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Dr. Schaaf
Dr. Schaaf, Privatpraxis, Online-Beratung
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 2012
Erfahrung:  Spezialisiert auf fachübergreifende Zweite Meinung
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Dr. Schaaf ist jetzt online.

Liebe Doktoren, ich lebe in Brasilien, und hier bei uns ist

Kundenfrage

Liebe Doktoren, ich lebe in Brasilien, und hier bei uns ist es so ziemlich gang und gebe, dass sofort operiert wird, Mein Arzt, jung und wie mir gesagt wurde, sehr kompetent, ist für die Entfernung der Gallenblase (Han 2 ungefähr 2 cm gross Steine und "Schlamm". Er hat sich ziemlich gegen andere Methoden geäussert, die die Steine zertrümmern und dann ableiten, weil seiner Ansicht nach die Fragmente den Gang verstopfen bzw in den Pankreas oder die Leber wandern könnten, Auch habe ich den so genannten Gallenschlamm (nennt man das so auf Deutsch ?), ganz kleine Steine, die mit einem steinlösenden Medikament auch in den Gang wandern und die ganze Sache noch schlimmer machen können. Ich bin 64 Jahre alt und habe bereits 5 OPs hinter mir (Blinddarm, 3 Kaiserschnitte und 1 Hysterektomie) und habe eigentlich alles gut vertragen. Hier in Brasilien wir bei der Laparoskopie mit Vollnarkose betäubt. Ist das in Ordnung ?: und gibt es für diese OP ausser der Narkose noch andere komplizierende Faktoren ? Ich wäre Ihnen von Herzen dankbar für Ihre Anworten, ich leben nämlich in einer relativ kleinen Stadt im Nordosten Brasiliens (also nicht Rio oder São Paulo!) und da weiss man manchmal nicht so genau, ob die Prozeduren wirklich die besten sind !
Viele Grüsse aus Natal, Regina Richau Frazão
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Dr. Schaaf hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Morgen,

bei Gallenschlamm ist die OP durchaus zu empfehlen und ein laparakopischer Eingriff in Vollnarkose wäre das Vorgehen der Wahl für diesen Eingriff.
Wichtig: Eilig ist diese OP nicht, solange Sie keine Gallenkoliken haben.
Bei Schlamm kommt es häufiger zu Koliken als bei reinen Steinen, aber grundsätzlich gilt: Schlamm oder Steine zu haben, ist erst mal kein Grund zum Operieren. Der ergibt sich erst aus den Beschwerden.
Ein Rückstau der Gallenflüssigkeit in die Leber kommt vor, das Pankreas betrifft es wesentlich seltener und in der Regel wird das aber vom Patientn bemerkt, so dass man dann immer noch operieren kann.
Dass Sie unbemerkt schleichend Schaden erleiden, weil Sie sich nicht operieren lassen, ist also eher unwahrscheinlich.

Kurzum: Die OP hat Zeit, aber wenn, dann ist das vorgeschlagene Vorgehen durchaus richtig.

Noch Fragen?

Gute Besserung

Dr. Schaaf
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Erstmal, Danke schön für die recht aufschlussreiche Antwort !
Ja, ich hätte da noch ein paar Fragen, nämlich:
1) Sie sprachen von einem Rückstau in die Leber. Was ich eher befürchtete, ist, dass, wenn ich versuche , die Steine zu zertrümmern, die Fragmente in das Pankreas oder in die Leber gelangen, oder in die Kanüle (?? sicher nicht der richtige Ausdruck !!!) der aus der Galle führt. So habe ich den Arzt hier verstanden. Er sagt, diese Gefahr besteht, soweit es entweder sehr kleine Steine, Schlamm oder auf irgendeine Art zertrümmerte Steine (Fragmente) gibt. Ist das zutreffend ? Denn Sie sagten ja, dass ich "unbemerkt schleichend Schaden erleiden, weil Sie sich nicht operieren lassen, ist also eher unwahrscheinlich" Und in verbindung mit dieser Frage, wodurch entstehen dann eigentlich die Koliken ?? Sind dies die einigen Beschwerden, die Gallensteine verursachen können ?? oder kann daraus eventuell ein Krebs entstehen ?? denn, wenn nicht durch die Wanderung der Steine / Fragmente in diese "Kan¨le", worin besteht dann die Gefahr ? Ich frage weil ich wirklich ungern in eine OP einsteige, ohne einen wirklich trifftigen Grund zu haben !!
2) Wie hoch ist eingentlich heutzutage die Gefahr einer Vollnarkose ?? Welche Nachwirkungen gibt es ??
3) Wie lange muss man hinterher aussetzen ? Wann darf man wieder Auto fahren , zB - ich bin nämlich berufstätig ...
4) noch eine ganz kurze Frage: werden diese Fragen nur von einem Arzt beantwortet, oder von einem Tezm ? unten stand : "experte... stimmt zu" - bedeutet das, dass ein zweiter Arzt auch meine Frage gelesen, bearbeitet hat und mit Ihrer Antwort einverstanden ist ?
Noch einmal vielen Dank !
Experte:  Dr. Schaaf hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo,

