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Hautaerztin
Hautaerztin, Ärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 831
Erfahrung:  Ärztin. Abgeschlossene Studium Humanmedizin.
59970358
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Hautaerztin ist jetzt online.

Hallo, habe seit 3 Monaten tagtäglich Schwindel und noch länger

Kundenfrage

Hallo, habe seit 3 Monaten tagtäglich Schwindel und noch länger schon Herzrasen. Aufgetreten bevor meine Oma, zu der ich ein sehr inniges Verhältnis hatte, gestorben ist. Ist mittlerweile fast 1 Jahr her... Ferner wurde ich gerade befördert, habe viel Personalverantwortung, die Arbeit macht mir aber großen Spaß und meine Frau und ich sind in einer Kinderwunschbehandlungsmaßnahme, da es mit dem Nachwuchs bisher nicht geklappt hat (wir sind beide 33). Gegen das Herzrasen bekam ich 2,5mg bisoprolol,die ich 1x morgens nehme. vertrage ich gut, hatte seitdem nie wieder Herzrasen. Aber dieser schlimme Schwankschwindel blieb. Ich bin 100% beschwerdefrei im Sitzen (meine Arbeit ist zu 90% im Sitzen... Glück gehabt). Aber sobald ich gehe, habe ich das Gefühl, ich falle gleich um, so als würde mir eine Windböe die Beine weghauen und meine Beine zu schwach wären, mich aufrecht halten zu können. Bin aber nie hingefallen bisher, dabei ist mir übel (ohne Erbrechen) und ich bin ab und zu kreidebleich... seit 3 Wochen zudem äußerst zittrige Hände, dieses - im Gegensatz zum Schwindel - aber nicht permanent, sondern vor allem morgens - aber unabhängig von dem Betablocker, die nehme ich erst seit 10 Tagen. Untersucht wurde bisher auf Diabetes, war aber alles ok. Sämtliche Untersuchungen beim Kardiologen - außer Extrasystolen alles ok. Blutwerte auch alle ok. Mittlerweile habe ich nur noch Angst, irgendeine Krankheit zu haben, auf die keiner kommt. Vor 3 Tagen wurden mir nun auch noch 3 Muttermale herausgeschnitten, die - davon gehe ich aus - zwar auffällig, aber nicht bösartig waren. (Ergebnis folgt Montag). Und zuguterletzt hatte ich dieses Jahr 3 X Migräne (vorher noch nie aufgetreten). Erst flackerten meine Augen, ich konnte ca. 30 Minuten nur noch Blutze sehen und danach setzen für ca. 2 Stunden heftigste Kopfschmerzen ein - laut Augenarzt, wo auch eine Gesichtsfelduntersuchung gemacht wurde alles ok, die Sehnerven wären leicht ausgehöhlt, das wäre bei Kurzsichtigkeit aber nichts unnormales? Wenn ich in den Himmel gucke, z.B jetzt bei wolkenverhangenem Himmel, fängt es auch sofort an, dass ich kleine Bltze, vergleichbar mit einer Wunderkerze im Himmel sehe, was aber nachlässt, sobald ich nicht mehr in den Himmel gucke?
Meine eigentliche Frage: überall liest man, dass Schwankschwindel oftmals psychisch sei. NUn ist meine Oma aber vor 11 Monaten gestorben und es fing erst vor 3 Monaten so extrem an. Ich sehe den Zusammenhang nicht. Mache auch jeden Tag progressive Muskelentspannung und viel Sport, gesunde Ernährung ist ebenfalls gegeben, ich rauche nicht und trinke gar keinen Alkohol. Und außer dass ich "Angst" habe, eine Krankheit haben zu können, geht es mir blendend. Wenn nur dieser Schwindel nicht wäre.
Raten Sie zu einem CT etc ?? Gibt es eine Erklärung, warum es mir im Sitzen und Liegen sehr gut geht, im Stehen ist es ok, aber beim Gehen dreht sich alles? Joggen kann ich ohne Probleme, das passt doch nicht zusammen?
Habe auch keine gute Hausärztin, sie hat außer Blutdruckmessen nichts gemacht, habe mich überallhin selbst überwiesen ... war bisher auch nie krankgeschrieben!
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Hautaerztin hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

bitte wundern Sie sich nicht, daß ich Ihnen antworte, obwohl ich Hautärztin bin. Durch eine Tätigkeit in einer psychosomatischen Klinik begegnen mir viele Patienten die in ähnlichen Situationen sind wie Sie.

