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Bergmann
Bergmann, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 1081
Erfahrung:  20j. Berufserfahrung in Kinder-, Jugendmedizin, Dermatologie, innere Medizin
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Bergmann ist jetzt online.

Hallo, ich habe seit geraumer Zeit unkontrollierbare Hustenanfälle.

Kundenfrage

Hallo, ich habe seit geraumer Zeit unkontrollierbare Hustenanfälle. Kurz vorher spüre ich linsseitig auf Höhe des Halszäpfchens (meine ich) eine Anschwellung/Fremdkörpergefühl. Meist hilft Milch, aber an längeren Gesprächsrunden traue ich mich kaum noch teilzunehmen. Ich bin gegen Hausstaubmilben allergisch. HNO-Arztbesuch vor 1 Jahr ohne Befund. Ultraschalluntersuchung bei HNO-Arzt. Aktuell Hormonwerte prüfen lassen. Sind in Ordnung. Was kann ich machen?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Bergmann hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo und guten Tag,

 

eine der häufigsten Ursachen für eine länger dauernde Erkrankung mit schlimmen Hustenanfällen im Erwachsenenalter (!!) ist Keuchhusten.

 

Eine Immunität gegen Keuchhusten bleibt nicht lebenslänglich bestehen, so daß es sowohl bei geimpften Personen als auch bei denjenigen, die bereits im Kindesalter Keuchhusten gehabt haben, zu Erkrankungsdurchbrüchen kommen kann.

 

Der Auskultationsbefund an der Lunge ist meist normal, da es sich bei den Hustenanfällen um zentral ( also aus dem Hirnstamm) ausgelösten Husten handelt.

 

Dies führt dann oft auf falsche Fährten und man sucht die Hustenursache in anderen Organerkrankungen.

 

Keuchhusten im Erwachsenenalter zieht sich meist über Wochen und Monate hin.

 

Diagnostisch wäre die Bestimmung der spezifischen Antikörper sinnvoll, um die Diagnose zu erhärten.

 

Therapeutisch ist bei länger bestehender Infektion keine ursächliche Behandlung mehr möglich. Man behandelt den Hustenreiz mit Mitteln wie Noscapin, Codein, Sedotussin, Monapax oder auch anderen Homöopathika wie z. B. Magnesium phosphoricum D 12 2 x tägl je 8 Kügelchen.

 

In der Regel ist man bei bereits bestehenden Hustenanfällen (Stadium convulsivum) nicht mehr ansteckend.

 

Bitte lassen Sie in einer Blutuntersuchung den Pertussis-Antikörper-Status bestimmen und gleichzeitig noch einmal den aktuellen RAST-Wert gegen Hausstaubmilben, um hier keine Verschlimmerung zu übersehen, was gleichzeitig verstärkt antiallergisch behandelt werden könnte.

 

Der Keuchhusten heilt in der Regel nach 3 - 4 Monaten folgenlos aus. Am bedrückensten sind die durch den Husten verursachten Schlafstörungen sowie der Husten "in Gesellschaft", deshalb der Rat zu Hustenblockern (siehe oben).

 

Alles Gute und freundlichen Gruß.

Experte:  Bergmann hat geantwortet vor 5 Jahren.

....seltenere Ursachen, die man aber gleichzeitig im Blut klären könnte, wären Infektionen durch

 

Chlamydien, Mykoplasmen Rikettsien.

 

Übrigens verläuft der Keuchhusten im Erwachsenenalter nicht unbedingt so typisch ab wie im Kindesalter. Ein weiterer Grund, weshalb er leider oft nicht erkannt wird.

 

mfg

Bergmann und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Herr Bergmann,
danke für Ihre Antwort. Ich werde sie akzeptieren. Wobei ich leider enttäuscht bin, dass diese sehr einseitig ist und vorallem nicht auf die Schwellung in meinem Hals eingegangen wird. Diese sehe ich als Ursache an. Ich merke die Schwellung und muss stark Husten. Nach 2 Minuten ist meist alles vorbei. Die letzten 4 Tage ist es wieder verhäuft. Davor hatte ich ca. 2 Monate nichts. Aber ich werde erneut einen HNO-Arzt aufsuchen und nochmal alles untersuchen lassen. Vielen Dank
MfG A.Menke
Experte:  Bergmann hat geantwortet vor 5 Jahren.

...hallo,

 

ich hatte das Gefühl im Hals eher als Fremdkörpergefühl interpretiert, welches sehr häufig auch bei Reizhusten ohne lokalen Halsbefund so angegeben wird.

 

Wenn Sie den Eindruck einer echten Schwellung haben, kann ein HNO-Arzt dies mit einer indirekten Laryngoskopie ( einer Untersuchung der inneren Anteile des Kehlkopfes) objektivieren. Ich hatte Sie so verstanden, daß der Ultraschall beim HNO einem aktuellen Befund entspricht und folglich eine sichtbare lokale Ursache bereits ausgeschlossen ist.

 

Wenn dem nicht so ist, sollten Sie sich baldmöglichst bei einem HNO-Kollegen vorstellen, um entzündliche Prozesse im Bereich des Kehlkopfes ausschließen zu lassen und auch in einer Blutabnahme nach Entzündungszeichen zu suchen.

 

Wenn hier lokal kein pathologischer Befund zu erheben ist, bitte meine ersten Anmerkungen berücksichtigen.

 

Alles Gute und freundlichen Gruß.