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Hautaerztin
Hautaerztin, Ärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 831
Erfahrung:  Ärztin. Abgeschlossene Studium Humanmedizin.
59970358
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Hautaerztin ist jetzt online.

Hallo, Wegen einer starken Belastung habe ich im Herbst ein

Kundenfrage

Hallo,
Wegen einer starken Belastung habe ich im Herbst ein Benzodiazepin (Lysanxia=Prazepam) genommen. Als die Belastung weg war, habe ich dummerweise weitergemacht, weil es einfach eine Gewohnheit wurde, weil ich Angst hatte, es abzusetzen, oder einfach nie der richtige Zeitpunkt da war. Da das letzte Fläschchen am Freitag lehr wurde, dachte ich, das sei eine gute Gelegenheit, ganz damit aufzuhören. Leider hatte ich am Wochenende relativ starke Entzugserscheinungen, obwohl ich die ganze Zeit nur 10 Tropfen täglich (das scheint die Minimaldosis zu sein) genommen habe. Mein Hausarzt hat mir zu einem Lysanxia-Stopp geraten und mir Insidon (Opipramol) als Substitutionsmedikament verschrieben. Nebenbei nehme ich auch noch 20 mg Seroxat täglich, seit zwei Jahren. Im Internet allerdings lese ich, dass man Benzos nur langsam ausschleichen soll, deshalb frage ich mich, ob es nicht sinnvoller wäre, langsam auszuschleichen, statt sofort ganz aufzuhören und Insidon zu nehmen. Oder ist ein langsames Ausschleichen bei so einer geringen Dosis nicht sinnvoll? Danke XXXXX XXXXX!
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Hautaerztin hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

 

es ist richtig, daß man die Benzodiazepine ausschleichen soll. Wahrscheinlich hat Ihr Hausarzt gedacht, daß es wegen der geringen Dosis keine weiteren Entzugserscheinungen geben würde und Ihnen daher zu dieser Vorgehensweise geraten.

Die Menschen sind aber unterschiedlich, es gibt alle möglichen Abstufungen und auch viele sehr empfindliche Menschen. Offenbar haben Sie da jetzt recht sensibel reagiert auf das plötzliche Fehlen der 10 Tropfen Prazepam.

 

Deshalb empfehle ich Ihnen, daß Sie mit Ihrem Hausarzt darüber sprechen und ihn bitten, daß er Sie bei langsamerem Ausschleichen unterstützt. Z.B. dahingehend, daß Sie die Dosis tropfenweise reduzieren, alle 2-3 Tage einen Tropfen weniger nehmen.

Ich bin sicher, daß er dies verstehen wird und Ihnen behilflich ist.

 

In der Medizin kann man oft Dinge nicht genau vorhersagen und muß sich dann als Arzt den Reaktionen anpassen, die bei den Patienten tatsächlich stattfinden. Das ist eine ganz normale Sache, Sie brauchen sich nicht zu scheuen, mit Ihrem Hausarzt darüber zu sprechen.

 

Alles Gute und freundliche Grüße Dr. A. Hoffmann

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Diese Antwort ersetzt nicht die Konsultation beim Arzt vor Ort.

Hautaerztin und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ok, vielen Dank. Die Frage, die bleibt, ist, ob ich während des Ausschleichens von Prazepam schon Indison nehmen soll, oder ob ich das erst nachher, bei Bedarf, bzw. gar nicht nehmen soll. Kann man Insidon mit Prazepam kombinieren?
Experte:  Hautaerztin hat geantwortet vor 5 Jahren.

Danke für das Feedback. Prinzipiell kann man Insidon und Bezodiazepine kombinieren. Dabei kann die sedierende Wirkung verstärkt werden. Das wäre in Ihrem Fall aber gewünscht, da die nachlassende Sedierung bei Wegfall/Reduktion der Benzodiazepine ja anders kompensiert werden soll.

 

Ob Sie es überhaupt nehmen, würde ich von Ihrem Befinden abhängig machen.

 

Wenn Sie es nicht benötigen sollten, ist es für den Körper natürlich entlastend, Medikamente zu sparen. Für die Psyche möglicherweise auch hilfreich zu wissen, daß Tabletten als "Krücke" nicht mehr benötigt werden.

 

Andererseits sollten Sie aber auch nicht unnötig unter dem Entzug leiden, so daß Sie in einem solchen Fall Insidon ruhig einnehmen können. Je nachdem wie es Ihnen am besten geht, parallel oder nach Prazepam.

Nach so vielen Benzos ist Insidon das "kleinere Übel".

 

Mit freundlichen Grüßen Dr. A. Hoffmann