 

Natürlich ist das wichtig und auch das erste, daß körperliche Ursachen ausgeschlossen werden. Soweit ich Ihrer Aufzählung entnehmen kann, waren Sie noch nicht beim Neurologen. Das möchte ich Ihnen sehr ans Herz legen zu tun. Der Neurologe kann Sie zunächst untersuchen und dann entscheiden, ob ein CT angebracht ist. Er wird das dann auch veranlassen.

 

Wenn körperliche Ursachen ausgeschlossen werden können, bleibt die psychosomatische Seite. Wie Sie schreiben, sind Sie doch in einer gewissen Belastungssituation. Ihre Oma hat möglicherweise viel kompensiert, einfach dadurch daß Sie da war und Ihnen das eine Stärkung war.

 

Daß die Beschwerden jetzt erst 8 Monate nach dem Tod Ihrer Oma anfangen, sehe ich nicht als ein Hindernis für einen Zusammenhang. In der ersten Zeit nach dem Tod ist man ja oft noch stark mit dem Verstorbenen verbunden, was mit der Zeit weniger wird.

Haben Sie die Trauer wirklich schon ausreichend verarbeitet oder etwas verdrängt, weil "das Leben weitergehen muß", wie es so schön heißt?

 

Es gibt den schönen Ausspruch. "Wenn einem schwindlig wird, fliegt ein Schwindel auf". Vielleicht können Sie Ihre Situation einmal unter diesem Gesichtspunkt betrachten. Vielleicht finden Sie etwas, womit Sie sich in gewisser Weise selbst etwas vormachen. D.h. wo Sie Ihre Lebenssituation zwar in gewohnter Weise fortführen, aber irgendetwas daran für Sie doch nicht mehr stimmt. Der Tod eines nahestehenden Menschen kann transformierende Kraft haben. Ihre Beschwerden fordern Sie geradezu auf, innezuhalten, in die Ruhe zu gehen und Ihr Leben genauer zu betrachten. Vielleicht gewinnen Sie dann neue Einsichten und Klarheiten. Zu Weihnachten ist ohnehin eine gute Zeit dafür.

Ihre Symotome regen zu Fragen an wie: was hindert Sie am sicheren Vorwärtsschreiten bzw. am aufrecht gehen? Was haut Sie um? Was verschleiert ihren Blick?

Natürlich kann man sich dafür auch professionelle Hilfe holen.

 

Die Angst vor einer seltenen Krankheit ist auch ein Signal in diese Richtung. Eigentlich deutet die Angst darauf hin, daß etwas zu belastend ist bzw. Veränderung benötigt wird.

Oder daß etwas angeschaut werden will, was in Ihrer Seele abgespeichert ist und durch den Tod Ihrer Oma vielleicht an die Oberfläche gebracht wurde. Das können ungute und verletztende Kindheitserfahrungen sein.

Die Angst wird dann häufig mit dem Körper in Verbindung gebracht, weil das einfacher ist als sich mit seelischen/psychischen Themen zu beschäftigen und ggf. Veränderungen vorzunehmen.

 

Mit freundlichen Grüßen Dr. A. Hoffmann

______________________________________________________________________

 

Hilfreiche Antworten bitte "AKZEPTIEREN", danke.

________________________________________________________________________

 

Diese Antwort ersetzt nicht die Konsultation beim Arzt vor Ort.

Hautaerztin, Ärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 831
Erfahrung: Ärztin. Abgeschlossene Studium Humanmedizin.
Hautaerztin und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte Frau Dr. Hoffmann,

 

vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort.

Ich war nun beim Neurologen, ein MRT vom Kopf wurde gemacht. Der Neurologe hat zwar zur Besprechung erst in 4 Wochen einen freien Termin, aber der Radiologe sagte, es sei alles in bester Ordnung, er fände keine Ursache für den Schwindel.

Dieses hat mich äußerst gefreut, auch wenn der Schwindel leider imme rnoch da ist...

 

Sehr belastend finde ich außer dem Schwindel aber vor allem die zittrigen Hände, wenn ich beispielsweise einen Kugelschreiber mit voller Kraft umklammere, fängt der linke Arm/Hand binnen 3 Sekunden heftigst zu zittern an, rechts fast gar nicht. Und generell zittern die Hände wie bei einem "hyperaktiven". Gestern z.B. ohne Unterbrechung den gesamten Tag. Beim Sortieren von Papier auf der Arbeit sieht man es sogar leicht und das möchte ich abstellen :) Mein Arzt guckt nun schon in Richtung Angststörung, aber wäre ein ANgstauslöser nicht irgendetwas zeitlich begrenztes? Oder kann man wirklich ohne Pause tagtäglich zittrig sein? In welche Richtung kann ich noch gucken? Empfehlen SIe die Atlas-Korrektur? Ich habe tatsächlich eine etwas schiefe Haltung (leichte Skoliose) aber seit meiner Kindheit und bisher nie Probleme deswegen gehabt, außer knackendem Kiefergelenk, weshalb ich eine Knirscherschiene trage...

