So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Hautaerztin.
Hautaerztin
Hautaerztin, Ärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 831
Erfahrung:  Ärztin. Abgeschlossene Studium Humanmedizin.
59970358
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Medizin hier ein
Hautaerztin ist jetzt online.

Hallo, Mein Sohn (4) bekam vor 5 Wochen Cefuhexal - Paukenerguss und vier Bakterien im A

Kundenfrage

Hallo,
Mein Sohn (4) bekam vor 5 Wochen Cefuhexal - Paukenerguss und vier Bakterien im Abstrich. (u.a. Steptokokken)
Danach war 2 Wochen alles okay. Dann hatte er Nackenschmerzen und Kopfweh.
Sind ins KH gefahren, die haben uns da behalten. Eine Nacht später beksm er fieber. Die Schwestern gaben ibuprofen. Doch immer wieder fieberte er auf über 40 Fieber - trotz Saft blieb das Fieber am 3. Tag bei 38,5. Dann habe ich 2 Nächte mit Wadenwickel das fieber auf 40 gehalten, jedoch nach 12 Std doch wieder Saft gegeben.
Er bekam cefuroxim intravenös - das Fieber war weg - wir wurden entlassen.
Am 2. Tag zu Hause - bekam er trotz AB Fieber bis 39,5 - also fiebersaft und ins KH.
Erklärung: eine Fieberspitze ist okay.
(10 Tage cefuroxim (10ml). Gestern, am 6. Tag hatte er wieder Fieber - aber da es bei 38,5 blieb, habe ich kein Saft gegeben.
Er mag nicht viel essen, trinkt gut. Hat abgenommen.
Habe jetzt Angst, dass nach dem AB das Fieber auf über 40 schießt und sein Immunsystem kapu
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Hautaerztin hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte Ratsuchende,

 

offenbar hat Ihr Sohn eine hartnäckige Infektion. Ich vollziehe das noch einmal nach mit Erklärungen dazu:

 

Bei der ersten Gabe von Cefuhexal war das Antibiotikum wirksam. 2 Wochen später haben die Bakterien wieder die Oberhand gewonnen. Ibuprofen soll gegen die Entzündung wirken, daher auch fiebersenkend sein. Es ist aber kein Antibiotikum, so daß damit die Infektion selbst nicht behandelt wird. Das Immunsystem Ihres Kindes wurde auch selbst nicht damit fertig, so daß dann das Antibiotikum Cefuroxim gegeben wurde, was offenbar noch wirksam war.

 

Da am 2. Tag zu Hause bereits wieder Fieber auftrat, hatten die Bakterien schneller wieder die Obehand gewonnen. Bei der dritten antibiotischen Behandlung trat dann sogar unter dem Medikament das Fieber auf, d.h. trotz Antibiotikum hatten die Krankheitserreger die Oberhand.

 

Sie sehen also eine zunehmende Tendenz, was die Infektion betrifft. Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Erklärung:

 

Es kann sein, daß sich während des Verlaufes eine sogenannte Resistenz entwickelt hat, d.h. daß die Bakterien einen Überlebensmechanismus gefunden haben und von dem Antibiotikum nicht mehr abgetötet werden können.

 

Oder es kann sein, daß eine sogenannte Mischinfektion vorliegt, d.h. mehrere Bakterienarten beteiligt sind und nicht alle auf die verwendete Antibiotikagruppe (Cephalosporine) empfindlich sind. Im Laufe der Zeit könnte eine andere, nicht auf Cepahlosporine empfindliche Bakterienart die Oberhand gewonnen und immer schneller wieder für Fieberschübe gesorgt haben.

 

Dritte Möglichkeit: statt weiterer Bakterienarten könnte ein Virus beteiligt sein, der ebenfalls nicht mit Antibiotika behandelt werden kann.

 

Sinnvoll wäre es, nochmal einen aktuellen Bakterien-Abstrich anzufertigen, mit Resistenzbestimmung gegenüber den gängigen Antibiotikasorten.

Eine Blutuntersuchung hilft zu unterscheiden, ob Bakterien- oder Virusinfektion vorliegt. Man kann auch auf bestimmte Viren testen, indem man ihre Antikörper bestimmt.

 

Wenn dies geklärt ist, wird vielleicht klarer, wie am besten weiter behandelt werden kann.

Soweit die Schulmedizin.

 

Ihr Satz war nicht ganz vollendet am Ende. Wenn ich es richtig verstehe, haben Sie Sorge, daß das Immunsystem Ihres Kindes nicht richtig funktioniert?

 

Um dies noch weiter erklären zu können, kann man die ganzheitlich-naturheilkundliche Betrachtungsweise heranziehen.

 

Angenommen, wir haben eine Bakterieninfektion behandelt und das Bakterium kann sich immer wieder neu im Körper festsetzen, heißt es, daß die Bakterien stoffwechselmäßig günstige Lebensbedingungen vorfinden. Hier gibt es einige Möglichkeiten aus dem naturheilkundlichen Bereich, das Stoffwechselmilieu dahingehend zu beeinflussen, daß die Bedingungen nicht mehr so günstig sind und die Bakterien kein leichtes Spiel mehr haben. Wenn Sie sich dafür interessieren, lassen Sie es mich wissen, dann kann ich Ihnen einige Tipps geben.

 

Eine einfache Maßnahme wäre Unterstützung der Darmflora mit Präparaten wie Symibolact. Die Immunfunktion ist sehr stark mit einem gesunden Darmmilieu verbunden.

Auch Schaffung eines basischen Stoffwechselmilieus durch basenbildende Ernährung macht den Bakterien das Leben schwer.

