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Dr. Schaaf
Dr. Schaaf, Privatpraxis, Online-Beratung
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 2012
Erfahrung:  Spezialisiert auf fachübergreifende Zweite Meinung
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Dr. Schaaf ist jetzt online.

HWS-Syndrom, Schultersteife und immer noch Schmerzen

Kundenfrage

Hallo, ich habe eine generelle Frage, bzw. es werden mit Sicherheit mehr Fragen, je mehr ich schreiben werde... Ich hatte am 16. März d. J. einen Auffahrunfall, an dem ich schuldlos war. Im ersten Moment bzw. in den ersten 2-3 Stunden hatte ich absolut keine Beschwerden (zumindest ist es mir so vorgekommen). Nachdem der Schock vorbei war, habe ich erhebliche Genickschmerzen bekommen, die in der Nacht immer schlimmer wurden, außerdem kamen noch Kopfschmerzen und Übelkeit dazu. Am nächsten Morgen bin ich zum Arzt, der dann ein HWS-Syntrom und eine Zerrung in der linken Schuler feststellte. Sowei so gut. Im Laufe der nächsten Wochen habe ich immer mehr Schmerzen im rechten Oberarm dazubekommen, auf die ich auch den Arzt aufmerksam machte. Die Aussage war dazu lediglich, dass es keine direkte Unfallfolge wäre und das mit dem Genick (mit dem ich auch heute noch erhebliche Probleme habe) seine Zeit dauern würde (ca. ein halbes Jahr). Da ich schon von verschiedenen anderen gehört hatte, dass es sich wirklich mit der Zeit legen würde, habe ich dann darüber keine weitern Gedanken gemacht. Ich bin nach 7 Wochen (trotz Schmerzen im Genick und zunehmenden Schmerzen in der rechten Schulter) wieder arbeiten gegangen. Fazit zu dieser Zeit: Nach der Arbeit, konnte ich meinen Kopf kaum noch drehen und es fiel mir immer schwerer Dinge mit der rechten Hand bzw. mit dem rechten Arm zu erledigen. Mittlerweile hat sich eine Schultersteife eingestellt, die zwar bereits durch eine Athroskopie chirogisch behoben wurde, aber vor dieser Schultersteife hatte ich auch eine Entzündung an den Sehnen (war bei MRT sichtbar), die aber immer noch nicht weg ist. Der Physiotherapeut ist mittlerweile am verzweifeln, weil eine richtige Bewegungstherapie nicht möglich ist. Meine Schulter bzw. meine Muskeln machen sofort "dicht" wenn eine Drehung des Armes nach außen gehen soll oder wenn der Therapeut versucht, den Gelenkkopf nach unten zu ziehen. Der Arzt gibt lediglich an, dass es komplizierter Fall wäre, aber irgendwie muss es doch eine Möglichkeit geben, die Schulter wieder schmerzfrei zu bewegen. Bisher bin ich noch auf der Suche nach einem guten Arzt, der mir sagen kann, ob es möglicherweise eine Unfallfolge (evtl. durch Fehlhaltung) sein kann und warum es nicht möglich ist, die Schulter trotz OP wieder einigermaßen normal schmerzfrei zu bewegen. Welche Möglichkeiten gibt es, die Muskeln wieder zu dehnen ohne dass ich mich vor Schmerzen krümme und sofort wieder Fehlhaltungen einnehme, die zu noch mehr Verspannungen führen? Ich bin solangsam aber sicher ein wenig am Ende und das Maß an Ertragen von Schmerzen ist fast gänzlich erreicht. Ich hoffe, dass ich nicht allzu unverständlich und durcheinander geschrieben habe. Auf Medikamente versuche ich verzichten, da ich nicht alles vertrage (IBU verursachen Magenschmerzen, Cortision hatte ich anfänglich vertragen, allerdings wurden die Nebenwirkungen von Tag zu Tag schlimmer, sodass ich es absetzen musste), Novalgin hilft nicht wirklich und stärkere Medikamente, die dann eher in das Betäubungsmittel verfallen, lehne ich ab. Vielleicht kennen Sie einen guten Orthopäden (muss allerdings ein D-Arzt sein) im Raum Filderstadt, der mir weiterhelfen kann. Vielen Dank XXXXX XXXXX Daniela Klein
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Dr. Schaaf hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Morgen,

Ihre Situation ist ungewöhnlich, denn in der Regel bilden sich Beschwerden durch ein HWS-Schleudertrauma in etwa dem Zeitraum zurück, der Ihnen gesagt wurde.
Möglicherweise wird daher auch der behandelnde D-Arzt die Weiterbehandlung nicht zu Lasten der Berufsgenossenschaft durchführen, so dass Sie die freie Wahl an Orthopäden haben und nicht mehr an eine D-ärztliche Behandlung gebunden sind.

