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Hautaerztin
Hautaerztin, Ärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 831
Erfahrung:  Ärztin. Abgeschlossene Studium Humanmedizin.
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Hautaerztin ist jetzt online.

ich ,62 Jahre, männl., habe mir im Mai letzten Jahres wegen

Kundenfrage

ich ,62 Jahre, männl., habe mir im Mai letzten Jahres wegen eine Verletzung durch meinen Hund im rechten Unterschenkel eine kleine Verletzung und in der Folge eine Wundrose (Erysipel) zugezogen, die mit Antibiotika behandelt wurde. Es besteht eine Allergie gegenüber Penicillin. Einige Wochen später wiederholte sich das ganze. Es wurden Gummistrümpfe verordnet, die ich auch einige Monate getragen habe. Im Februar 2012 hatte ich erneut die selbe Krankheit. Behandlung mit Antibiotika. Jetzt, keine drei Wochen später zeigen sich schon wieder die gleichen Anzeichen. Seit ein paar Tagen nehme ich kolloidales Silber (50 ppm) (ein Teelöffel oral) auf Eigeninitiative. Wenn ich es direkt auf die Haut auftrage, geht die Rötung spontan zurück, aber nur einige Stunden. So kann es aber nicht weitergehen! Was raten Sie mir?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Orthodoc hat geantwortet vor 5 Jahren.

Liebe Patientin, lieber Patient

 

Die trockene Jahreszeit im Winter (Verletzung im Feb) ist für die Haut sehr strapazieren, da sie sehr trocken wird und kleine Verletzungen so schneller entstehen. Daher würde ich Ihnen ersten empfehlen, die Haut an den Unterschenkeln immer gut zu cremen und zu pflegen.

Wenn wieder so eine Wunde auftritt, umgehend desinfizieren und einen sterilen Verband anlegen.

Ich nehme am, dass Ihre Impfung gegen Tetanus aktuell ist - wenn nicht unebdingt Auffrischen.

Auch sollte die Durchblutung an Ihrem Unterschenkel abgeklärt werden, da eine schlechte Durchblutung auch die Abwehelage und Abwehrfähigkeiten Ihres Körpers gegen Bakterien herabsetzt.

 

Das war der allgemeinere Teil. Jetzt zur aktuellen Rötung: Bitte achten Sie auf gute Desinfektion und Säuberung der Wunde und einen guten Verband. Wenn die Wunde nicht besser wird, muss ev. eine chirurgische Sanierung erfolgen. Wie tief ist die Wunde und wo genau liegt sie? Wenn sie direkt über der Schienbeinkante leigt, sind es nur wenige Millimeter bis zum Knochen und ev. geht sie so tief und dann sollte eine chirurgische Therapie erfolgen.

Bitte lassen Sie dies durch Ihren Hausarzt begutachten.

 

Ich hoffe, Ihnen damit geholfen zu haben und bitte Sie in diesem Fall, meine Antwort zu akzeptieren. Gerne beantworte ich Ihnen weitere Nachfragen. Mit freundlichen Grüssen Rechtlicher Hinweis:Diese Information kann die Konsultation mit Erhebung einer genauen Anamnese und einer körperlichen Untersuchung beim Orthopäden nicht ersetzen und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Verantwortung für die Diagnosestellung und die Therapie trägt der behandelnde Arzt. Daher ist eine Haftung für diese allgemeinen Information ausgeschlossen, auch wenn ich mir grösstmögliche Mühe gebe, Sie nach besten Wissen und Gewissen zu beraten.

 

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Erneut posten: Ungenaue Antwort.
der Experte glaubt, ich hätte heute noch eine Wunde am Bein. Dem ist aber nicht so, die Wunde ist längst verheilt, aber anscheinend sind die krankmachenden Bakterien immer noch im Gewebe und verursachen die Entzündung. Es hat auch nichts mit der kalten Jahreszeit zu tun, denn die Ersterkrankung erfolgte im Frühjahr 2011 wegen einer Verletzung durch meinen Hund. Identisch mit dem Fall des Schauspielers Fritz Wepper, der letztes Jahr durch die Presse ging.
Experte:  Hautaerztin hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

ich würde hier an zwei verschiedene Aspekte denken:

 

Das eine ist die Wundrose, die sich infolge des Hundebisses ausgebildet hat. Manchmal kommt es vor, daß eine Wundrose sich wiederholt, auch in kürzeren Abständen. Das bedeutet, daß die Bakterien immer wieder leichtes Spiel haben, sich durchzusetzen. Daher stellt sich die Frage, weshalb sie es leicht haben.