 

Auch gibt es Ansätze, daß Immunsystem anzuregen, anders zu reagieren. Hier ist z.B. die klassische Homöopathie zu nennen, insbesondere die Konstitutionsbehandlung. Nach einem ausführlichen Gespräch kann ein erfahrener Homöopath für Ihr Kind die passenden Mittel ausssuchen, die so stabilisieren, daß das Immunsystem besser mit den Krankheitserregern fertig wird.

Es gibt auch Möglichkeiten der Akutbehandlung mit homöopathischen Mitteln bei Infekten. Sie finden bestimmt leicht in Ihrer Umgebung einen entsprechend tätigen Homöopathen (Arzt oder Heilpraktiker), wenn Sie anfangen zu suchen.

 

Gute Besserung und freundliche Grüße Dr. A. Hoffmann

_____________________________________________________________________

 

Bitte nicht vergessen, eine hilfreiche Antwort mit dem Grünen Button "AKZEPTIEREN" zu kennzeichnen! Sonst kann mich das Honorar nicht erreichen, das bei Ihnen abgebucht wurde. Danke.

________________________________________________________________________

 

Diese Antwort ersetzt nicht die Konsultation beim Arzt vor Ort.

Hautaerztin und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Danke schön.
Heute hat er einen sehr grünen Stuhlgang - ich hoffe nicht, dass es morgen Durchfall ist.
Deshalb gebe ich ab heute Perenterol (?) - gern bin ich für weitere Tipps offen, vor allem um seine Darmflora schnellst möglich aufzubauen. Die Zunge ist dick und komplett weiß belegt (Pilz?)
Zucker Verbot gibt es schon - außer für Traubenzucker (in ab heute Haferschleim-Suppe, um den Magen zu schonen.)
Eine gute Homöopatin habe ich noch nicht gefunden, ich hör mich noch mal um - vielleicht in der Apotheke nachfragen??
Vielen Dank
Experte:  Hautaerztin hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte Ratsuchende,

 

danke für das Feedback.

 

Grüner Stuhlgang kann durch Schädigung der Darmflora entstehen, die bei den eng aufeinanderfolgenden Antibiotikabehandlungen gegeben ist. Auch bei scheller Passage des Stuhlganges durch den Darm ist Grünfärgung möglich, weil dann die Gallenfarbstoffe noch grün sind.

 

Aufbau der Darmflora ist sehr gut. Für Kinder gibt es Perenterol Junior Pulver.

 

Gut wäre, wenn Ihr Sohn Heilerde zu sich nehmen würde, Grüne Heilerde oder Luvos Heilerde, Naturkostladen bzw. Drogerie. Das liefert Mineralien, die für den Zellstoffwechsel gebraucht werden und entgiftet ungesunde Stoffwechselprodukte, die durch die Darmreizung entstanden sind. Wenn er es nicht mag, kann man es in Saft oder Joghurt u.ä. einrühren. Weißer Joghurt, der noch lebende Kulturen enthält, untertützt die Regeneration des Darmes.

 

Auch rechtsdrehende Milchsäure ist dafür gut. Schauen Sie auf www.avogel.de nach Molkosan, das enthält diese und auch gesunde Darmbakterien. Dies kann man gut in andere Getränke einmischen. Auf dieser Internetseite können Sie sich selbst auch gut über einige Zusammenhänge informieren.

 

Hafer ist eine gute Idee zum Entgiften und Stärken der Abwehrkräfte. Wenn Ihr Sohn Haferbrei mag, wäre es günstig, wenn er diesen einige Tage ißt, mit so wenig Milch wie möglich gekocht, dafür Wasser. Sie können mit Honig oder Ahornsirup süßen. Zucker ist sehr stark säurebildend, insofern machen Sie es richtig mit der Meidung von Süßigkeiten.

 

Ein Pilz auf der Zunge ist sehr gut möglich nach der antibiotischen Behandlung. Er kann sich auch im Darm vermehren. Der Kinderarzt kann eine Pilzkultur von der Zunge anlegen und eine Stuhluntersuchung machen und dann entsprechende Behandlung verordnen. Meist sind es Hefepilze, die man mit Nystation behandeln kann.

 

Wenn Ihr Sohn gekochte Kartoffeln, Möhren u.ä. als Brei z.B. ißt, kann dies einen Beitrag leisten zur allgemeinen Stabilisierung und Infektabwehr.

 

Versuchen können Sie auch geriebenen Apfel mit etwas Muskatnuß, wenn der Stuhlgang breiig oder dünn wird.

 

Das Stichwort "basenbildende Ernährung" können Sie googeln, dann finden Sie Infos und Lebensmitteltabellen.

 

Rechtsregulat nach Dr. Niedermeier hilft den Zellen, die Infektabwehr zu stärken. s. www.rechtsregulat.de.

 

Auf www.green-valley.de finden Sie Korallenpulverkapseln mit Calcium und Magnesium im optimalen Verhältnis 2:1. Sie benötigen sich gegenseitig und sind wichtig für die Stoffwechselvorgänge der Zellen, somit auch für die Abwehr.

 

Ein guter Homöopath ist oft Mund-zu-Mund-Propaganda, in der Apotheke fragen ist eine gute Idee. Es geht um klassische Homöopathie nach Hahnemann.

 

Es geht ja jetzt um zwei Dinge: die Folgen der Antibiotikabehandlung ausgleichen und mit der eigentlichen Infektion fertigzuwerden.

 

Wenn er gut trinkt, können Sie ihm Kräutertees geben, die auch antientzündlich und entgiftend wirken, z.B. Kamille, Cystustee, Schachtelhalm, Linden- und Holunderblüten usw.

 

Mit freundlichen Grüßen Dr. A. Hoffmann