Die Beantwortung erfolgt von ersten Arzt, der die Frage beantworten kann. Später wird sie dann von weiteren Ärzten gelesen, die zustimmen oder etwas ergänzen etc.

Die Kanüle heißt Gallengang und verläuft von der Gallenblase zum Dünndarm. In den Gallengang münden seitlich ein Gang von der Leber und einer vom Pankreas. Wenn der Gallengang kurz from Darm verstopft sein sollte, durch Schlamm oder Stein, dann kommt es zum Rückstau, EVENTUELL auch in Richtung Pankreas oder Leber, ab erst mal in den Gang und das macht eine Kolik. Eine kolik ist ein sehr starker, krampfartiger Schmerz, den man nicht übersehen kann.
Zur Information
Millionen von Menschen haben Gallensteine und wissen nichts davon oder sie wissen es und sind beschwerdefreie Gallensteinträger.
Eine Krebsgefahr besteht nicht.
Eine Vollnarkose ist bei gesunden Menschen fast ohne Risiko, jedenfalls nichts Schlimmes.
Das Zertrümmern ist so ne Sache und hat ebenso wie die medikamentöse Auflösung den Nachteil, das kleine Teilchen, eben Schlamm, den Gallengang verlegen können und dann kommt es zur Gallenkolik.

Alles beantwortet?

Dr. Schaaf
Dr. Schaaf und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Dr. Schaaf, fast alles !!!
1) wie lange muss man aussetzen ? ... darf man nicht Auto fahren ?
2) Nachwirkungen ? womit muss man rechnen ?
3) Helfen homöopatische Mittel vor der OP, so z.B. Arnica oder andere ?
4) Ich nehme gerade wegen meiner Artrose TRAMADOL und DIPIRON zusammengesetzt mit NIMESULIDE. Sollte ich das lieber sein lassen ???
5) ich glaube, die letzte... kkk was darf man... sollte man... darf man nicht essen : VOR der OP und NACH der OP ?
So, ich glaube, das wär's !
Recht vielen Dank
Regina Richau
Experte:  Dr. Schaaf hat geantwortet vor 5 Jahren.
Danke...
Aussetzen: Je nach individueller Leidensfähigkeit, ich geh mal davon aus, dass Sie eine Frau und somit nicht empfindliche sind... also circa 4 Tage.
Autofahren geht dann nach 2-3 Tagen.
Nachwirkungen: Die ersten beiden Tagen hat man Schmerzen von der Laparaskopie, sonst heilt es einfach und zieht nur ab und zu ein bisschen.
Homöopathie - zur Wirksamkeit sollten Sie mich nicht fragen, schadet aber sicher nicht, dürfen Sie gern machen.
Nimesulide können Sie nehmen.
Essen: Fettes Essen braucht viel Gallensäure auf einmal und ist deswegen nicht gut, schon gar nicht in großen Portionen. Das gilt für vorher und hinterher.

So, noch was eingefallen? Noch was unbeantwortet?

Dr. Schaaf
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Recht vielen Dank ! ich hoffe es geht alles glatt, werde wahrschinlich Mitte-Ende Februar operiert.!

Viele Grüsse,

Regina Richau

Experte:  Dr. Schaaf hat geantwortet vor 5 Jahren.
Alles Gute, gern geschehen.

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