Einer Verhaltenstherapie bin ich gegenüber äußerst aufgeschlossen, möchte aber erst alles andere ausschließen können, weil ich bei dem Zittern inzwischen wirklich "Angst" habe, dass etwas "gefährliches" dahinterstecken könnte !?

 

Danke XXXXX XXXXX und ein frohes Neues Jahr!

Experte:  Hautaerztin hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

danke für diese Rückinformation. Da sind Sie ja gut vorwärtsgekommen. Warten Sie jetzt möglichst ruhig den Termin beim Neurologen ab. Er wird das Ganze noch aus seiner Sicht beurteilen.

 

Wurden die Schilddrüsenwerte überprüft? Das wäre noch eine Option.

 

Die Atlaskorrektur ist eine gute Sache. Es ist ja so, daß sich die Belastungen im Laufe des Lebens aufsummieren, unterschwellig, das geht lange Zeit unbemerkt, und irgendwann machen sie sich dann deutlich durch Symptome bemerkbar.

Neben den positiven Wirkungen auf den Bewegungsapparat kann es auch gut sein, daß

Sie dann auf andere Gedanken kommen und mit Ihren Belastungen anders umgehen können.

 

Um Ihnen einen weiteren Einblick zu geben, möchte ich Sie auf einige Internetseiten hinweisen. Geben Sie bitte im Google ein den Begriff "Zittrige Hände Ursachen" und beachten Sie folgende Seiten:

 

www.naturheilpraxis-halbritter.de

www.heilpraxis.net

www.helpster.de

www.gesundheitsfrage.net

 

Angegebene homöopathische Mittel wie Agaricus können Sie ruhig versuchen, in D6 oder D12 3 x 5 Globuli zur Selbstbehandlung.

 

Auf den Seiten finden Sie bestätigt, daß es viele Betroffene gibt und die Ursachen sehr oft seelische und Streßbelastungen sind. In diesem Zusammenhang möchte ich nochmal auf das unterschwellige Aufsummieren zurückkommen. Ich gebrauche immer gern das Bild vom Mülleimer. Man kann viel hineintun, ohne daß man es von außen sieht. Wenn er aber voll ist und man tut noch mehr hinein, geht der Deckel nicht mehr zu und man sieht den Müll eben. Natürlich kann man nicht alles, was einem im Leben geschehen ist, rückgängig machen, aber zumindest soviel aufarbeiten, daß der Deckel des Mülleimers wieder zugeht.

 

So kann es gut sein, daß der Tod Ihrer Oma dann wirklich dafür gesorgt hat, daß der Deckel nicht mehr zugeht, sprich das Faß zum Überlaufen gebracht hat.

 

Es ist gut, daß Sie für eine Therapie offen sind. Schauen Sie genau, was geeignet ist. Verhaltenstherapie möchte Verhaltensstrukturen ändern. Kann sein, daß Ihnen erst einmal etwas in Richtung Tiefenpsychologie und Wahrnehmung verschütteter Gefühle hilft. Kinder, für die Omas ganz wichtig sind, haben sehr oft Defizite aus der Beziehung zu den Eltern o.ä. Vielleicht ist es sinvoll, da erst einmal hinzuschauen, was da in Ihrem Leben war und ob die Ängste damit zu tun haben.

Bei der Angststörung findet man nicht immer die genaue Ursache. Es ist aber so, daß die Zusammenhänge zur Kindheit da sein können und Ihre Oma das kompensiert hat. Durch ihren Weggang wird nun etwas sichtbares ausgelöst, weil Sie unbewußt das vielleicht so empfinden wie in der Kindheit, ohne Ihre Oma schutzlos zu sein. Die Gefühle, die Sie als Kind hatten, sind im Unbewußten abgespeichert.

 

Ich möchte Sie noch auf ein Thema der körperlichen Ebene aufmerksam machen, das zwar umstritten ist, aber leider auch oft genug relevant. Es gehört eher in den alternativen Bereich. Haben Sie viele Amalgamfüllungen? Eine zu hohe Belastung macht vielfältige Symptome, das Zittern gehört auch dazu. Näheres finden Sie auf:

 

www.symptome.ch , in dem dort angegebenen Buch von Joachim Mutter und auf

www.heilpraktiker-peter-kern.de

 

Dann auch alles Gute für 2012 und freundliche Grüße Dr. A. Hoffmann

 

 

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