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Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 24818
Erfahrung:  Notfallmedizin,Psychosomatik,Innere- und Allgemeinmedizin
61885400
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Dr. Gehring ist jetzt online.

Meine Mutter ist 75 Jahre alt und hat seit fast 3 Jahren Beschwerden,

Beantwortete Frage:

Meine Mutter ist 75 Jahre alt und hat seit fast 3 Jahren Beschwerden, die nicht "klarzu orten" und schwer zu behandeln sind. Es begann mit Fieber. Dieses verschwand wieder. Hartnäckig bestehen bleibt die viel zu hoheAnzahl weißer Blutkörperchen im Blutbild. Es wurden alle nur erdenklichen Untersuchungen gemacht undviele unterschiedliche Ärzte aufgesucht (Hautarzt, Allgemeinmedininer, Zahnarzt, Rheumatologe, Neurologe usw.). Organisch lässt sich nichts finden. Gegen die Beschwerden bekommt meine Mutter nun schon lange Zeit Cortison. Diese dämmen die Beschwerden etwas ein. Haben Sie vielleicht einen neuen Ansatz/ eine medizinische "Idee"/ Erklärung, mit was meine Mutter es ansonsten Krankheitsmäßig "zu tun haben könnte" ?
Mit freundlichem Gruß EIKE IRENE PINGEL
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 5 Jahren.
Könnten Sie uns mehr Informationen zu Ihrer Frage geben? Welche Beschwerden genau hat Ihre Mutter?

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Es begann plötzlich und unvermittelt mit erhöhter Temperatur, ohne erkennbare hausarztmedizinische Erklärung/ Diagnose hierzu. Mit der Gabe von Antibiotika über ca. 1 Monat verschwanden die Fiebersymptome. Danach zeigte eine Blutbilduntersuchung eine erheblich erhöhte Anzahl von weißen Blutkörperchen. Daraufhin wurde dann vielfach untersucht: Tumore, Zahnbereich, HNO, Rheumatischer Bereich, Magen-Darm-Trakt, neurologischer Bereich......alles ohne Befund bzw. keine Diagnosestellung. Um die Anzahl der weißen Blutkörperchen zu reduzieren bekommt meine Mutter nun seit längerer Zeit Cortison (hierbei wird versucht, die Mengengabe zu reduzieren, wenn möglich). Geht man jedoch aprubt zu weit runter bekommt sie erhebliche Beschwerden (hatte letztes Jahr Februar einmal die Situation, dass Sie abends Schlaganfall ähnliche Symptome hatte). Krankenhausaufnahme mit Verdacht auf Schlaganfall - dieses war es dann zum Glück nicht; dieser Verdacht wurde nicht bestätigt und medizinisch vom Krankenhausarzt als diagnose "verworfen". Organisch ist aus medizinischer Sicht nichts "Erklärendes" für die Beschwerden (die Erhöhung der weißen Blutkörperchen) zu finden. Es stellen sich seit gut einem 3/4 Jahr erschwerend zusätzliche "depressiv-ähnliche" Beschwerden da: Appetitlosigkeit (hat in kürzerter Zeit sehr stark abgenommen), starke + hartnäckige Schlafstörungen (nimmt nachts Schlafmittel), zeitweise Unruhezustände, Traurigkeit, Antrieblosigkeit. Gegen die letztgenannten Dinge/ Symptomatiken nimmt meine Mutter seit kurzem Antidepressiva (verschrieben vom Hausarzt) 150 mg (glaube ich) Mengenmäßig.

Die psychische Befindlichkeit bereitet zusätzliche Sorgen.....der vorhandene Leidensdruck (den sie mal mehr und mal weniger stark empfindet); es fällt ihr nicht immer leicht optimistisch/ zuversichtlich zu sein/ zu bleiben.

Als Angehörige (Tochter) "besorgt" mich der "Krankheitszustand" meiner Mutter mit. Ich frage mich, ob es "seltene Erkrankungen" im Punkto "Erhöhung der weißen Blutkörperchen" gibt, auf die Hausärzte und der Homöopath (bei dem ist meine Mutter seit längerem zweimal pro Woche in Behandlung) so nich unbedingt kommen können (da selten/ weitgehend unbekannt) und/ oder, ob es möglich ist, es mit etwas Psychosomatischen an Erkrankungsbild zu tun zu haben ? (Geht soetwas/ Gibt es soetwas, dass etwas körperlich festzumachendes, wie die Erhöhung der weißen Blutkörperchen, da ist - eigentlich auf eine Infektion oder Autoimunerkrankung schließen lässt....im Hintergrund aber die Psyche soetwas körperlich zeigt/ sich ausdrückt ?).

Soweit zu weiteren Informationen.....ich hoffe, es reicht aus, um ein besseres "Krankheits-Situationsbild" entstehen zu lassen.

Viele Grüße EIKE IRENE PINGEL

Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Morgen und danke XXXXX XXXXX weiteren Informationen!

Ein Erhöhung der weißen Blutkörperchen kann, muss aber kein Zeichen einer Infektion sein. Wenn eine Leukämie ausgeschlossen wurde (und das wird sie), und auch kein Entzündungsherd gefunden wurde, wurde das Wichtigste gemacht. Von Schmerzen schreiben Sie nichts; immer noch ist mir nicht klar, warum sie Kortison bekommt, das entzündungshemmend wirkt. Wenn der Rheumatologe alles an wichtigen rheumatologischen Erkrankungen ausgeschlossen hat, sollte man noch eine Nebennierenschwäche ausschließen (Hausarzt. Unbedingt sollte eine Knochendichtemessung erfolgen,damit man keine Osteoporose übersieht.

Hohe weiße Blutkörperchen stellen keinen Krankheitswert an sich dar. Es bietet sich an, die Beschwerden Ihrer Mutter gezielt zu behandeln und die ganze Sache herunterzuspielen, um ihre Psyche nicht weiter zu belasten. Vielleicht beruht ein Großteil ihrer Beschwerden tatsächlich nicht auf einer unerkannten Infektion, sondern ist die Reaktion auf die Sorge darüber. Z. B. Patienten mit einer Raucherlunge haben immer zu hohe Leukozyten, und es gibt welche, die das ohne jedes andere Krankheitssymptom haben. Da sie gut abgeklärt wurde, würde ich erst einmal nicht mehr tun, als ich oben geschrieben habe, und sie psychisch aufbauen.

Dr. Gehring und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.