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docapplepie, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 203
Erfahrung:  Facharzt Neurologie und Psychiatrie, Schwerpunkt Gerontotherapie (Altersmedizin), Notfallmedizin
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ist während eines psychomotorischen anfalls der schluckreflex

Kundenfrage

ist während eines psychomotorischen anfalls der schluckreflex aufgehoben oder darf man dem betroffenen 20ml eines notfallmedikamentes zu trinken geben?gefahr der aspiration?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Bergmann hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo und guten Tag,

 

während eines epileptischen Anfalls sollte Medizin zur Unterbrechung des Anfalls nicht oral gegeben werden, da die Gefahr der Aspiration viel zu groß ist.

 

Valium Desitin Rektiolen können auch von nicht-Medizinern gegeben werden und sollten bei bekannter Epilepsie immer verfügbar sein.

 

Aufgehoben ist der Schluckreflex wohl nicht, jedoch nicht mehr sicher mit der Atmung synchronisiert.

 

Freundlichen gruß.

Experte:  docapplepie hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo!

Grundsätzlich ist die Angabe nicht falsch, allerdings werden in jüngerer Zeit vor allem Tavor expidet und nasal zu applizierendes Midazolam (bei Kindern) empfohlen, weil es etwas schwierig sein kann, eine Rektiole zu applizieren. Ganz grundsätzlich MUSS aber gar nichts gegeben werden, denn ein "normaler" Anfall beendet sich selbst und bei einem "Status" müssen Medikamente eh gespritzt werden und eine rettungsdienstliche Versorgung eingeleitet werden.
mfG

P. T.
docapplepie, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 203
Erfahrung: Facharzt Neurologie und Psychiatrie, Schwerpunkt Gerontotherapie (Altersmedizin), Notfallmedizin
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Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

ab welcher zeitspanne würden sie bei einem psychomotorischen anfallsgeschehen ein notfallmedikament, in diesem falle- chloralhydrat- geben .so wie ich sie verstehe darf chloralhydrat während des psychomotorischen anfall nicht oral gegeben werden ???

muss die rektale gabe verwendet werden?

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

ab welcher zeitspanne ,(wenn der psychomotorische anfall nicht sistiert)würden sie ein notfallmedikamentgeben "faustregel"darf ich während des psychomotorischen anfalls chloralhydrat 10% nicht oral geben muss ich die rektale gabe 20% verwenden .

ist die gefahr der aspiration zu gross,rektale gabe ist leider erschwert und tavor exp. oder midazolam wurde nicht verordnet.

Experte:  Bergmann hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo noch einmal,

 

dem Rat meines Kollegen, einen Anfall sich selbst terminieren zu lassen, kann ich mich nicht anschließen.

 

Das Problem ist jedoch, daß individuell je nach Krampfursache ( der Anfall ist ein Symptom, keine Erkrankung per se) individuell verschiedene Reaktionsweisen angebracht sein können. Hierzu kann der Kollege aus dem Bereich der Neurologie Ihnen sicher noch differenzierter Auskunft geben.

 

Freundlichen Gruß.

Experte:  docapplepie hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sorry für die verspätete Antwort.

Noch einmal differenziert: Eine Notfallmedikation bei einem Anfall ist nicht grundsätzlich erforderlich. Ein Anfall beendet sich meist selbst innerhalb weniger Minuten. ABER: Im Vorfeld, wenn eine sogenannte Aura bemerkt wird, in den ersten Momenten des beginnenden Anfalls oder wenn der Anfall nach 5-10 Minuten NICHT von selbst aufhört, ist eine Notfallmedikation sinnvoll.
Hierzu ist eine orale Gabe (z.B. Tavor expidet) sinnvoll, auch Diazepam rectiolen sind möglich (aber unkomfortabel) während Chloralhydrat (von Ihnen angesprochen) üblicherweise nicht verwendet wird (und in Deutschland dafür auch nicht zugelassen ist). Es gibt noch Phenobarbital oder Valproat, die aber (im Notfall) injiziert werden müssen. Von Chloralhydrat als Notfallmedikament würde ich derzeit nach aktuellem Stand der Wissenschaft abraten!

MfG

P. T.