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Orthodoc
Orthodoc, Dr. med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 2952
Erfahrung:  Orthopädie,Unfallchirurgie,Notfallmedizin, Allgemeinmedizin
47193624
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Orthodoc ist jetzt online.

Guten Morgen! Ich bin ziemlich verzweifelt, da ich seit mehr

Kundenfrage

Guten Morgen!
Ich bin ziemlich verzweifelt, da ich seit mehr als 1 Jahr mit einem orthopädischen (?) Problem kämpfe und nun vor lauter Schmerzen bald nicht mehr weiß, was ich noch tun kann. Die Schmerzen im Bereich der Achillessehne/-ferse habe ich nun seit genau einem Jahr. Sie traten damals urplötzlich während eines Urlaubs auf, wenn ich z.B. mit Badeschuhen zum Strand ging. Ich muss dazu sagen, ich bin KEIN SPORTLER. Außer Schwimmen mache ich nichts. Aufgrund Arthrose in beiden Knien kann ich keinen Sport machen. Ich Lauf des Urlaubs haben sich diese Schmerzen gesteigert, egal welche Schuhe ich anhatte und egal, ob ich barfuß im Sand lief, mit Gesundheitssandalen kurze Wegstrecken ging oder mit Schuhe mit leichtem Absatz trug.
Nach Rückkehr aus dem Urlaub ging ich sofort zum Orthopäden, der nach Röntgen zwei Fersendorne feststellte. Einer unterhalb der Ferse (da tut aber nichts weh) und ein kleiner Höcker an der hinteren Ferse, wo die Achillessehne sitzt. Nun begann ein Jahr voller verschiedener Behandlungen, die ALLE NICHTS GENÜTZT haben. Es begann mit weichen Fersenpolstern, dann mit Spritzen (brannten wie Feuer und haben auch nichts genützt), KG, manuelle Therapie, Ultraschallbehandlung, Elektrotherapie, wochenlang Quarkumschläge, Kältetherapie mit Eisumschlägen, nochmal Spritzen (Cortison?). Dann habe ich im August letzten Jahres einen Spezialisten für Fußprobleme aufgesucht und dort den angeblichen Fersensporn an der Rückseite der Ferse mit einer Stoßwellentherapie behandeln lassen. Hat leider auch nichts gebracht, wurde eher noch schlimmer. Habe die Schmerzen wieder mit Schmerztabletten bekämpft und versucht, so wenig wie möglich zu laufen. Da ich im Büro hauptsächlich sitzende Tätigkeit habe, ging das auch einigermassen, aber es ist auf die Dauer kein Zustand, wenn man stets im Auto bis vor die Haustür gefahren werden muss, weil man vor Schmerz kaum laufen kann.
Im November wurde es mir dann zu bunt und ich bin reumütig wieder zu meinem ersten Orthopäden zurückgekehrt, der dann eine Kernspintomographie machen ließ. Nach dem Ergebnis (Entzündung in der Ferse, Achillessehne angeblich "faserig", Achillodynie) wollte er mich sofort zum Operieren schicken. Ich hatte ihn dann nochmal um Aufschub gebeten, denn ich habe vor einer OP einfach Angst.....allein die Aussicht, wochenlang im Gips zu sein und nicht zu wissen, ob es dann besser ist....ich wollte noch eine zweite Meinung hören, ob eine OP unumgänglich ist. Also nochmal einen zweiten Orthopäden (bei dem ich früher wegen meiner Knie schon mal war, der aber sehr weit von meinem Wohnort entfernt ist) aufgesucht, ihm die Kernspinbilder gezeigt und nach seiner Meinung gefragt. Dieser sagt, auf keinen Fall operieren, er würde hier keinen Fersensporn sehen und er meint, das Problem käme von der Wirbelsäule und von inneren Verspannungen. Er hat mich chiropraktisch behandelt, aber.....natürlich hats auch nichts gebracht. Dann habe ich auf den letzten Tip meiner Krankengymnastin gehört und habe eine Osteopathin aufgesucht. Auch diese diagnostizierte eine sehr starke Muskelspannung und sah die Probleme in einer Spannung, die vom Bauch herrührt (hatte vor vielen Jahren eine große Bauch-OP mit entsprechender Vernarbung). Nach diesen mittlerweile 4-5 Sitzungen hatte ich das Gefühl, es würde ein bißchen - langsam aber sicher - besser werden. Bis ich vor einer Woche bei einem kurzen Spaziergang (etwa 1 km) wieder solche Schmerzen, brennend, ziehend, reißend in der Ferse habe, dass es mich fast verzweifeln läßt. Die Ferse/Achillessehne ist geschwollen und warm. Im Ruhezustand tut es nicht weh, aber der Schmerz beginnt, wenn ich nur die Zehen nach oben ziehe.....also Dehnungsübungen kann ich nicht machen und ein Abrollen auf dem Fuß ist nicht möglich. Gibt es noch irgendeine Möglichkeit, hier etwas zu tun oder bin ich eine Kandidatin für eine OP?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Dr. Hamann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Guten Tag,

