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Hautaerztin
Hautaerztin, Ärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 831
Erfahrung:  Ärztin. Abgeschlossene Studium Humanmedizin.
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Hallo again, habe eine "leicht erhabende " Stelle am oberen

Kundenfrage

Hallo again, habe eine "leicht erhabende " Stelle am oberen Gaumen. Mal grösser mal kleiner. kürzlich gemachtes MRT ist unauffällig. Frage: Kann ein Karzinom am Gaumen
überhaupt mit MRT festegestellt werden, oder ist CT hier besser?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Dr. Schaaf hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Abend,

ein MRT dürfte dem CT eher überlegen sein.
Oder anders ausgedrückt: Es ist nicht anzunehmen, dass ein CT eine bessere Aussage macht als das MRT.

Wenn man mit dem MRT nicht zur Diagnose kommt und aufgrund des Verlaufes diagnostische Sicherheit dringend geboten scheint, würde vermutlich (so weit sich das aus der Ferne einschätzen lässt) als nächstes eine Biopsie in Erwägung gezogen.


Hilft Ihnen das weiter oder möchten Sie nachfragen?

Alles Gute

Dr. Schaaf
Experte:  Hautaerztin hat geantwortet vor 5 Jahren.

Guten Abend,

 

bitte um Entschuldigung, wenn ich mich einmische. Ich hatte vorhin eine Antwort formuliert, die dann wegen der Technik hier offensichtlich nicht angekommen ist, und hatte danach andere Termine. Sinngemäß hatte ich folgendes aus hautärztlicher Sicht geschrieben:

 

WennSie diese Erhabenheit mit der Zunge spüren können, ist es gut möglich, daß es sich um eine Schleimhautveränderung handelt. Es gibt gutartige und bösartige. Unter den bösartigen ist in erster Linie das Plattenepithelcarcinom zu nennen. Dafür besteht ein höheres Risiko, wenn Sie über viele Jahre stark rauchen. Wenn es rechtzeitig erkannt wird, ist es gut behandelbar.

Es kann aber durchaus auch eine harmlose gutartige Veränderung sein, z.B. ein Fibrom.

Wenn sich dies nicht durch Blickdiagose (Hautarzt oder Mund-Kiefer-Gesichtschirurg) klären läßt, ist eine Gewebeprobe sinnvoll, wie Frau Dr. Schaaf Ihnen schon geschrieben hat. Soweit zu den Veränderungen aus dem Bereich der Tumoren.

 

Daneben kommt noch eine entzündliche Reaktion in Frage, in erster Linie eine nichtinfektiöse immunbedingte Entzündungsreaktion. Dafür ist der Hautarzt zuständig.

 

Sollte die Veränderung im Knochen sein, ist das MRT das diagnostische Hilfsmittel.

 

Mit freundlichen Grüßen Dr. A. Hoffmann

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Bitte nicht vergessen, eine hilfreiche Antwort mit dem Grünen Button "AKZEPTIEREN" zu kennzeichnen! Sonst kann mich das Honorar nicht erreichen, das bei Ihnen abgebucht wurde. Danke.

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Diese Antwort ersetzt nicht die Konsultation beim Arzt vor Ort.

Hautaerztin, Ärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 831
Erfahrung: Ärztin. Abgeschlossene Studium Humanmedizin.
Hautaerztin und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
habe folgende diagnosen bekommen
1) Pathologisch-anatomische begutachtung:
Tumorzellfreier mundhöhlenabstrich mit unverdächtigen plattenepithelial differentierten zellen und zahlreichen hornlamellen -- passend zum klinischen bild einer leukoplakie.
Entzündliche genese ausgeschlossen. Analog der münchener nomenklatur handelt es sich um eine Pap-gruppe III. eine engmschige zytologische kontrolle ist zu empfehlen.
2) MKG Prof.:
bei der untersuchung der mundhöhle imponierte die fragliche veränderung im bereich des gaumes als leicht geröteter aber nicht erodierter 3-4 mm grosser fleck mit erhaltenem oberflächenepithel. Besteht kein klinischer verdacht auf das vorliegen eines abklärungsbedürftigen befundes.
3Mrt schädel:
ausschluss raumforderung im oberkieferbereich links
kein Hinweis auf tumoröse raumforderung, insbesondere im oberkieferbereich
kleinere unspezifische lymphknoten im bereich der jugularisgruppe

Fragen:
Dachte Mrt ist für Zunge und Mundboden= weichteile. CT notwendig für Knochen- kieferknochen?
Welche weiteren schritte würden sie mit empfehlen?
Experte:  Hautaerztin hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

danke für das Feedback. Sie haben einen günstigen Befund. Ich kommentiere das morgen im Laufe des Tages noch ausführlich für Sie.

