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Dr. Hamann
Dr. Hamann, Dr. med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 6667
Erfahrung:  Fachärztin Allgemein und Innere Medizin
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Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Medizin hier ein
Dr. Hamann ist jetzt online.

Hallo, meine Mutter, 91 Jahre, ist mit einer Lungenentzündung

Kundenfrage

Hallo,
meine Mutter, 91 Jahre, ist mit einer Lungenentzündung vor 2 Wochen ins Krankenhaus gekommen, sie bekam wohl bald ein Antibiotikum, das innerhalb von ca. 9 Tagen nicht gewirkt hat. Der Stationsarzt war selbst krank, verabreichte nach Rückkehr ein anderes Antibiotikum, das "anschlug". Meine Mutter wurde vor 2 Tagen entlassen, mit einer Besserung. Heute haben wir den ärztlichen Notdienst angefordert, weil es meiner Mutter nicht gut ging. Viel zu hoher Puls aber kein Fieber und die Werte ihres Insulins (Diabetikerin) mußten sehr hoch dosiert werden. Der Arzt verschrieb meiner Mutter EryHexal Saft (ein Antibiotikum), nachdem er festgestellt hatte, daß die li. Lunge noch nicht vollkommen frei ist, aber kein Wasser in der Lunge ist. Ich habe Befürchtungen, daß diese ganzen "Gaben" meine Mutter schwächen, sie atmet sehr flach und kann nur noch mit Unterstützung aufstehen, um dann mit dem Rollstuhl gefahren zu werden . Ich muß dazu sagen, daß meine Mutter vor 16 Jahren einen schweren Schlaganfall hatte, linksseitig gelähmt ist, so gut wie nicht sprechen kann und vor 5 Monaten einen Schlaganfall hatte, der das Sehzentrum beeinträchtigt hat.
Wir pflegen seit 10 Jahren meine Mutter bei uns zu Haus. Jetzt bin ich in großer Sorge und weiß nicht ob ich alles richtig mache.
Entschuldigen Sie bitte meine nicht kundlichen Ausdrücke. Können Sie mir bitte einen Tip geben, was ich unternehmen kann, damit meiner Mutter es wieder besser geht.
Mit freundlichen Grüßen
R.M.
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Dr. Hamann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Guten Morgen,

sie haben den Zustand ihrer Mutter sehr gut geschildert.
Es kann durchaus sein, dass das Antibiotikum in der Klinik zwar geholfen hat und die Lungenentzündung sich besserte, doch ist die Rekonvaleszenz bei älteren Patientn deutlich langsamer als bei jüngeren Menschen. Hier hätte aus meiner Sicht eine Verlegung in eine Pflegestation erfolgen sollen (eine Reha hätte man auch anstreben können-Lungenreha bspw.). Doch die Entlassung nach Hause ist sicher nicht ratsam, wo leider keine Rund-um-die-Uhr-Pflege stattfinden kann, so gut sie dies auch gewährleisteten.

Mit einem Antibiotikum und einer Lungenentzündung sind Kreislauf und Stoffwechsel extrem stark belastet und der Zucker sollte mehrlas täglich geprüft werden, um eine Entgleisung zu vermeiden. Auch die Kaliumgabe sehe ich kritisch, da hier bereits leichte Verschiebungen zu lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen führen können.

Die flache Atmung und die noch nicht ganz belüftete linke Lunge deuten auf einen weiterhin bestehenden Infekt = Rezidiv oder Residuum, oder Wasseransammlung nach der Lungenentzündung (=postpneumonisches Infiltrat). Dieses belastet die Atmung und das Herz, so dass es ihrer Mutter deutlich schlechter geht als nach der Klinikentlassung.

Sprechen sie bitte in der Klinik mit dem Sozialdienst, ob eine Höherstufung der Pflegestufe möglich ist, falls sie es noch nicht ist (Pflegestufe 3).

Gingium und Crataegutt sind sehr gut und können sie durchaus fortsetzen.

Carbimazol bekommt sie wegen einer Schilddrüsenüberfunktion?
Das Kalium retard bitte hinterfragen, ob es noch notwendig ist, tendenziell rate ich zu baldigem Absetzen, kenne aber die Laborwerte nicht.
Pantozol tendenziell auch eher reduzieren, es sei denn sie hat Probleme mit dem Magen.
Das ASS kann bleiben.

Welches Diabetesmittel bekommt ihre Mutter (ich sehe kein Metformin, hat sie Nierenprobleme?).
Welches Insulin erhält sie?

Gern helfe ich ihnen weiter.
Dr. Hamann, Dr. med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 6667
Erfahrung: Fachärztin Allgemein und Innere Medizin
Dr. Hamann und 2 weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Guten Tag Frau Dr, K.Hamann !

 

Vielen Dank für Ihre ausführliche Information.

Ihre Fragen möchte ich hiermit beantworten.

Der Arzt meiner Mutter ist Internist. Morgen werden wir ihn informieren.

Meine Mutter erhält Carbimazol wegen einer Schilddrüsenüberfunktion

Ich werde auch nur noch 1 x Pentazol verabreichen, ich weiß, daß meine Mutter vor Jahren Magenprobleme hatte vielleicht sind diese Kapseln auch nicht mehr notwendig.

Kalium retard werde ich sofort absetzen, oder ?

Heute hat meine Mutter eine stark geschwollene linke Hand.

Soweit ich mich erinnern kann, war ein Anflug (Stufe 2) Nieren) nach ihrem Krankenhausentlassungsbrief im Sept.2011 notiert.

Insulin:

Actraphane 30 gestern, abends, 12/ heute, morgens, 7

Was raten Sie mir ?

Mit freundlichen Grüßen

Renate Möller

 

Experte:  Dr. Hamann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Frau Möller,

Danke für ihre Informationen.
Ja, lassen sie bitte nochmals die Nierenwerte und die Elektrolyte bestimmen. Das Kalium würde ich erst danach weglassen, wenn die Werte gut sind.
Die geschwollene Hand kann durchaus mit einer Nierenschwäche zusammenhängen. Deswegen morgen bitte die Nierenwerte prüfen lassen.
Und ja 20mg Patoprazol am Tag sollten als Magenschutz ausreichen.

Wichtig in der Klinik ist Lungenhygiene (Flutter, Inhalieren, Abklopfen/Klopfmassage) und Atemgymnastik (Triflow). Und eine Lungenreha mit dem Sozialdienst besprechen.

Ihre Dr. K. Hamann

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