so dass wir uns sogar an das Schulministerium wandten. Die Antwort war "tröstend" und die Probleme wurden auf "Entwicklungsprozesse" zurückgeführt und erklärt.
Im Alter von 18 Jahren wurde Otto aufgrund von Verhaltensweisen zwangsweise durch gerichtlichen Beschluss für mehrere Wochen in der
Psychiatrie untergebracht, jedoch ohne therapeutischen Erfolg. Eine hirnorganische Untersuchung erbrachte keinen Befund.
Auf Bitten meiner Frau versuchte ihr Hausarzt ein Gespräch mit Otto und kam danach zu dem Befund, dieser wolle nach seiner Auffassung nicht "erwachsen" werden.
Später zeigten sich keine "Auffälligkeiten" und es kam zu keiner ärztlichen Behandlung mehr.
Die Angst vor Ärzten ist weiterhin so groß, dass er nicht einmal den Zahnarzt aufsucht, trotz aller Aufklärung über Gesundheitsfragen.
Otto besuchte die Berufsberatung des Arbeitsamtes. Dort führte man Testuntersuchungen durch und kam zu dem Ergebnis, er wäre geeignet, sein Abitur zu machen. Er hielt lange Zeit an dieser "fixen Idee" fest, obwohl er aufgrund der mangelnden Motivation u.a.m. dazu kaum in der Lage war. Gleichwohl hätten wir ihn unterstützt.
Er ist z.B nie zu einem Berufsfindungslehrgang des Arbeitsamtes eingeladen worden, so dass wir nicht sagen können, für welche Berufstätigkeit er geeignet wäre.
Besondere "Talente" in praktischer, theoretischer, technischer, handwerklicher und künstlerischer Hinsicht waren und sind nicht erkennbar.
Otto geht fast nie aus, hat keinerlei Kontakte, besucht nie Veranstaltungen, verreist nie, nimmt die Mahlzeiten allein zu sich, "vergißt" seinen Eltern zum Geburtstag zu gratulieren und lebt gut im "Hotel Mama", auch weil diese ihm seine Privat-Krankenkasse bezahlt und wir als Eltern ihn auch unterhalten. Als ich vor vier Jahren zweimal fast tödlich erkrankt war, weigerte er sich -trotz inständigen Bitten seiner Mutter - mich im Krankenhaus zu besuchen. Ihm fehlt offensichtlich jede Empathie mit anderen Menschen, auch mit seinen Eltern !
Selbst seine Mutter darf ihn nicht berühren und er hat einen zwanghaften Waschzwang seit langem.Vor zehn Jahren war er in einem Kurs des Diakonischen Werkes zur Erlangung eines ordentlichen Schulabschlusses. Diesen beendete er nach zwei Jahren mit einem Notenduchschnitt von 2,0 und der Qualifizierung zum Besuch der gymansialen Oberstufe.
Danach erfolgt nichts mehr !
Er wollte und/oder konnte nicht verstehen und praktisch umsetzen, dass man mit diesen Schulabschluss eine Berufsausbildung durchführen könnte Ja, wenn man denn dazu in er Lage und bereit wäre !
Otto sitzt den langen Tag zu Hause herum, liest Zeitungen und ab und zu Bücher, schläft lange und lebt wie ein Rentner auf Kosten seiner Eltern und will, will nicht selbständig und eigenverantwortlich zukünftig leben.
Wie weisen ihn regelmäßig auf unser Alter von 72 Jahren hin und fragen ihn,was wäre, wenn wir einmal nicht sein werden. Er steht dann auf und verläßt wortlos den Raum.
Allerdings besucht er einmal in der Woche einen Englischkurs in der Volkshochschule, arbeitet zu Hause jedoch nicht dafür.Für uns ist das unglaublich !

Vor ca. zwei Jahren haben wir uns an ein Zentrum für Autismus in einer Nachbarstadt gewandt und der Leiter "tippte" nach einem längerem Gespräch und nach dem Ausfüllen eines Fragebogens vermutlich auf das "Asperger - Syndrom". Er lehnte jedoch jede weitere Beratung als nicht zuständig dafür ab.