 

Mit freundlichen Grüßen Dr. A. Hoffmann

Hautaerztin, Ärztin
Kategorie: Medizin
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Experte:  Hautaerztin hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

zunächst haben Sie die Gewebuntersuchung (Histologie) unter Punkt 1. Dort ist festgestellt worden, daß (noch) keine Tumorzellen vorhanden sind. Je differenzierter Zellen sind, desto besser ist es, d.h. ihr normaler Aufbau ist noch vorhanden.

Eine solche Erhabenheit sieht meist weißlich auf, weil die oberste Zellschicht aufquillt, daher nennt man sie in der Fachsprache Leukoplakie (Leuko = weiß). Offenbar hat Ihr Arzt eine weißliche Stelle gesehen und daher diese Diagnose auf dem Untersuchungsantrag angegeben.

Leukoplakie beschreibt zunächst erst einmal die weißliche Veränderung. Zu klären ist dann ihr Entstehungsmechanismus und ihr Charakter. Entzündungen wurden ausgeschlossen. Daher gilt es, nach auslösenden Reizstoffen zu suchen. Hier ist sehr häufig Nikotin ursächlich, was für Sie ja zutrifft. ? Andere Ursachen können Druck durch Zähne, Zahnprothesen oder auch Zahnersatzstoffe sein, auch Stoffwechselabfallprodukte von in der Mundhöhle lebenden ungesunden Bakterien etc.

 

Wenn die ursächliche Reizung nicht mehr einwirkt, bildet sich eine Leukoplakie in der Regel von selbst zurück. Dies kann (leider) heißen: Raucherentwöhnung bringt Sie auf die sichere Seite.

 

Die oberste Schicht der Schleimaut nennt man Plattenepithel. Die Veränderungen, die sich an diesem Epithel abspielen auf dem Weg von einem gesunden Epithel bis hin zu einem bösartigen Befund, einem Plattenepithelcarcinom, werden in verschiedenen Stufen eingeteilt. Das nennt man den PAP nach der Münchner Nomenklatur. Bekannt ist das vor allem aus der Gynökologie, da sich am Gebärmutterhals auch Plattenepithel befindet. In Anlehnung daran wurde diese Klassifizierung bei Ihnen verwendet. PAP III befindet sich zwischen gesund und Veränderungen, die in Richtung eines Tumors gehen, ist also kontrollbedürftig. Daher wurde die engmaschige Kontrolle der Zellen empfohlen. Dann kann man sich ein Bild machen, inwieweit die Veränderung fortschreitet oder stagniert.

 

Ich schreibe im nächsten Kästchen weiter.

 

 

 

Experte:  Hautaerztin hat geantwortet vor 5 Jahren.

Nicht erodiert bedeutet, daß die Plattenepithelschicht ganz ist, also kein "Loch" darin. Dies ist günstig, daher heißt es kein abklärungsbedürftiger Befund.

 

Sie haben recht, das MRT ist insbesondere für die Beurteilung der sogenannten Weichteile günstig. Der Knochen ist aber auch sichtbar geworden und eine Tumorbildung (Raumforderung) darin ausgeschlossen worden.

 

Ein CT ist nicht notwendig. Schon ein MRT ist fast zuviel. Eine Vorsichtsmaßnahme möglicherweise oder Sie haben einen Arzt, dem die Technik sehr wichtig ist. Vielleicht gab es auch einen speziellen Grund in Ihrer Vorgeschichte, daß man sich dafür entschieden hat. Wenn man bei jeder gewöhnlichen Leukoplakie ein MRT machen würde, gäbe es erheblich Schwierigkeiten mit den Gesundheitsökonomen, sprich, das sind nicht angemessene Ausgaben. Dies duldet eher eine private Krankenkasse.

Im Zeitalter der Technik gibt es immer wieder unnötige apparative Untersuchungen.

 

Zuerst einmal sollen wir uns ja auf die Untersuchung mit unseren 5 Sinnen verlassen.

Dann kommt als nächstes die Gewebeprobe, anhand der man den Charakter der Veränderung klärt, ggf. auch die Eindringtiefe. Damit ist schon Klarheit geschaffen. Ein MRT würde nur wirklich notwendig sein, wenn man in der Gewebeprobe sieht, daß der Befund bis zum Grund der Schleimhaut dringt und man den Verdacht hat, daß er weiter in den Knochen oder andere Strukturen durchbrechen könnte.

 

Unspezifische Lymphknoten sind welche, die einfach nur ihre Arbeit tun, ohne bösartig oder in besonderer Weise entzündet zu sein. Gerade wenn Sie rauchen, ist das Lymphsystem immer damit beschäftigt, Schadstoffe zu neutralisieren und wegzuschaffen.

 

Sie können also insgesamt beruhigt sein. Ihre Hauptaufgabe ist jetzt, den ursächlichen Faktor zu finden und auszuschalten. Und natürlich, die Kontrolltermine wahrzunehmen.

Wenn eine Leukoplakie vorliegt und diese trotzdem rot aussieht, spricht das dafür, daß ein Stoff erheblich reizt.

 

Alles Gute und freundliche Grüße Dr. A. Hoffmann

 

 

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