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Orthodoc
Orthodoc, Dr. med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 2963
Erfahrung:  Orthopädie,Unfallchirurgie,Notfallmedizin, Allgemeinmedizin
47193624
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Orthodoc ist jetzt online.

Schmerzen Oberbauch rechts

Kundenfrage

Vor ca. 9 Monaten hatte ich für eine kurze Zeit steckende Schmerzen im Oberbauch rechts wo Leber und Gallenblase sind. Zuminstens kam es mir so vor als es in diesem Bereich war. Danach hatte ich ab und zu schmerzen in dem Bereich aber nicht so schlimm wie vor 9 Monaten. Um sicher zu gehen bin ich aber zu meiner Hausärztin gegangen im Sep. 2011. Sie hat den Oberbauch mittels Ultraschall angeschaut und nicht auffälliges gefunden. Außerdem hat sie Blutabgenommen. Alles war in Ordnung. Dennoch hatte ich weiterhin immer wieder schmerzen in dem Bereich. Die Schmerzen können stechend, pochend aber meistens eher stumpf und schwer zu beschreiben. Einfach unangenehm, aber nicht so schlimm. Trotzdem habe ich und hatte ich das Gefühl als, ob etwas einfach nicht so richtig in Ordnung war / ist.Vor ca. 4 Monaten bin ich abends zu Bett gegangen und die stumpfen Schmerzen im Oberbauch wurden schlimmer. So schlimm, dass ich nicht einschlafen konnte. Ich hatte das Gefühl, als ob die Schmerzen im Bereich der Leber waren. Dennoch bin ich mir nicht sicher. Es kann auch der Gallenblase gewesen sein oder wo anders – keine Ahnung um ehrlich zu sein. Ich finde es ist immer schwer innere schmerzen zu lokalisieren. Die schmerzen waren sehr unangenehmen. Fast als, ob der Leber oder Gallenblase Druck ausgesetzt wurde. Zudem waren die Schmerzen eher stumpf und wellenartig, dennoch trotzdem konstant. Außerdem hatte ich das Gefühl als, ob etwas aus dem Bereich ausgestoßen wurde und es wurde innerlich warm in der Gegend. Irgendwann hatte ich auch ein brennen im Bauch sowie Luft im Bauch und leichtes Sodbrennen. Vielleicht psychosomatische Begleiterscheinungen..? Um 6 Uhr am nächsten Morgen hatte ich mich entschlossen ins Krankenhaus zu fahren, da ich mir ernsthafte Sorgen gemacht habe und die unangenehme Schmerzen nicht nachließen. Ich bin zur inneren Medizin gegangen. Dort hat mich ein übermüdeter aber netter Arzt kurz untersucht mittels Ultraschall aber nichts Auffälliges gefunden. Er hatte aber bemerkt, dass ich einige Gallensteine hatte, die aber keine Probleme machen sollten. Irgendwann an dem Tag ließen die Schmerzen nach und es wurde langsam besser. Insgesamt würde ich sagen, dass ich andauernden Schmerzen mindestens 15 Stunden dauerten. Ein paar Tage danach bin ich wieder zu der Hausärzten gegangen und habe die Situation geschildert. Sie meinte es könnte etwas mit den Muskeln oder Rippen sein und hat gesagt, dass ich bestimmte Streckübungen machen sollte. Persönlich hatte ich aber das Gefühl, dass es was unter den Rippen war, sprich innerorganisch. Seit dem habe ich immer wieder Schmerzen in dem Bereich. Nachts merkt man sie mehr, da man sich darauf mehr konzentriert. Dennoch ist meistens ein unangenehmes Gefühl in dem Oberbauch rechts. Häufig habe ich ein Völlegefühl sowie ein leichtes brennen im Magen. Keine Ahnung, ob da ein Zusammenhang ist. Was ist sagen kann, ist das ich immer wieder an leichtes Sodbrennen leider (auch bevor die Beschwerden). Da mir das ganze Sorgen macht und ich das Gefühl habe, dass einfach etwas nicht in Ordnung ist, bin ich zu einem anderen Arzt hingegangen. Sie hat Blut abgenommen (Werte in Ordnung) und ein wenig am Oberbauch rumgetastet. Ich war mit ihr nicht zufrieden und bin wieder zu meiner Hausärztin gegangen und habe ihr gesagt, dass ich das Gefühl habe, dass etwas einfach nicht in Ordnung ist und, dass ich mir Sorgen mache, dass es etwas Schlimmes sein könnte. Ich habe gefragt, ob sie mich für ein Scan schicken könnte. Sie sagte ja. Ich war erstmals erleichtert und dachte, dass ich endlich Klarheit bekommen könnte, oder zu mindestens etwas Schlimmes wie Krebs ausschließen könnte.Was ich aber nicht wusste war, dass ich eine Überweisung für einen CT-Scan bekommen habe, und dass man dabei hohe Strahlungen ausgesetzt wird, die Krebs verursachen können.Mir ist klar, dass die Meinungen dazu sehr unterschiedlich sind, dennoch sagen alle Quellen, dass ein CT-Scan mit einem erhöhten Krebs-Risiko verbunden ist. Paradoxerweise ist Krebs genau das was ich mit dem Scan ausschließen möchte. Um mich besser zu informieren habe ich mit dem radiologischen Zentrum telefoniert, wo ich den CT-Scan bekommen sollte. Leider wurde mir mitgeteilt, dass die Ärzte keine Zeit für solche Info-Gespräche haben. Höchsten könnte man unmittelbar vor dem Scan mit einem Arzt sprechen.Ich sollte den Scan am 22.3. machen lassen und mache mir ernsthafte Sorgen wegen der Strahlungen und bin hin und her gezogen, ob ich den Scan machen lasse. Ich bin verzweifelt weil ich auf einerseits Klarheit haben will, dennoch Angst vor den Strahlungen habe.Gibt es eine einfache Erklärung für meine Symptome, wenn ja, was? Wenn nicht, gehe ich den richtigen Weg oder übertreibe ich? Wenn ich den richtigen Weg gehe, gibt es eine andere Möglichkeit etwas Schlimmes auszuschließen, ein MRT-Scan? Ich habe gelesen, dass ein MRT nicht so geeignet ist, um den Oberbauch zu untersuchen. Stimmt dies? Haben Sie sonst irgendwelche Vorschläge oder Ideen?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Orthodoc hat geantwortet vor 5 Jahren.
Liebe Patientin

