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Bergmann
Bergmann, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 1081
Erfahrung:  20j. Berufserfahrung in Kinder-, Jugendmedizin, Dermatologie, innere Medizin
50673792
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Bergmann ist jetzt online.

Liebe Exoerten,bei mir wurde per Zufall ein Befund gestellt:

Kundenfrage

Liebe Exoerten, bei mir wurde per Zufall ein Befund gestellt: Erytrozyten im Harn, anfangs auch Protein. Allerdings keine Leukos oder Bakterien, Die Proteine waren nur kurzzeitig, die Erys sind geblieben. Blutwerte alle o.k. Ultraschall Niere o.B. Blasenspiegelung ohne Befund, nur "Ablagerungen". Ich mache mir große Sorgen. Habe auch erhöhten Blutdruck und nehme Medikamente. Ich habe gelegentlich auch ein leichtes Brennen, aber nicht beim Wasserlassen. Aber eine Blasenentzündung wurde ja ausgeschlossen. Kann es daran liegen,daß ich vielleicht zu wenig trinke?


Der Urin ist nicht rötlich. Ich beobachte allerdings haufig, daß kleine weisse Faser drin schwimmen, könnten Schleimhautfetzchen sein.


Sonst ist der Harn klar, nicht schäumend, nicht schlecht riechend.

Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Bergmann hat geantwortet vor 4 Jahren.

Hallo und guten Abend,

 

eine vorübergehende Proteinurie, die nur geringgradig ist, muss für sich gesehen keinen Krankheitswert haben, insbesondere, wenn bei einer Kontrolle keine Eiweißausscheidung mehr nachgewiesen wird.

 

Erythrozyten im Urin , insbesondere ohne eine gleichzeitige Leukozytenausscheidung, findet man in der Abheilungsphase einer Zystitis, aber auch bei vielen Menschen nach körperlicher Anstrengung, z.B. Sport, Laufen, Bewegung,...

 

Außerdem findet man gelegentlich auch Erythrozyten im Urin bei völlig gesunden Menschen !

 

Da Ultraschall und Blasenspiegelung in Ordnung waren, halte ich Erkrankungen im Bereich der ableitenden Harnwege für unwahrscheinlich.

 

Der hohe Blutdruck macht auch nicht typischerweise eine Erythrozyturie.

 

Es gibt Medikamente, welche evtl dafür verantwortlich sein könnten, da sie über die Nieren ausgeschieden werden.

 

Um letztlich Klarheit zum Ausschluss einer Nierenerkrankung zu bekommen, sollten Sie in einer Blutabnahme Entzündungszeichen sowie Werte der Nierenfunktion bestimmen lassen.

 

Alleine zu wenig zu trinken, wäre auch keine alleinige Ursache einer Erythrozyturie. Die Trinkmenge möglichst hoch zu halten, ist jedoch immer von Vorteil für die Gesundheit.

 

Ihr Hausarzt sollte also ein großes Blutbild einschließlich Differentialblutbild, CRP, Senkung, Gesamteiweiß, Elektrophorese, Elektrolyte, Creatinin, Harnstoff, Harnsäure sowie C3 und C4 bestimmen lassen.

 

Eine Nierenbeteiligung können Sie so objektivieren bzw ausschließen.

 

Alles Gute und freundlichen Gruß.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

wie gesagt, die Blutwerte waren in Ordnung.

CRP normal, Senkung 30/50 (bin weiblich) Kreatinin, GFR ok. alle von Ihnen angegebenen Werte waren o.k., Cholesterin etwas erhöht.

Eine ausheilende Zystis hätte der Urologe doch wohl noch festgestellt.

Die Erys sind nun schon einige Wochen drin. Sport treibe ich nicht.

 

Experte:  Bergmann hat geantwortet vor 4 Jahren.

Hallo,

 

Sie haben Ihre Frage ergänzt, indem Sie die Konsistenz Ihres Urins beschreiben.

 

Schleimhautpartikel gehören nicht in frischen Urin, insofern sollte Ihr Urin regelmäßig einmal im Monat untersucht werden, solange er nicht klar ist und jedesmal auch eine Urinkultur angelegt werden.

 

Eine Senkung von 30/50 wäre deutlich erhöht und somit nicht in Ordnung.

 

Normalwerte einer Senkung wären bis zu 15 als höchstem Zweitwert tolerabel.

 

Bitte lassen Sie - wenn der Wert der Senkung so vorlag - erneut eine Blutuntersuchung durchführen, da eine hohe Senkung z.B. Indiz einer Entzündung sein kann.

 

freundlichen Gruß.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Hallo,

mein Hausärztin meinte, die BSG wäre nur grenzwertig erhöht. Ich bin 54 Jahre und postmenopausal. Der Grenzwerte (1. Wert liegt da bei 30?)

Die CRP ware unter 5.

Der Urin ist sonst sehr klar. Wenn ich viel hintereinander trinke, ist er sehr hell und

der Durchlauf eigentlich auch sehr schnell. Ich muss dann viel auf die Toilette.

Die Senkung wurde zu einem Zeitpunkt gemacht, bei dem ich Probleme mit dem Magen

hatte. (Sodbrennen und Völlegefühl). Eine endoskopische Untersuchung war o.B.

Allerdings wurde eine Hernie festgestellt.

Also ich bin jetzt ziemlich ratlos. Beschäftige mich viel mit Gesundheitsfragen und kenne

mich auch als Patientin einigermaßen aus.

Aufgrund meiner Brustkrebserkrankung vor 9 Jahren (bisher keine Befunde)

Experte:  Bergmann hat geantwortet vor 4 Jahren.

...grundsätzlich kllingt alles nicht bedrohlich.