 

Damit komme ich zum zweiten Aspekt: am Unterschenkel hat man in Ihrem Alter häufig das Problem der venenbedingten Stauungen, das auftritt, wenn die Venen ihre Funktion nicht mehr optimal erfüllen können. Dann wird das Blut nicht wie gewohnt schnell Richtung Herz befördert, was einen Rückstau im Gewebe zur Folge haben kann. Dort bleiben dann auch ungesunde Stoffwechselreste und SchlacXXXXX XXXXXegen, was ein sogenanntes saures Milieu zur Folge hat. In diesem Milieu können Bakterien gut gedeihen und sich Entzündungen leicht herausbilden.

 

Daher meine Frage, ob Sie vorher schon hin und wieder Unterschenkelschwellungen, vielleicht auch nur bei warmem Wetter, oder abendliche Knöchelschwellung bemerkt haben? Daß man Ihnen Gummistrümpfe verschrieben hat, sagt mir, daß man einer bestehenden Stauung entgegenwirken wollte. Möglich, daß sich diese auch erstmals im Rahmen des Erysipels gezeigt hat.

 

Wenn eine Stauung im Unterschenkel starkt ausgeprägt ist, gibt es auch stauungsbedingte Entzündungen der Haut, man nennt diese auch Stauungsekzeme. Sie sehen Erysipelen nicht selten ähnlich, sind aber keine. Es kann sein, daß Sie in diesem Jahr an Stauungsekzemen gelitten haben oder an einer Kombination aus Stauungsekzem und Wundrose. Bei bestehenden Stauungsekzemen hat es ein Erysipel leicht, sich zu wiederholen, weil die Bedingungen, wie ich sie oben beschrieben habe, dann sehr deutlich ausgeprägt sind.

 

Deshalb meine Frage: haben Sie in diesem Jahr auch die typischen Zeichen für Erysipel wie Fieber, allgemeines Unwohlsein, Überwärmung des Unterschenkels, Hitzegefühl darin gehabt? Oder haben Sie sich wohlgefühlt?

Ist das andere Bein vollkommen schlank oder gibt es dort eine leichte Schwellung?

Ist Ihr Herz gesund?

 

Ihre Maßnahme mit dem kolloidalen Silber kommt aus dem Bereich der Naturheilkunde und ist sinnvoll, da Silber desinfizierend wirkt. Schon die alten Römer haben ihre Wasserfässer mit Silbermünzen bakterienfrei gehalten.

 

Daneben ist zu klären, ob wirklich mehrmals ein Erysipel vorlag. Wenn ja, geht es um die Frage, ob die Bakterien möglicherweise resistent sind gegenüber dem verwendeten Antibiotikum und dann ggf. ein anderes einzusetzen.

 

Der Stauung am Unterschenkel wird druch Druck von außen reduziert, man nennt dies Kompressionsbehandlung. Bei bestehenden Hautentzündungen sind Gummistrümpfe weniger geeignet, besser sind dann Kompressionsverbände mit Kompressionsbinden.

 

Wenn ein Stauungsekzem vorliegt, kann man Creme auftragen und dann mit zwei Kompressionsbinden gegenläufig den Verband anlagen.

 

Beim Erysipel darf zunächst nicht zuviel Druck ausgeübt werden, um die Infektion nicht zu verbreiten. Im akuten Stadium macht man anfangs einfache feuchte Umschläge und lagert das Bein hoch (kaltes Wasser genügt), später lockere Kompressionsverbände bei rückläufiger Entzündung.

 

Wurden bei Ihnen die Venen schon einmal untersucht, mittels Ultraschall oder Lichtreflexrheografie? Wenn nicht, wäre diese sogenannte phlebologische Diagnostik demnächst sinnvoll.

 

Wenn Sie mir Feedback geben, können wir uns dem Thema vielleicht noch etwas besser nähern.

Was Fritz Wepper hatte, habe ich leider nicht verfolgt.

 

Mit freundlichen Grüßen Dr. A. Hoffmann

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Bitte nicht vergessen, eine hilfreiche Antwort mit dem Grünen Button "AKZEPTIEREN" zu kennzeichnen! Sonst kann mich das Honroar nicht erreichen, das bei Ihnen abgebucht wurde. Danke.

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Diese Antwort ersetzt nicht die Konsultation beim Arzt vor Ort.

 

 

 

Hautaerztin, Ärztin
Kategorie: Medizin
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