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Dr. Hamann
Dr. Hamann, Dr. med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 6667
Erfahrung:  Fachärztin Allgemein und Innere Medizin
60343779
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Dr. Hamann ist jetzt online.

Guten Tag seit ca 3 Wochen bemerke ich folgende Erscheinung.

Kundenfrage

Guten Tag
seit ca 3 Wochen bemerke ich folgende Erscheinung. Wenn ich z.B. ein Mittagsschlaf machen möchte bekomme ich nach ca. 5 bis 10 Minuten plötzlich hochfrequente Vibrationen im Körper. So als ob ein Zug vorbeifährt. Ich habe versucht die Quelle im Körperinneren zu orten und meine es beginnt immer in der Körpermitte. Teilweise waren aber auch stärke Vibrationen zu spüren dann Richtung Hals bzw. Kopfregeion. Letzte Nacht konnte ich gar nicht mehr einschlafen weil es wieder anfing. Durch die Aufregung stieg mein Blutdruck auf 160/78/67. Ich nehme seit ca 1 Jahr Delix u. Belok Cok. ( Betablocker u. Ac Hemmer ) gegen artielle Hypertonie. Hab aber durch die Einnahme die
Blutdruckwerte im Griff. d. H. 120 bis 130 zu 65
Tagsüber im Stehen und Sitzen habe ich keine Probleme. Bei meinem Jahrescheck vor ca 4 Wochen beim Hausarzt wurde ich komplett durchgecheckt incl. EKG da war soweit alles in Ordnung. Ich habe meinen Hausarzt nach den Vibrationen befragt, er meinte wenn die Missemfindungen stärker werden oder weiter anhalten, soll ich mich melden.
Meine Frage: was können die Ursache für die Vibrationen sein und was kann ich dagegen tun. ?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Dr. Hamann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Tag,

diese Missempfindungen gehen sehr gut mit einem intermittierenden Vorhofflimmern auf. Daher wäre eine Langzeit-EKG Abklärung unbedingt angebracht, damit das Vorhofflimmern gefunden wird. Der Blutdruckanstieg passen ebenfalls dazu.
Lassen sie sich bitte dann auch kardiologisch abklären, Belastungs EKG und Herzultraschall.
Der Betablocker Beloczok (Metoprolol) kann hier ggf. etwas erhöht werden oder ein Wechsel auf Bisoprolol sinnvoll sein. Doch dies sollte der Kardiologe oder behandelnde Hausarzt entscheiden.

Ursachen für Vorhofflimmern sind meist Durchblutungsstörungen des Herzens, medikamente, Entzündungen am Herz/grippaler Infekt???, aber auch strukturelle Herzveränderungen durch Klappenschwäche oder Engstellen beim Blutfluss.

Lassen sie dies bitte untersuchen.
Ist dann alles prima, kann die Homöopathie durchaus hilfreich sein. Hier empfehle ich gern Crataegut 1xtäglich oder Tromcardin (nicht ganz homöopathisch).

Ein Vorhofflimmern sollte behandelt werden: medikamentöse oder elektrische Kardioversion, wenn das nicht gelingt ist eine dauerhafte Antikoagulation/Blutverdünnung ratsam, um einen Schlaganfall zu verhindern.

Alles Gute
Dr. Hamann und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank für Ihre Antwort,
habe noch eine Frage:
wie ist bei Diagnose Vorhofflimmern die Progonose. Kann das wieder gut werden, oder verschlechtert sich mein Allgemeinzustand trotz Behandlung zunehmend ?
Bin ich stark gefährdet für Herzinfarkt und Schlaganfall ?
Ich lass mir nächste Woche einen Termin zur Untersuchung bei einem Herzspezialisten geben.
Mit freundlichen Grüßen
Claus
Experte:  Dr. Hamann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Die Diagnose Vorhofflimmern ist keine schlimme Diagnose, damit kann man lange leben, wenn eben die Blutverdünnung erfolgt und ein Schlaganfall verhindert wird.
Durch den Versuch der Kardioversion mit Medikamenten oder durch Elektroanwendung kann das Vorhofflimmern wieder zu einem normalen Herzschlag geführt werden. Doch das gelingt leider nicht immer, und wenn es gelingt, kann sich daraus leider innerhlab der nächsten Tage/Wochen ein erneutes Vorhofflimmern bilden. Ich habe dennoch Patienten, die nach erfolgreicher Kardioversion jahrelang im Sinusrhythmus verbleiben.
Daher ist eine pauschale Aussage nicht möglich.

Prüfen sie bitte, ob es ein Vorhofflimmern ist und wie die Behandlung bei ihnen anschlägt, muss dann der Verlauf zeigen.

Alles Gute
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank ,
eine weitere Frage.
Wenn mein Hausarzt das Langzeit EKG durchführt , kann man dadurch eindeutig Vorhofflimmern feststellen oder ist auf jeden Fall eine weitere Abklärung der Ursache durch ein Spezialisten angezeigt ?

Claus
Experte:  Dr. Hamann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Die meisten Hausärzte machen keine Langzeit EKGs, für die Auswertung ist ein Internist, besser noch ein Kardiologe zuständig.
Und ja, auch wenn hier kein Flimmern entdeckt wird, ist es nicht 100% ausgeschlossen. es sei denn, dass sie das "Schwirren" hatten, aber das EKG unauffällig blieb. Dann ist es kein Vorhofflimmern, das ihnen die Beschwerden verursacht.

Gehen sie am besten gleich zu einem Kardiologen für zusätzliche Tests:
Belastungs EKG
Herzultraschall

Alles Gute