Das angesprochen CT Abdomen hat ca. eine Strahlendosis von 20mSV, was schon für eine medizinische Untersuchung recht ordentlich ist.
Ein paar mehr Infos zu den Strahlendosen finde Sie hier:
http://dienstarzt.wordpress.com/2011/04/05/ct-und-strahlendosis/
Zusammengefasst würde das CT Abdomen ungefähr die 5-fache Jahresdosis einer Durchschnittsdosis eines Menschen entsprechen. Aber es ist bei weitem nicht in dem Bereich, das man sich Sorgen machen müsste, das dadurch Krebs ausgelöst wird.
Trotzdem würde ich mir genau überlegen, ob die Untersuchung es wirklich wert ist.
Darf ich Fragen, wie alt Sie sind und ob es in Ihrer Familie eine Häufung von Leber, Gallen oder Bauchspeicheldrüsenkebs gibt? Wenn das alles negativ ist und der Ultraschall ist ja negativ, ist das statistische Risiko wirklich sehr sehr klein.
Man könnte z.B. erst das MRI machen (keine Strahlung) und wenn dort ein verdächtiger Befund ist, dann doch das CT.
Übrigens ist es Aufgabe des verordnenden Arztes abzuschätzen, ob die Fragestellung relevant genug ist, um die Strahlendosis zu rechtfertigen. Der Radiologe ist in diesem Fall nur Dienstleister.


Ich hoffe, Ihnen damit geholfen zu haben und bitte Sie in diesem Fall, meine Antwort zu akzeptieren. Gerne beantworte ich Ihnen weitere Nachfragen.

Mit freundlichen Grüssen

Rechtlicher Hinweis:
Diese Information kann die Konsultation mit Erhebung einer genauen Anamnese und einer körperlichen Untersuchung nicht ersetzen und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Die Verantwortung für die Diagnosestellung und die Therapie trägt der behandelnde Arzt. Daher ist eine Haftung für diese allgemeinen Information ausgeschlossen, auch wenn ich mir grösstmögliche Mühe gebe, Sie nach besten Wissen und Gewissen zu beraten.
Orthodoc und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Lieber Orthodoc,

herzlichen dank für die Antowrt sowie Infos. Sie haben mir damit geholfen. Den Vorschlag mit der MRT finde ich gut. Dennoch hätte noch ein Paar Fragen:

1. Ich habe gehört ,dass ein MRT nicht so geignet ist, um Befunde im Abdomen zu finden. Stimmt dies? Ich habe sogar gesehen, dass der Radiologe kein MRT für den Oberbauch anbietet...
2. Worauf könnten die Beschwerden andeuten? Was könnte es sonst sein?

Um Ihre Fragen zu beantworten:

Ich bin 43 Jahre alt. Mein Vater ist an Krebs gestorben. Soweit ich weiß, ist er an Lungenkrebs gestorben, aber woher im Körper es stammte weiss ich nicht. Er starb mit 49 in England. Daher mache ich mir auch Sorgen. Ich möchte keine unnötige CTs...

Herzlichen Dank im Voraus!

PS: Ich bin Männlich. Es kann sein, dass der Name verwirrt, da ich aus dem Ausland komme.

Experte:  Orthodoc hat geantwortet vor 5 Jahren.
Lieber Patient

Ihren Namen sieht man hier im Forum nicht, da es anonym sein soll.

Das MRT ist nicht ganz so gut, hat dafür aber keine Strahlenbelastung. Als ich noch in der Viszeralchirurgie gearbeitet habe, haben wir häufig beides gemacht.

Die Beschwerden klingen für mich auch eher nach Gallenblase oder Magen. Probieren Sie doch mal eine PPI (Protonenpumpenhemmer) aus, der die Magensäureproduktion drosselt.

Lassen Sie das MRI machen, und dann kann man ja weiter sehen.