Da haben sie eine lange Leidensgeschichte hinter sich und es sieht nicht nach einer Besserung oder Heilung aus.
Hier würde ich gern nochmal mit ihnen über ihre Medikamente sprechen.
Nehmen sie etwas für den Diabetes?
Haben sie auch ein Medikament für den Fettstoffwechsel?

Gern helfe ich ihnen wieder weiter.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Guten Tag, Frau Dr. Hamann!

Also wegen des Diabetes habe ich eine Diabetologin/Angiologin aufgesucht, und zwar in Ismaning, was sehr nah an meinem Wohnort liegt.
Das Verlaufsbuch, das ich daraufhin erstellen musste, ergab, dass ich auf jeden Fall mit Insulin spritzen beginnen muss.
Metformin nehme ich die 1000er Tablette 1 x früh und 1 x abends, dann spritze ich morgens, mittags, abends und spätabends Rapid und vor dem Schlafengehen Basal.
Menge: je nach zuvor gemessenem Blutzuckerwert.
Heute muss ich wieder zu der Diabetologin und dann wird weiter gesehen.
Leider ist mein Zuckerwert trotzdem noch nicht nennenswert gefallen; bewegt sich immer noch zwischen 210 und 320 (vorher wars aber zwischen 350 und 420).
Für den Fettstoffwechsel nehme ich nichts.
Sieht nicht so toll aus, als ob ich nur mit Tabletten und ohne Insulinspritzen weiter käme, oder?

Vielleicht habe ich sogar durch diese ganze Cortisonspritzerei der letzten Monate für Knie und Ferse/Achillessehne diese Probleme mit dem Blutzucker bekommen?
Experte:  Dr. Hamann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Das mit dem Kortison und dem Blutzucker ist sehr sehr wahrscheinlich, so dass nach Ende der Kortisonbehandlung der Zucker sich auch wieder normalisieren sollte. und Sie kommen dann hoffentlich vom Insulin weg.

Unter dem Kortison kann sich natürlich auch eine Achillodynie bilden. Ich habe schon Kontakt mit unserem Orthopäden hier im Expertenteam aufgenommen, möchten sie weitere Informationen von ihm haben?
Gern gebe ich ihm dann die Frage weiter.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Die letzten Kortisonspritzen in die Ferse habe ich aber zuletzt Ende November/Anfang Dezember erhalten, also vor 3 Monaten. Danach nichts mehr.
Ich kann mir fast nicht vorstellen, dass die Wirkung des Kortison auf den Blutzucker jetzt immer noch anhält, aber wer weiß....

Ende Januar hatte ich dann übrigens den Verdacht auf Diabetes gehabt, als ich plötzlich solchen Durst bekam.

Ja bitte, Frau Dr. Hamann, geben Sie meine obige Frage wegen der Achillodynie Ihrem Orthopädie-Kollegen weiter. VIELEN DANK.





Experte:  Dr. Hamann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Gut, habe ihre Frage an den Kollegen Dr. Siepen weiter gegeben.
Drücke ihnen die Daumen, dass es bald besser wird!

Ihre Dr. K. Haman
Experte:  Orthodoc hat geantwortet vor 4 Jahren.

Liebe Patientin

 

Ich denke, dass Sie eine chronische Verletzung der Achilessehen haben. Typisch sind die von Ihnen geschilderten Beschwerden und der MRI Befund. Der Fersensporn selbst ist nicht das Problem, kann aber ein indirektes Zeichen sein. Die Bewegung des Grosszehs löst auch Bescherden aus, da die Sehne direkt über der Achillessehne liegt.

 

Man sollte bei Ihnen eine opeative Revision der Achillessehne vornehmen. Dabei wird das degernativ veränderte Gewebe entfernt und der Rest der Sehen vernäht. Eventuell kann man auch einen anderen Muskel teilweise mit in die Achillessehne mit einnähen um Stabilität und Durchblutung zu verbessern.