Wir hörten nach ca. 20 Jahren erstmals davon, trotz aller Konsultationen bei Psychologen,Lehrern, Therapeuten und Jugendpsychistern und zuletzt auch Psychiatern, ohne hier auf Einzelheiten eingehen zu wollen.

Otto wird am 3. Juli 38 Jahre alt, arbeitet nicht, macht keine Ausbildung und lebt ohne jede Verantwortung für sich in die Zukunft hinein. Die Frage für uns ist bei ablaufenden Lebenszeit: Was tun ? Wissen Sie einen alltagstauglichen Rat und Möglichkeiten, z.B. bei Institutionen,die ihn befähigen, eigenverantwortlich sein Leben zu gestalten ?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Dr. Schröter hat geantwortet vor 4 Jahren.

Guten Tag,

da ist ein sehr großes Problem. Ihm fehlt sicherlich die Realität, zu erkennen, daß er für sein Leben selbst verantwortlich ist. Da Ihr Sohn offensichtlich nicht krank ist, sondern einfach nur sehr behäbig, wird er keine Unterstützung durch soziale Einrichtungen bekommen, wenn es Sie nicht mehr gibt. Sie haben auch keine Möglichkeit, die Vormundschaft z ubekommen. Ihrem Sohn bleibt dann nur der Weg zum Soziialamt. Woher sollte er denn sonst seinen Lebensunterhalt verdienen.

DAs Problem ist auch natürlich jetzt im Alter Ihres Sohnes zu sehen. Mit 25 ist es einfacher , jemanden ins Leben zu entlassen, wie mit 38 Jahren.

Sie dürfen ihn nicht länger immer nur unterstützen, sondern jetzt auch Arbeit und ein Beitrag zum Lebensunterhalt fordern. Auch wenn er nichts gelernt hat, egal welche Schulbildung er hat, arbeiten mit 2 Händen kann er. Es gibt genügend Arbeit wenn man wirklich sucht. Da wäre auch ein erster Schritt das "Arbeitsamt".

Sie müssen jetzt durchgreifen, oder er wird sich nie ändern und später wenn es Sie einmal nicht mehr geben solle, hilflos dastehen.

Ich kann Ihnen hier wirklich aus Erfahrung berichten, daß sie diesen Zustand für Ihren Sohn beenden müssen. Und später ist es dann sicherlich am besten in einer Art Wohn-WG, "Wohnheim" am besten aufgehoben, wenn er dann soziale Kontakte pflegen kann.

Es findet sich für dieses Problem "Hotel MAma" leider keine Institution, und keine Selbsthilfegruppe. Ich glaube, daß nur die gestärkten elternteile dieses problem lösen können. Sie selbst sollten unabhängig von Ihrem Sohn psychologische Hilfe suchen, um gestärkt in diese lebensphase zu gehen. Sie suchen ja Hilfe und eigentlich nicht er.

Ich wünsche Ihnen Gutes Gelingen, vielleicht konnte sie mein kleiner Beitrag dioch etwas weiter bringen. Würde mich freuen.

Bekannt aus:

 
 
 
„[...]mehr als Zehntausend Experten weltweit; 1500 davon in Deutschland. Acht Jahre nach dem Start ist das [...] Online-Unternehmen mit seinen 90 Mitarbeitern die größte Web-Seite für das Vermitteln von Experten von Anwälten über Ärzte bis hin zu Universitätsprofessoren.“
„Wer eine fachmänische Lösung für ein medizinisches, rechtliches oder technisches Problem sucht, kann das jetzt auch im Internet tun. Lebenshilfe auf die schnelle, unkomplizierte und vor allem erschwingliche Art bietet die Seite www.justanswer.de. Etwa 1500 Experten stehen per Mail für Fragen zu ca. 200 Fachgebieten rund um die Uhr zur Verfügung."
„Rat gewünscht? Rechtliche, medizinische oder allgemeine Fragen beantworten Experten unter www.justanswer.de."
„JustAnswer, die weltweit führende Online-Plattform für Expertenfragen und -antworten, bietet ab sofort noch mehr Sicherheit und Qualität für Verbraucher."
„Ob Vorbereitung, Notfall oder Reklamation nach dem Urlaub - JustAnswer bietet jederzeit schnelle, kompetente Antworten"
„Die Online-Plattform JustAnswer bringt Ratsuchende und Experten in über 200 Fachgebieten zusammen."
 
