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Hautaerztin
Hautaerztin, Ärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 831
Erfahrung:  Ärztin. Abgeschlossene Studium Humanmedizin.
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Leider habe ich vergessen, dass bei mir eine starke Laktoseunverträglichkeit

Kundenfrage

Leider habe ich vergessen, dass bei mir eine starke Laktoseunverträglichkeit vorliegt, etwa zeitgleich wie die Rosacea, die mich langsam auch psychisch belastet (bin Lehrerin).
Besteht die Gefahr, dass sich Darmkrebs entwickeln könnte?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Hautaerztin hat geantwortet vor 5 Jahren.

Guten Morgen,

 

zunächst einmal: bitte machen Sie sich diesbezüglich keine unnötigen Sorgen.

Ich habe heute Sprechstunde. Daher schreibe ich Ihnen morgen ausführlich zu dem Thema.

 

Mit freundlichen Grüßen Dr. A. Hoffmann

Hautaerztin und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Hautaerztin hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte Ratsuchende,

 

hier meine Antwort auf ihre Frage zur Lactoseintoleranz:

 

Aus Lactoseintoleranz entwickelt sich nicht direkt der Darmkrebs. Es besteht wegen der Lactoseintoleranz auch nicht von vornherein ein höheres Darmkrebsrisiko. Die Lactoseintoleranz zeigt zunächst einmal, daß die Verdauung empfindlich ist, ebenso das Immunsystem. Oft gibt es z.B. gleichzeitiges Bestehen von Lactoseintoleranz und Neurodermitis. Man sollte sich immer wieder einmal klarmachen, daß Kuhmilch evolutionsgeschichtlich in erster Linie für Kuhbabies entstanden ist, nicht für Menschen.

Der Mensch paßt sich der Kuhmilch an, was über die Evolution hin betrachtet, noch nicht so lange geht. Von daher sind Schwierigkeiten bei der Verdauung nicht ganz verwunderlich. Bei vielen Neurodermitispatienten wird auch beobachtet, daß Sie Milcheiweiß nicht vertragen.

Einen Zusammenhang zwischen Lactoseintoleranz und Darmkrebs kann man langfristig so herstellen: wenn bei bestehender Lactoseintoleranz die Diät nicht eingehalten wird, kann dies die Darmflora schädigen. Wenn die Darmflora das natürliche Gleichgewicht verliert und ungesunde Bakeriensorten die Überhand gewinnen, tragen deren Ausscheidung zu einem ungesunden Stoffwechselmilieu im Darm und darüber zur Erhöhung des Darmkrebsrisikos bei.

Auch unverdauliche Milchbestandteile können dies tun.

 

Wenn Sie Divertikel im Darm haben und diese sich häufiger bzw. stark entzünden, kann daraus der vorsichtige Schluß gezogen werden, daß Sie kein optimales Stoffwechselmilieu im Darm haben.

 

Moment bitte, ich schreibe im nächsten Feld weiter.

Experte:  Hautaerztin hat geantwortet vor 5 Jahren.

Wenn Sie das angegebene Buch von XXXXX XXXXX lesen, bekommen Sie grundlegendes Verständnis für die Stoffwechselvorgänge im Darm. Dann werden Sie auch verstehen, daß man dem Darmkrebsrisiko nicht hilflos ausgesetzt ist, sondern sehr viel tun kann, um dieses zu reduzieren. Darmkrebs tritt ja nicht selten auf bei Menschen, die nie etwas hatten, wie es so schön heißt, und die der Krebs dann wie aus heiterem Himmel trifft. Dazu trägt auch eine ungesunde Lebensweise bei, die sie nie angezweifelt haben. Insofern ist die Lactoseintoleranz auch eine Chance, aufmerksam zu werden und für den eigenen Darm gut zu sorgen.

 

Unterstützung können Sie sich hierbei reichlich holen.

Dazu einige Vorschläge/Literaturangaben:

 

Die Internetseite www.symbiopharm.de ist von einem Institut gestaltet, das sich mit der Mikroökologie des Darmes beschäftigt. Dort finden Sie weitere Informationen, z.B. über die IgG-vermittelten Nahrungmittelunverträglichkeiten. Hier lohnt sich eine Analyse, da der Verzehr unverträglicher Lebensmittel einen Reizzustand der Darmschleimhaut begünstigt.

Das Institut bietet auch weitere spezielle Untersuchungen zur Darmgesundheit an. Sicher können Sie dort einen Arzt erfragen, der in Ihrer Nähe nach diesen Prinzipien arbeitet.

 

Das neue Buch von Rüdiger Dahlke "Peace Food" enthält viele Informationen über Milch und die Gesundheit pflanzlicher Nahrung.

 

Kurze zusammenfassende Informationen zum Darmkrebs auf www.jameda.de, Seite "Fragen und Antworten zu Darmkrebs und der Darmkrebsvorsorge" von Dr. med. Bernd R. Birkner. Er verneint ein erhöhtes Darmkrebsrisiko bei Lactoseintoleranz.

 

www.information-darmkrebs.de , Kapitel: Darmkrebsinformation. Hier geht es ausführlich um die Darmflora und ihre Bedeutung bei der Entstehung von Darmkrebs.

Unten auf der Seite gibt es einen Hinweis auf ein spezielles Labor für Themen rund um die Darmflora, s. www.probiosdiagnostik.de . Dort finden Sie viele weitere Informationen, können auch Behandler in Ihrer Nähe suchen.

 

Über die Lactoseintoleranz sind Sie ja sicher informiert. Es gibt Bücher und verschiedene Informationsseiten im Internet, z.B. www.ugb.de .

 

Als unterstützende Behandlung zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte können Sie die klassische Homöopathie nutzen. Dazu benötigen Sie einen erfahrenen Homöopathen, der Ihnen nach ausführlichem Gespräch das passende Mittel aussucht. Sinnvoll ist eine Konstitutionsbehandlung.

 

Wenn Sie sich auf den Weg machen, der zugegeben länger ist, dürfen Sie mit der Zeit durchaus positive Wirkungen auf Ihre Haut erwarten.

 

Alles Gute und freundliche Grüße Dr. A. Hoffmann

 

 

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