Die Behandlung der von Ihnen geschilderten Beschwerden beruht auf drei Säulen:
- antientzündliche medikamentöse Therapie
- krankengymnastische Übungsbehandlung zur Stärkung und Aktivierung bestimmter Muskelgruppen
- entspannende Maßnahmen für die reaktiv verspannten Muskelgruppen z.B. durch Massage, Fango, Wärme, medikamentös

Auf Schmerzmittel in diesem Zusammenhang zu verzichten, schmälert ganz erheblich die Aussichten auf Erfolg, da Schmerzmittel vor allem antientzündlich wirksam sind und somit effektiv in das Geschehen eingreifen. Es wäre also gut, Sie würden einen Weg zur Einnahme finden, beispielsweise Voltaren dispers, das verkapselt ist und keine Magenschmerzen machen sollte oder Celebrex, das explizit für Magenempfindliche entwickelt wurde.

Was die Beweglichkeit betrifft, so muss der Physiotherapeut den entscheidenden Impuls geben. Sinnvoll könnten sein: Bewegung im warmen Wasser und passive Übungen, jeweils von Ihnen durchzuführen. Nach einer so intensiven Übungsphase wie Sie sie beschreiben, muss meist die aktive Übungstherapie unterbrochen werden zugunsten einer "entspannenden Phase", aber das kann nur der Arzt oder Physiotherapeut vor Ort beurteilen.

Aufgrund persönlicher sehr guter Erfahrung würde ich als individuelle Leistung die Osteopathie ergänzend empfehlen.

Wenn Sie noch Fragen haben, stellen Sie sie bitte.

Gute Besserung

Dr. Schaaf
Dr. Schaaf, Privatpraxis, Online-Beratung
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 2012
Erfahrung: Spezialisiert auf fachübergreifende Zweite Meinung
Dr. Schaaf und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank für die Antwort. Ich werde einen anderen Arzt aufsuchen.
Experte:  OrthopaedeDdorf hat geantwortet vor 5 Jahren.
Liebe Frau Klein,
also Orthopäde möchte ich Ihnen auch mal antworten.

wenn eine Verletzung der Schulter nach dem Unfall festgestellt wurde, dann kann dies eine Unfallfolge sein. Jedoch ist die Sehnenreizung nicht als solche zu bewerten.

Wieso aber wurden Sie so schnell operiert? wegen der Sehnenreizung? Das würde mich doch sehr wundern.
Eine Schultersteife operiert man eigentlich nicht so schnell. Es gibt dafür ein wissenschaftlich dokumentiertes Therapieregime ohne operative Eingriff.
Sie hatten Probleme wegen Cortison? Welche genau und was haben Sie wie lange genommen?

Wo beginnen die Beschwerden? Am Oberarm oder zieht es schon von der Halswirbelsäule. Dann sollte auch mal ein MRT der HWS erfolgen, da Sie ja auch "Läuse und Flöhe" haben können, also HWS und Schulterprobleme.


Wie die Kollegin aufführt, sind Schmerzmedikamente notwendig, um die Therapien besser durchführen zu können. Hawkins Technik in der Osteopathie ist eine gute Möglichkeit.


Sind noch Fragen offen, dann sprechen Sie mit Ihrem Orthopäden darüber oder lassen es mich wissen. VG und gute Besserung !Wenn diese info hilfreich war, dann bitte mit " akzeptieren" entlohnen. Diese allgemein Information ist keine Aufforderung zur Selbstbehandlung und ersetzt jedoch nicht die Untersuchung vor Ort oder in meiner Praxis: Die Diagnose und Therapie stellt der behandelnde Arzt. Eine Haftung für diese Information wird nicht übernommen!

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