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Hautaerztin
Hautaerztin, Ärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 831
Erfahrung:  Ärztin. Abgeschlossene Studium Humanmedizin.
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Hautaerztin ist jetzt online.

Ich habe einen Ausschlag am rechten Bein, unterhalb des Knies,

Kundenfrage

Ich habe einen Ausschlag am rechten Bein, unterhalb des Knies, der sehr stark juckt. Leider kratze ich regelmäßig den Schorf ab, Blutpunkte, mit weistrockner Umrandung.
Auf dem Rücken leichte Aufkratzungen, am linken Bein beginnt es jetzt ähnlich. Am rechten Bein jedoch ist es eine massiv ausgebreitete w. o. beschriebene Fläche, ein Hautarzt sagte, es ist keine Schuppenflechte, keine neurodermitis, allergietests waren negativ.
Ich habe keine Hilfe bekommen. Was kann ich tun? was könnte es sein?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Hautaerztin hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

 

ich will Ihre Informationen zunächst ein wenig sortieren.

 

wenn der Hautarzt Ihnen gesagt hat, was es alles nicht ist, hat er Ihnen dann auch gesagt, was es ist? Ihrer Beschreibung nach kommen noch mehr Diagnosen in Frage. Möglicherweise ein Lichen, ggf. eine allergische Reaktion, die am Körper streut (tragen Sie z.B. Gummistrümpfe?).

Haben Sie geschwollene Unterschenkel, schlecht funktionierende Venen? Denkbar wäre ein sogenanntes Stauungsekzem, das vielleicht durch eine kombinierte Allergie auf verwendete Salben anfängt, am Rücken zu "streuen", wie wir das nennen.

Es gibt da viele Möglichkeiten.

 

Wichtig zu wissen wäre auch, wie alt Sie sind, männlich oder weiblich, ob Sie Medikamente einnehmen und sonstige Erkrankungen haben.

 

Daß sich akute Hautentzündungen unter Melkfett verschlechtern, ist kein Wunder. Die Fettschicht schließt die Haut ab, so daß es darunter gewissermaßen brodelt.

 

Haben Sie sonst in Ihrem Leben schon Hauterkrankungen, Allergien, Heuschnupfen und Asthma gehabt?

Haben Sie selbst eine Idee, woher die Hautveränderungen kommen? Die Intuition des Patienten ist oft gut.

Haben Sie viel Streß?

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Wie hat denn der Hautarzt behandelt? Hat er Ihnen Cortisoncremes gegeben? Tabletten? Bestrahlung mit UV-Licht?

 

Ich denke, wir können uns Ihrer Symptomatik weiter nähern, wenn Sie mir noch Informationen geben.

 

Mit freundlichen Grüßen Dr. A. Hoffmann

 

 

 

 

Hautaerztin und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ich bin männlich, 48 jahre, hatte nie zuvor eine Hauterkrankung. Ich bekam kein Cortison in Tabletten oder Salbenform. So viel ich sagen kann habe ich sehr viel Streß, die Idee mit der Sockenallergie bekam schon einmal ein Bekannter von mir.
Experte:  Hautaerztin hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

danke für das Feedback. Wenn Sie 48 sind und männlich, darf ich annehmen, daß Ihre Unterschenkel eher nicht geschwollen/gestaut sind.

 

Bei Kompressionsstrümpfen gibt es Allergien auf Gummi, bei dunklen Socken oder anderen Textilien auf den schwarzen Farbstoff Paraphenylendiamin (PPD). Dies kann man mit einem Allergietest an der Haut ermitteln. Da wäre aber die Reaktion am stärksten dort sichtbar, wo direkter Kontakt zu den Socken besteht, in der Regel jedenfalls.

 

Wenn Sie sehr viel Streß haben, kann dieser aber die Hauterkrankung allein verursachen. Im psychosomatischen Sinn stehen Beine und Füße ja für den festen Stand im Leben oder auch für das (sichere, entschlossene und klare) Vorwärtsschreiten im Leben. Sind diese Dinge durch den Streß bei Ihnen möglicherweise beeinträchtigt? Fühlen Sie Ihren Stand unsicher oder wissen Sie vielleicht nicht, in welche Richtung sie vorwärts gehen sollen? Steht eine Richtungsänderung an, über die Sie noch keine Klarheit haben?

Das sind Themen, die sich dahinter verbirgen können und auf die die Haut "ihren Menschen" ggf. aufmerksam machen möchte.

 

Die Diagnose Neurodermitis ist zum Teil Ansichtssache. Manche Hautärzte fassen sie sehr eng entsprechend zum endogenen Ekzem, das meist schon in der Kindheit anfängt. Vielleicht hat Ihr Hautarzt aufgrund einer solchen Definition Neurodermitis verneint. Andere - ich auch - fassen den Begriff weiter. Es gibt auch die Bezeichnung atopische Dermatitis dafür, wenn die Haut aufgrund einer Veranlagung bei Einwirkung belastender Faktoren aus verschiedenen Lebensbereichen reagiert.

 

Daß Sie so etwas haben, halte ich aufgrund Ihrer Beschreibung schon für möglich.

Vielleicht können Sie mir morgen Fotos mailen, eine Nahaufnahme und eine Gesamtaufnahme vom Bein z.B., Adresse s. Profil. Dann könnte ich möglicherweise dazu etwas sagen.

 

Behandlung mit einer Cortisoncreme wäre normalerweise die Behandlung der Wahl, wenn man mit Pflegecremes nicht weiter kommt. Sowohl bei Neurodermitis, als auch bei einer Allergie und ebenso Lichen ruber.

Es gibt nur Hydrocortisoncreme (das schwächste Cortison) frei zu kaufen. Sie können dies versuchen, ich fürchte aber, das wird nicht genug sein.

Daneben können Sie sich frei verkäufliche Juckreiztabletten wie Cetirizin oder Loraderm besorgen. Sie sollten hoffentlich Ihre Beschwerden lindern.

Wenn das alles nicht hilft, lassen Sie sich bitte vom Hautarzt stärker behandeln.

 

Wenn die Symptome stark sind, können Sie zur Linderung auch Umschläge mit schwarzem Tee machen, diesen bitte 20 min ziehen und abkühlen lassen.

 

Mit freundlichen Grüßen Dr. A. Hoffmann