 
 

Was unsere Besucher über uns sagen:

 
 
 
  • Danke für die wachrüttelnde Antwort, die freundlich aber bestimmt angekommen ist. Das war nötig und sehr hilfreich. Danke! JustAnswer Kunde
< Zurück | Weiter >
  • Danke für die wachrüttelnde Antwort, die freundlich aber bestimmt angekommen ist. Das war nötig und sehr hilfreich. Danke! JustAnswer Kunde
  • Sehr schnelle und kompetente Antwort, die für mich bares Geld bedeutet. Vielen Dank! S.Stober K.
  • Herzlichen Dank! Hab durch Ihre Antwort viel Geld gespart! Ben R. Deutschland
  • Sehr schnelle und kompetente Hilfestellung. Besonders für mich als Laien wurde alles sehr verständlich erklärt. Gerne wieder! Rosengl Bad Tölz
  • Vielen Dank für die schnelle und gute Beratung. Sie haben uns gut weitergeholfen. Wir kommen gerne wieder auf Sie zu. Birgit H. Kempten
  • Hervorragende und außerordentlich liebenswürdige Hilfe! Ich werde bei Bedarf bestimmt wieder auf JustAnswer zurückgreifen und bin sehr dankbar, dass es so etwas gibt! Dr. Gert Richter Verl
  • Danke für die schnelle Hilfe. Sehr schön, auch an einem Sonnabend ist jemand zu erreichen. Janine Gaus Bielfeld
 
 
 

Lernen Sie unsere Experten kennen:

 
 
 
  • Dr. Hamann

    Dr. Hamann

    Dr. med.

    Zufriedene Kunden:

    5786
    Fachärztin Allgemein und Innere Medizin
< Zurück | Weiter >
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/EX/experte123/2013-2-15_233445_Screenshot2013021109h29m07s.64x64.png Avatar von Dr. Hamann

    Dr. Hamann

    Dr. med.

    Zufriedene Kunden:

    5786
    Fachärztin Allgemein und Innere Medizin
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/privatpraxis/2010-02-25_154001_JAnswer-A-Bild-2.jpg Avatar von Dr. A. Teubner

    Dr. A. Teubner

    Ärztin

    Zufriedene Kunden:

    1491
    35 Jahre Privatpraxis; Akupunktur, ganzheitl. Schmerztherapien, Naturheilverfahren
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/OR/Orthodocs/2012-2-12_211834_IMG6092a.64x64.jpg Avatar von Orthodoc

    Orthodoc

    Dr. med.

    Zufriedene Kunden:

    1125
    Orthopädie,Unfallchirurgie,Notfallmedizin, Allgemeinmedizin
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/GY/Gynarzt/2012-4-11_15736_Dr.Schröter53.64x64.jpg Avatar von Dr. Schröter

    Dr. Schröter

    Facharzt

    Zufriedene Kunden:

    633
    Präventionsmedizin; Urogynäkologie
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/JA/JACUSTOMERdkll5w0l/2011-11-30_93212_HoffPraxis2.64x64.jpg Avatar von NetDoktor

    NetDoktor

    Facharzt

    Zufriedene Kunden:

    124
    Allgemeinmedizin Reisemedizin Verkehrsmedizin Suchtmedizin
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/DR/Dr.Scheufele/dr.scheufele_avatar.64x64.jpg Avatar von Dr.Scheufele

    Dr.Scheufele

    Arzt

    Zufriedene Kunden:

    11324
    Allgemeinmedizin, Gynäkologie u. Geburtshilfe, über 20-jährige Praxiserfahrung
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/HO/hoellering/2015-9-3_152044_x.64x64.jpg Avatar von Dr. Höllering

    Dr. Höllering

    Fachärztin

    Zufriedene Kunden:

    8989
    Notfallmedizin,Psychosomatik,Innere- und Allgemeinmedizin
 
 
 

Ähnliche Fragen in der Kategorie Medizin