Leider ist eine intensive Nachbeahandlung nötig, mit bis zu 6 Wochen entlasten. Aber das kann man erst in der OP genau sagen.

Ich empfehele Ihnen, mit dem ersten Orthopäden Kontakt auf zu nehmen, der bereits eine OP angesprochen hatte.

 

Ich hoffe, Ihnen damit geholfen zu haben und bitte Sie in diesem Fall, meine Antwort zu akzeptieren. Gerne beantworte ich Ihnen weitere Nachfragen. Mit freundlichen Grüssen Rechtlicher Hinweis:Diese Information kann die Konsultation mit Erhebung einer genauen Anamnese und einer körperlichen Untersuchung beim Orthopäden nicht ersetzen und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Verantwortung für die Diagnosestellung und die Therapie trägt der behandelnde Arzt. Daher ist eine Haftung für diese allgemeinen Information ausgeschlossen, auch wenn ich mir grösstmögliche Mühe gebe, Sie nach besten Wissen und Gewissen zu beraten.

 

Experte:  Orthodoc hat geantwortet vor 4 Jahren.
Haben Sie noch Fragen?
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Herzlichen Dank für Ihre Antwort. Seit gestern hat sich meine rechte Ferse noch einmal dahingehend verschlimmert, dass ich überhaupt nicht mehr auftreten kann. Kann nur noch mit Krücken laufen. Was heißt laufen....humpeln. Die Ferse (der Knochen) ist geschwollen und unheimlich berührungsempfindlich. Fühlt sich heiß an. Selbst ein leichtes Berühren mit dem Finger löst Schmerz aus - schneidend, brennend. Hatte ich bisher wenigstens bei Nichtbelastung Schmerzfreiheit, so tut es heute immer weh.

ich war morgens beim Arzt, d.h. in dem Orthopädiezentrum meiner Stadt. Mein bisher behandelnder Orthopäde war zwar nicht da, aber ein Kollege meinte nach einem Blick auf meine Ferse, man könne zwar noch eine Behandlung mit "analgetischer Röntgen-bestrahlung" versuchen - sozusagen als letzter Versuch - aber dann bliebe nur noch eine OP. Wobei er aber ein so sorgenvolles Gesicht machte, als ob er selbst nicht daran glauben würde, dass eine OP hier Besserung bringt.

Was halten Sie von der "analgetischen Röntgenbestrahlung"? Wobei ich momentan gar nicht weiß, wie ich den Weg von hier bis zu der Praxis in Münchens Innenstadt schaffen soll. Kann ja nicht mal 20 m gehen.

 

Danke XXXXX XXXXX für Ihre Antwort.

Experte:  Orthodoc hat geantwortet vor 4 Jahren.
Ich würde Ihnen nach Besserung der akuten Phase eine Operation empfehlen. Bis dahin Hochlagern, Kühlen, Quarkwickel oder Rivanolwickel.
Von der Röntgenstahlung halt ich nicht so viel und es wird wahrscheinlich eine selbstzahler Leistung sein.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Dank für die schnelle Antwort. Noch ein bis zwei kurze Fragen (aber ich bin jetzt schon mit Ihrer Antwort sehr gut weiter gekommen):

Bin jetzt 2 Wochen krank geschrieben. Werde in dieser Zeit versuchen, dass die akute Phase mit den von Ihnen empfohlenen Anwendungen bald zurück geht.

 

1. Darf ich eventuell ein Voltaren Wirkstoff-Pflaster auflegen? Habe ich mir selbst gekauft, weil ich gelesen habe, dass es entzündungshemmend wirkt und z.B. bei Gelenkverletzungen gut sein soll. Oder kann das schaden?

 

2. Kann denn überhaupt operiert werden, wenn eine massive Entzündung vorhanden ist?

ich meine, entzündet ist die Ferse ja schon seit langem, bloss so akut wie seit gestern war es noch nie.

 

Danke für weitere Antwort. (Werde dann auf "Akzeptieren" gehen.)

Experte:  Orthodoc hat geantwortet vor 4 Jahren.
1. Kann man probieren, aber die Eindringtiefe ist nicht sehr tief, auch abhängig von der Hautdicke

2. lieber operieren, wenn alles abgeheilt ist
Orthodoc, Dr. med.
Kategorie: Medizin
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