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Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 109
Erfahrung:  Arzt
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Seid 10 Jahren habe ich eine Autoimmunkrankheit(eine Mundschleimhautentzündung) Lineare

Kundenfrage

Seid 10 Jahren habe ich eine Autoimmunkrankheit(eine Mundschleimhautentzündung) Lineare IGA. Nehme seid mehreren Jahren Kortison. Kann ich einen Versuch mit MMS Tropfen machen? Für eine INformation wäre ich sehr dankbar Mit freundlichen Grüßen
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  siepi-doc hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Frau X,

 

der Amerikaner Jim Humble hat laut seiner Angabe ein Mittel (MMS = Miracle Míneral Supplement) entdeckt, das sämtliche Krankheitserreger plattmacht. Sein Mittel bekämpft u.a. Malaria (er berichtet von einer Heilquote von 99%!) und sogar AIDS. Den AIDS-Kranken, denen es verabreicht wurde, ging es laut seiner Aussage nach etwa 3 Tagen besser und sie beschrieben sich selbst als gesund. AIDS-Kranke, deren Bluttests zuvor positiv waren, waren nach der Behandlung negativ. Nicht ohne Grund nennt er sein Buch "Der Durchbruch". Sein Mittel hilft auch noch bei vielem mehr und lässt sich ganz einfach zusammenbasteln. Es ist ein Desinfektionsmittel. Es zwar wird stark verdünnt und dann auch nur tropfenweise eingenommen und hat bisher keine ernstzunehmenden Nebenwirkungen?

 

http://nina-hawranke.suite101.de/mms-wunderwaffe-gegen-krankheiten-a48446

 

Also für mich sprechen folgende Punkte dafür, dass es Humbug ist:

 

1. Es enthält das Wort "Miracle" (Wundermittel) im Namen

2. Es hilft gegen Malaria und Aids

3. Es ist kein zugelassenes Medikament: Die Regierung Oberbayerns hat MMS als Arzneimittel eingestuft. Da MMS jedoch kein geprüftes Arzneimittel ist, wurde der Vertrieb somit verboten.

4. Es ist ein Desinfektionsmittel

 

Der Stoff dient seit Jahrzehnten - wie andere Chlorverbindungen - zur Desinfektion von Wasser und zum industriellen Bleichen von Papier. Für die meisten wohl Grund genug, das Zeug nicht in ihren Speiseplan aufzunehmen.

 

Das Mittel wird zwar kritisiert, aber es gibt viele Erfahrungsberichte von Leuten, die damit angeblich großartige Erfolge verzeichnen konnten.

 

Ich würde von so einem Präparat abraten! Ansonsten: ausprobieren!

 

Alles Gute für den weiteren Verlauf

Experte:  siepi-doc hat geantwortet vor 5 Jahren.

Miracle Mineral Supplement (MMS)

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) rät vom Konsum des Produktes „Miracle Mineral Supplement" („MMS") dringend ab. Die im Internet von verschiedenen Händlern angebotenen Produkte können gemäss Meldungen aus dem In- und Ausland nach Einnahme zu gastrointestinalen Störungen (Erbrechen, Bauchkrämpfe, Durchfall) oder bei direktem Hautkontakt der unverdünnten Lösungen zu Verätzungen führen.

Seit 2008 wird „Miracle Mineral Supplement" von verschiedenen Anbietern aus dem In- und Ausland über das Internet angeboten. Je nach Anbieter soll „MMS" zur Wasserdesinfektion verwendet werden oder es wird als „Nahrungsergänzungsmittel mit heilenden oder vorbeugenden Wirkungen gegen pathogene Keime" propagiert. Vereinzelt wurde es sogar zur Krebs- oder AIDS-Therapie angeboten. Der Produktenamen ist irreführend, d.h. es werden beim Konsum von „MMS" dem menschlichen Körper keine Mineralstoffe im ursprünglichen Sinn zugeführt.

„MMS" wird in der Regel in 2 Fläschchen angeboten: In einem ist eine ca. 30 % Natriumchlorit resp. -hypochloritlösung enthalten, im 2. Fläschchen entweder eine wässerige Lösung von Wein- oder Zitronensäure oder verdünnte Salzsäure als sogenannter „Aktivator". Von beiden Lösungen sollen einige Tropfen in etwas Wasser gegeben und so konsumiert werden. Beim Zusammengeben beider „MMS"-Lösungen entsteht elementares Chlor, ein sehr aggressives und toxisches Gas, das z.T. im Wasser gelöst bleibt. Die Angaben auf den Gebinden entsprechen gemäss erhaltenen Informationen der Lebensmittelvollzugsbehörden weder dem schweizerischen Lebensmittel- noch dem Chemikalienrecht.

Gesundheitsbehörden der Vereinigten Staaten (FDA), Kanada (Health Canada), von Grossbritannien (Food Standards Agency) und zuletzt von Frankreich (L'Agence française de sécurité sanitaire des produits de santé, Afssaps) haben bereits vor der Verwendung von „MMS" gewarnt. Der Konsum von „MMS" kann zu gastrointestinalen Störungen unterschiedlichen Schweregrades bis hin zu Hospitalisation wegen lebensbedrohlichen Zuständen führen. In der Schweiz hat das Schweizerische Toxikologische Informationszentrum (STIZ) ebenfalls diverse Meldungen über gesundheitliche Störungen nach der Einnahme von „MMS" erhalten.

Das BAG rät deshalb vom Konsum von „MMS" dringend ab. Noch vorhandene Warenbestände sollten der Vernichtung (Alt-Chemikaliensammelstelle) zugeführt werden.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Ich bedanke XXXXX XXXXXür die schnelle Information.

 

Experte:  siepi-doc hat geantwortet vor 5 Jahren.
Liebe Frau X,

 

Bitte honorieren Sie die Antwort durch anklicken von "akzeptieren", wenn sie Ihnen geholfen hat, danke.

 

Mit den besten Grüßen

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