 

Aber ein Senkungswert sollte auch in Ihrer Lebenslage nicht höher als 9/15 sein.

 

Alles was höher als 15/30 ist, sollte kontrolliert werden.

 

Die Senkung hängt immer dem Geschehen etwas nach, das CRP reagiert schneller.

 

CRP ist binnen Stunden hoch und binnen 1-2 Tagen wieder normal.

 

Senkung steigt binnen 1-2 Tagen und sinkt binnen 2-4 Tagen bei Erkrankung.

 

Ich rate zu Urinkontrollen alle 1-2 Monate und Kontrolle der Senkung, bald.

 

freundlichen Gruß.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Wie kann das denn mit meinen Beschwerden zusammenhängen?

Ist es auf die Nieren zurückzuführen? Wär bei einer starken Entzündung nicht auch die

Leukos im Blut erhöht?

Experte:  Bergmann hat geantwortet vor 4 Jahren.

Bei einer bakteriellen Entzündung sind die Leukozyten erhöht.

 

Bei einer Nierenfunktionsstörung geringerer Art könnten Erythrozyten durch eine leicht gestörte Filterleistung der Nieren mit in den Urin gelangen.

 

Es besteht jedoch ebenso die Möglichkeit, daß die Erythrozyten im Urin keinerlei Krankheitswert haben.

 

freundlichen Gruß.

Experte:  Bergmann hat geantwortet vor 4 Jahren.

...für die erhöhte Senkung kann die Magenproblematik mit verantwortlich gewesen sein, ich halte die Senkung jedoch für kontrollbedürftig...ebenso den Urin ( s.o.)...

 

mfG

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Ich habe Ende März einen Termin beim Nephrologen,das ist aber noch eine lange Zeit

des Wartens.Ich weis, daß eine Nierenfunktionsstörung erst im Blut bei 50 % Verlust anzeigt wird.

Die erhöhte BSG kann mit einer Funktionsstörung in Zusammenhang stehen?

Oder läßt sie eher auf eine Blasenentzündung hinweisen. Die Senkung war ca. 10 Tage

vor der Spiegelung. War die Entzündung deshalb vielleicht nicht mehr sichtbar für den

Urologen? Oder könnte die Erhöhung auch mit der Magengeschichte zusammenhängen?

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Ich habe Ende März einen Termin beim Nephrologen,das ist aber noch eine lange Zeit

des Wartens.Ich weis, daß eine Nierenfunktionsstörung erst im Blut bei 50 % Verlust anzeigt wird.

Die erhöhte BSG kann mit einer Funktionsstörung in Zusammenhang stehen?

Oder läßt sie eher auf eine Blasenentzündung hinweisen. Die Senkung war ca. 10 Tage

vor der Spiegelung. War die Entzündung deshalb vielleicht nicht mehr sichtbar für den

Urologen? Oder könnte die Erhöhung auch mit der Magengeschichte zusammenhängen?

Bei der Spiegelung wurde ja auch Urin entnommen, leider liegt der Befund immer

noch nicht vor.

Experte:  Bergmann hat geantwortet vor 4 Jahren.

...eine Nierenfunktionsstörung zeigt sich mit steigendem Kreatinin-Wert im Serum.

 

Hier ist immer auch die Tendenz wichtig und der Vergleich mit Voruntersuchungen.

 

Grundsätzlich kann die Niere eine Funktionsstörung lange kompensieren.

 

Die erhöhte BSG wäre Zeichen einer Entzündungsreaktion.

 

Eine gestörte Filterfunktion der Nieren kann aber mit und ohne Entzündung ablaufen, insofern kann man hier keine eindeutigen Rückschlüsse ziehen.

 

Eine Blasenentzündung alleine macht nur sehr selten eine so deutlich erhöhte Senkung.Ich halte die erhöhte Blutsenkung für eine Raktion auf die Magengeschichte, rate aber zur Kontrolle jetzt, da sie jetzt wieder normal sein müßte.

 

Urinkulturen werden nach 16 - 24 Stunden abgelesen, wäre etwas gewachsen, hätte man dies Ihnen mit großer Wahrscheinlichkeit bereits mitgeteilt.

 

Bis Ende Märt würde ich mit der Kontrolle der Blutsenkung nicht warten.

 

Ansonsten ist die Abklärung der Erythrozyturie durch eine baldige Urinkontrolle sinnvoll und der umfassende Termin beim Urologen Ende März sinnvoll und - von hier aus beurteilt - meiner Meinung nach ausreichend.

 

Die Kollegen vor Ort kann ich online natürlich nicht ersetzen.

 

Freundlichen Gruß.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Nur noch abschließend:

Was mache ich denn, wenn die BSG wieder erhöht ist?

Den Urin teste ich regelmäßig mit einem Teststréifen, es war zeitweise o.B.

( da hatte sich sehr viel getrunken) Nun ist der Streifen Ery wieder positiv,manchmal

auch nur Hamoglobin.

 

Experte:  Bergmann hat geantwortet vor 4 Jahren.

Dann wäre zur Klärung ein Blutbild mit Differentialblutbild sowie ein CRP wegweisend.

 

Sind alle anderen Werte außer der Senkung in Ordnung, wird man sich mit einer weiteren Kontrolle der Senkung in einigen Wochen begnügen wollen, da eine Entzündung ohne auffälliges Blutbild und CRP eher unwahrscheinlich ist.

 

Die zeitweise auftretenden Erythrozyten im Urin haben - wie bereits ausgeführt - nicht zwangsweise Krankheitswert.

 

Alles Gute und freundlichen Gruß!

Bergmann, Dr. Med.
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Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Danke für Ihre Geduld und Mühe
Experte:  Bergmann hat geantwortet vor 4 Jahren.
...bitte gerne, das ist mein Job :-)

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