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Hautaerztin
Hautaerztin, Ärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 831
Erfahrung:  Ärztin. Abgeschlossene Studium Humanmedizin.
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Gibt es Behandlungsmethoden gegen das Asperger-Syndrom bei

Kundenfrage

Gibt es Behandlungsmethoden gegen das Asperger-Syndrom bei Erwachsenen?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Medizin
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Erneut posten: Noch keine Antwort.
Leider habe ich bisher keine Reaktion erhalten. Dann breche ich meine Anfrage ab und bitte um Rücküberweisung des gezahlten Betrages auf das Einzahlungskonto.
Mit freundlichen Grüßen,
Horst Beensen
Experte:  Hautaerztin hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

ich sehe Ihre Frage hier jetzt gerade zum ersten Mal. Es gibt Behandlungsmöglichkeiten für das Asperger-Syndrom auch bei Erwachsenen.

Da ich heute Sprechstunde habe, würde ich Ihnen morgen ausführlich antworten.

 

Mit freundlichen Grüßen Dr. A. Hoffmann

Hautaerztin und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Hautaerztin hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

da ich nicht genau weiß, wie intensiv Sie sich in die Thematik einlesen möchten, gebe ich Ihnen zunächst einige Quellen an:

 

Googeln Sie bitte einmal den Begriff: "Asperger-Syndrom Erwachsenenalter", dann finden Sie folgende hilfreiche Seiten:

 

www.psychosoziale-gesundheit.net., mit Literaturhinweis: Preißmann, C.: Psychotherapie bei Menschen mit Asperger-Syndrom. Konzepte für eine erfolgreiche Behandlung aus Betroffenen- und Therapeutensicht. Kohlhammer 2007.

 

www.springermedizin.at, vom 13. April 2010. "Das Asperger-Syndrom beim Erwachsenen."

 

www.autismus-nordbaden-pfalz, mit Hinweisen auf eine Forschungsgruppe in Marburg (mehr für Kinder und Jugendliche), aber auch zahlreichen Angaben zu Literatur und Kontaktmöglichkeiten für alle (Bundesverband, Foren etc.)

 

www.shg-asperger-syndrom.de, von einer Selbsthilfegruppe erwachsener Betroffener,

mit zwei Buchhinweisen:

Jasmine Lee 'Neill: Autismus von innen. Nachrichten aus einer verborgenen Welt. Verlag Hans Huber

Tony Attwood: Ein ganzes Leben mit dem Asperger-Syndrom. Von Kindheit bis Erwachsenenalter - Was Menschen mit Asperger-Syndrom weiterhilft. Trias.

 

www.autismus-in-berlin.de , "Das Asperger-Syndrom: Die Situation erwachsener Betroffener."

 

www.aerzteblatt.de, vom 30.1.2009: "Das Asperger-Syndrom im Erwachsenenalter"

Es wird berichtet, daß der Erkrankung im Erwachsenenalter erst in jüngerer Zeit mehr Aufmerksamkeit gewidmet wird und welche Ansätze gemacht werden.

Erarbeitet wurde dies von Ärzten aus der Klinik für Psychiatrie, Sozialpsychiatrie und Psychotherapie der Med. Hochschule Hannover (Zentrum für Seelische Gesundheit)

und der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Klinkums Kassel. Offenbar gibt es in Hannover eine Spezialambulanz für erwachsene Betroffene.

 

Morgen schicke ich Ihnen noch eine inhaltliche Zusammenfassung.

 

Bis dahin freundliche Grüße Dr. A. Hoffmann

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ich warte noch erst Ihre angekündigte Antwort"von morgen" ab
Experte:  Hautaerztin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Kommt in Kürze. MfG Dr. A. Hoffmann
Experte:  Hautaerztin hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

es gibt noch keine wissenschaftlich abgesicherten Therapiekonzepte, aber man ist bei der Arbeit, sozusagen.

Man orientiert sich hinsichtlich der Therapiemethoden an den individuell vorhandenen Symtomen. Hilfreich ist eine Therapie mit verschiedenen Elementen, die auf die Defizite des Betroffenen zugeschnitten ist.

 

Zunächst einmal geht es um Selbstreflexion. Beim Asperger-Syndrom handelt es sich ja um eine spezielle Form von Autismus und demzufolge stehen die Schwierigkeiten in der Kommunikation, im Umgang mit anderen Menschen, im Vordergrund. Dies macht sich in allen Lebensbereichen bemerkbar. Die Betroffenen können z.B. auf nonverbalen Ebenen nicht gut wahrnehmen, was andere kommunizieren wollen, es fällt ihnen schwer, normale Beziehungen zu führen, oft besteht auch das Interesse gar nicht. Dies führt zu dem Gefühl: "Ich bin anders." Das kann leicht belastend werden.

 

Deshalb ist es gut, am Anfang jeder Behandlung mit dem Patienten und auch seinem Umfeld zu besprechen, welche Störung besteht, wie er sich von anderen Menschen unterscheidet und welche Schwierigkeiten daraus entstehen. Dies kann erleichtern und Verständnis schaffen.

 

Für Betroffene ist es hilfreich, wenn sie zunehmend in der Lage sind, ihre eigenes Verhalten reflektierend zu beobachten, um davon ausgehend schließlich Veränderungen vornehmen zu können. z.B. bei der Gestaltung von Strukturen, Tagesabläufen, Kontakten, Beziehungen usw. Dabei hat sich die Verhaltenstherapie als besonders hilfreich erwiesen. Dabei kann der Patient z.B. erlernen, besser wahrzunehmen, was um ihn herum geschieht, eigene Probleme zu lösen und die eigenen Verhaltensweisen so zu planen, daß weniger Frust entsteht.

 

Da oft ein mangelndes Selbstwertgefühl besteht, können auch Möglichkeiten aus der Tiefenpsychologie genutzt werden, um die Ursachen aufzudecken und an Veränderung zu arbeiten.

 

Individuell unterschiedlich können weitere psychische Störungen hinzukommen, die mit entsprechenden Medikamenten behandelt werden können, z.B. Depressionen, Aggressionen, Zwänge, Stimmungsschwankungen, ADHS.

Hier kommt zum Ausdruck, daß beim Asperger-Syndrom verschiedene Ebenen mitwirken, so die genetische, die Stoffwechselebene im Nervensystem und die psychosozialen Umgangsformen. Daher nutzt man auch die Einflußmöglichkeiten auf den verschiedenen Ebenen.

 

Häufig haben die Patienten spezielle Begabungen oder Interessen. Wenn man lernt, diese sinnvoll einzusetzen, kann das vieles kompensieren, wenn über diese Ebene Erfolgserlebnisse entstehen.

 

Soweit erst einmal wichtige Prinzipien in der Behandlung des Asperger-Syndroms der Erwachsenen. In den Literaturhinweisen finden Sie Ansprechpartner. Je nachdem, wo Sie bzw. Ihre Bekannte wohnen, können Sie bei den hier angegebenen Adressen Ansprechpartner in Ihrer Nähe erfragen.

 

Wichtig ist noch, was für jede Therapie gilt: der Betroffene muß motiviert sein, die Therapie wollen und sich einbringen, sonst ist es nicht erfolgversprechend.

 

Mit freundlichen Grüßen Dr. A. Hoffmann

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Herzlichen Dank für Ihre Antwort. Aie haben mir einen guten ersten Einblickn in die Kranheit verrschafft.

Mit freundlichen Grüßen,

Horst Beenswen

 

Experte:  Hautaerztin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Gern geschehen. Danke fuer das Feedback. Alles Gute und freundliche Gruesse Dr. A. Hoffmann